Archiv für März 2009
von Matthias Rohl Dienstag, 31. März 2009
Radikal, verstörend, überraschend: Mit seiner “Rache”-Trilogie lotet der koreanische Regisseur und Philosoph Park Chan-wook Extreme aus
“Auch wenn ich keinen Deut besser bin als ein wildes Tier, so habe ich doch ein Recht darauf, zu leben!” Oh Dae-su (Choi Min-sik) wird eines Abends direkt vor seiner Wohnung entführt und die nächsten 15 Jahre unter härtester sensorischer Deprivation in einem spärlich möblierten, fensterlosen Raum eingekerkert. Sein einziges Tor zur Außenwelt ist ein Fernseher. Alles, was diesem Mann, seiner Familie und seines Lebens beraubt, noch bleibt, ist die unsagbare Verachtung für den Peiniger, der ihn eingesperrt hat. Von Hass getrieben, fängt er an, seine nackten Fäuste an der Zellenwand abzuhärten. Nur Rache zählt noch! Schnitt. Lee Woo-jin (Yoo Ji-tae), ein eiskalter Typ, der für die Einkerkerung verantwortlich ist, bietet seinem Opfer eine Wette an: Oh Dae-su soll den Grund für seine Folter herausfinden.

In Cannes 2004 mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet: “Oldboy”
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Rubrik: Film
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von Henning Chadde Dienstag, 31. März 2009
von Stephanie Ristig Montag, 30. März 2009
Die Produktionsschule des Vereins Werk-statt-Schule macht Schule und Ausbildung anders besser
Mal in Zahlen ausgedrückt: 14 Prozent aller Jugendlichen bis 25 Jahren sind in Deutschland arbeitslos. Relativ. Und absolut: Jeder dieser Jugendlichen hat an keinem Tag auch nur irgendeinen klitzekleinen Grund, aufzustehen, kann nichts leisten, ist scheinbar nichts wert. Kein Schweiß, kein Preis. No Chance. Und je länger eine solche Arbeitslosigkeit andauert, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Jugendliche jemals auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen wird. Eine absolute Katastrophe. Doch wie schafft man für diese 14 Prozent eine neue Perspektive? In der Mehrzahl sind das Menschen, die im normalen Schulsystem die Kurve nicht gekriegt und dem System deshalb vorzeitig den Rücken gekehrt haben. Wie bekommt man es hin, diese Klientel für eine geregelte Tätigkeit zu begeistern? Einen Weg, wie das gehen kann, zeigt die in Limmer ansässige Produktionsschule des gemeinnützigen Vereins Werk-statt-Schule e.V..

Eine echte Alternative: Ausbildung in der Produktionsschule der Werk-statt Schule
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Rubrik: Politik, Lokalitäten
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von Heike Werner Montag, 30. März 2009
von Michael Fredrich Sonntag, 29. März 2009
Großartig und einfühlsam: Emile Bravo versetzt den Comic-Klassiker “Spirou und Fantasio” in das Jahr 1939
Die neben “Tim und Struppi” und “Asterix” klassischste europäische Comicserie ist “Spirou und Fantasio”. Anders als bei den beiden erstgenannten wechselte bei “Spirou” in den nunmehr 70 Jahren seines Erscheinens jedoch hin und wieder der Zeichner oder das Autorenteam, wodurch sich die Serie immer wieder neu erfinden musste und bis heute frisch bleiben konnte. Prägendster Zeichner war der geniale André Franquin, der die Serie über 20 Jahre betreute, bis er sich seinem “Gaston” zuwandte. Seit einigen Jahren existiert eine Nebenserie, in der Gastzeichner für ein Album ihre persönliche “Spirou”-Version realisieren dürfen. Und hier ist nun Emile Bravo ein ganz großer Wurf gelungen.

Emile Bravo: “Spirou und Fantasio Spezial”, Band 8: “Porträt eines Helden als junger Tor”, Cover
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Rubrik: Literatur
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von Claudia Föllmer Sonntag, 29. März 2009
von Melanie Petersen Samstag, 28. März 2009
Von Enkeln und Großeltern: Der Dramaturg und Autor Mats Staub macht bei der Langen Nacht der Theater mit seinem “Erinnerungsbüro” Station in Hannover
Wenn Eltern einem von früher erzählen, dann ist das mitunter mäßig spannend. Papas Augen leuchten bei den Erzählungen von seinem ersten Auto, und Mama erzählt davon, wie sie barfuß auf Festivals getanzt hat. Die Erregungskurve kriecht beim Lauschen derartiger Erzählungen eher an der X-Achse herum. Die Eltern sind einfach nicht mystisch genug, ihre Jugendzeit nicht lange genug her. Spannend wird es erst, wenn Opa Bilder vom Krieg zeigt, auf denen der heute altersmilde graue Mann in Uniform steht, jünger als wir jetzt, und wir auf den Spuren unser Geschichte wandeln. Die Erzählungen der Großeltern geben uns eine Geschichte, eine Identität.

Warum haben Opa und Oma so spät geheiratet? Es gibt einige Geschichten hinter den Gesichtern
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Rubrik: Bühne, Literatur
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von Henning Chadde Samstag, 28. März 2009
von Heike Werner Freitag, 27. März 2009
Marathonläuferin Edith Voigt ist Niedersachsens Behindertensportlerin des Jahres 2009
Auf der Bühne des GOP Varieté Hannover stehen Edith Voigt und Hinrich Romeike – zwei Sportler, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ist Vielseitigkeitsreiter und zweifacher Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele in Peking, redegewandt, schlagkräftig und unterhaltsam. Die andere ist eine kleine, herzliche und energiegeladene Marathonläuferin, die mit großen Augen die Welt um sie herum betrachtet und sprachlos ist, als Laudator Romeike auf der Gala anlässlich der Wahl Behindertensportler des Jahres 2009 verkündet, dass sie zur Siegerin gewählt wurde. Als Edith Voigt ihren Namen hört, blickt sie zunächst ungläubig zu ihrem Betreuer Ludger Norrenbrock, der der 46-Jährigen aufmunternd und zur Bestätigung des eben Gehörten zunickt, um sie anschließend auf die Bühne zu begleiten. Dort überreicht Hinrich Romeike ihr die begehrte Trophäe, eine Bronzestatue des Bildhauers Siegfried Neuenhausen.

Edith Voigt ist glücklich, Uwe Schünemann (li.) und Hinrich Romeike gratulieren
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Rubrik: Sports
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von Jörg Smotlacha Freitag, 27. März 2009
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