Susanne Haupt und Jörg Smotlacha
29. November 2011

Märchenhafte Burg im Calenberger Land

Mit dem Quicar in die Region. Ausflugstipps der langeleine-Redaktion. Heute: das Schloss Marienburg

Eines der bedeutendsten neugotischen Baudenkmäler Deutschlands: das Schloss Marienburg bei Nordstemmen

Eine halbe Autostunde von Hannover entfernt liegt zwischen Schulenburg und Nordstemmen das Schloss Marienburg, das auch bei kaltem Winterwetter unbedingt einen Besuch wert ist. 20 Kilometer südlich von der Landeshauptstadt ragt das vieltürmige Schloss schon bei der Anfahrt gut erkennbar und beinahe märchenhaft aus den Hügeln des Leinetals hervor. Es zählt zu den bedeutendsten neugotischen Baudenkmälern Deutschlands und war ein Geburtstagsgeschenk des hannoverschen Königs Georg V. an seine Frau Marie. Zwischen 1858 und 1867 erbaut, ist das Schloss heute noch gut erhalten und dient der interessierten Öffentlichkeit als beliebtes Ausflugsziel.

Weiter Blick über das Leinetal

Auf dem Besucher-Parkplatz angekommen, bietet sich uns bereits von weitem ein eindrucksvolles Bild: Die stilvollen Türme und Dächer der einstigen Sommerresidenz der Welfen prangen majestätisch zwischen den herbstlichen Baumwipfeln des Waldes auf dem Marienberg. Der Spaziergang rund um die Burg ist alleine die Reise wert, denn von der Südseite des Schlossgebäudes aus hat man einen weiten Blick über das Leinetal, und der Schlosspark und die gepflegten Fußwege laden zum Wandern ein, wobei die mittelalterlichen Wallanlagen um die Burg und der ehemaligen Wartturm begangen werden können.

Prächtige Kulisse: der Innenhof des Schlosses Marienburg

Im Innenhof der Marienburg besticht zunächst die fein gearbeitete Bauplastik im gotischen Stil und die gewaltige Kulisse des Schlosses. Das Schloss-Restaurant, das in den ehemaligen Pferdestallungen untergebracht und im Stile eines französischen Bistros gestaltet ist, lädt zum Verweilen ein, zumal die Besucher sich bei schönem Wetter von dem romantischen Ambiente bezaubern lassen können. In der Hauptsaison finden hier Klassik- und Jazz-Konzerte statt und Veranstaltungen für Kinder machen die Marienburg zum Ort für die ganze Familie.

Imposante Innenarchitektur

Das Schloss selber und seine Innenräume können ausschließlich im Rahmen einer einstündigen Schlossführung besucht werden, bei der vor allem Räume gezeigt werden, in denen die Königin Marie mit ihrer Tochter Mary 1866 und 1867 wohnte. Neben der imposanten Innenarchitektur und den bleiverglasten Fenstern, durch die wir die Weiten des Leinetals erahnen können, sind wertvolle Holzvertäfelungen, Gemälde, Bilder und Teller aus dem königlichen Familienbesitz sowie historisches Mobiliar zu sehen, das auf der Liste der nationalen Kulturgüter steht. Weitere Höhepunkte des Rundganges sind der Salon der Königin mit ihrer eindrucksvollen Bibliothek und die alte historische Schlossküche.

Im Stile eines französischen Bistros: das Schloss-Restaurant in der Marienburg

Einzig ein Besuch des Hauptturmes bleibt uns verwehrt: Die Aussichtsplattform, die über 160 Stufen zu erreichen ist und einen wunderbaren Ausblick über das Calenberger Land, die Sieben Berge und das Leinetal bietet, ist nur von Ostern bis Ende Oktober geöffnet. Wir beenden unseren sonntäglichen Ausflug mit einer Tasse Milchkaffee im Innenhof der Burg und machen uns auf den Heimweg nach Hannover.

Das Schloss Marienburg ist noch bis zum 18. Dezember samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen. Der Besuch der Innenräume im Rahmen einer Schlossführung kostet für Erwachsene 7 Euro.

Schloss Marienburg
Marienberg 1, 30982 Pattensen
www.schloss-marienburg.de

Fahrtzeit von Hannover-Stadtmitte: ca. 30 Minuten
Ausflugsdauer: ca. 4 Stunden

(Fotos: Susanne Haupt)

„Mit dem Quicar in die Region. Ausflugstipps der langeleine-Redaktion“ erscheint mit Unterstützung von Quicar – Share a Volkswagen.



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Kategorien: Lokalitäten

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