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Kioskeröffnung!

Am 10. November startet langeleine.de die Veranstaltungsreihe KULTURKIOSK

Es ist wieder soweit: langeleine.de feiert bis die Leine bebt! Mit Euch und der Crème de la Crème der hannoverschen Kulturszene. Denn die hat es in sich. Grund genug für unser Online-Journal, am Freitag, den 10. November, erneut zu einer langen Nacht der Kultur in der Faust-Warenannahme zu laden. Nach dem ausverkauften Hannover-Kultur-Spezial im Juni fügen wir der Kioskkultur dieser Stadt nun regelmäßig alle vier Monate eine entscheidende Nuance hinzu: den KULTURKIOSK.

Belmondo Beat [1]

Sound de luxe: Hannovers Senkrechtstarter Belmondo Beat

Am KULTURKIOSK geben sich die spannendsten Vertreter unserer lebendigen und aufstrebenden Kulturszene ein Stelldichein. Im fliegenden Wechsel begrüßen die langeleine-Kioskbetreiber diesmal den Poeten und Meister skurriler Kurzgeschichten Peter Märtens sowie den Schmalfilm-Enthusiasten Lothar, aka Thommi Baake, der eine Auswahl seiner besten Super-8-Klassiker zeigt. Kurios umrahmt wird das Programm von Walk-Acts des Handpuppenspielers Peter Böttcher. Für den musikalischen Teil des Abends sorgen der Cellist und Singer/Songwriter Niko Herdieckerhoff mit seiner One-Man-Band Cellolitis sowie die Elektro-Glam-Britpop-Senkrechtstarter Belmondo Beat.

Thommi Baake und Peter Märtens [2]

Haben Filme im Kopf: Thommi „Lothar“ Baake und Peter Märtens

Nikolaus Herdieckerhoff, Stefan Heuer und Peter Böttcher [3]

Leben die Kunst: Nikolaus Herdieckerhoff, Stefan Heuer und Peter Böttcher

Im als Foyer dienenden Café Siesta eröffnet der Burgdorfer Künstler Stefan Heuer mit einer Auswahl seiner besten Arbeiten eine sechswöchige Ausstellung. Im Anschluss an das Kulturprogramm bittet DJane Barbara (u.a. Radio Flora, Der böse Wolf) mit Sixties-Beat und Alternative zu Schwoof und Tanz, bis die Leine bebt.

Kioskgäste:

Belmondo Beat

Belmondo Beat haben sich mit ganzer Seele dem Gitarren-Indiepop verschrieben. Dabei legen sie eine musikalische Vielseitigkeit an den Tag, die Staunen macht: Britpop und Glam-Rock treffen auf Disco-Punk und gekonnt eingesetzte 80er-Wave-Einflüsse, als sei es das Natürlichste der Welt. Die Songs begeistern durch eingängige Melodien, hymnische Refrains, tanzbare Beats und ausgefeilte Arrangements und gehen ohne Umwege ins Tanzbein. Die Band gründete sich im November 2004 als Trio, bestehend aus Gaby Gleue, Jan Müller (beide Gitarre/Vocals) und Ralf Claussen (Drums/Vocals). Im April 2005 erschien ihre erste EP beim hannoverschen Label Mambo Records, parallel dazu gab die Band ihr Live-Debut. Seitdem sind Belmondo Beat aus dem musikalischen Bühnen-Zirkus dieser Stadt nicht mehr wegzudenken. Mit Jean Coppong am Keyboard, Daniel Reinke am Bass und Niklas Pfeil an der Gitarre haben sie nun ihre endgültige Besetzung gefunden und ihrem Sound noch einige Lagen Druck und Groove hinzugefügt. Mitreißend!

weiterlesen:
Die Beach Boys von der Leine – Ein Gespräch mit Belmondo Beat [4]

Cellolitis

Nikolaus Herdieckerhoff alias Cellolitis hat sein Handwerk von der Pieke auf gelernt: Cellounterricht seit dem 6. Lebensjahr, Violincello-Studium, Schauspielunterricht und last but not least eine Ausbildung zum Clown an der TuT-Schule in Hannover. Inzwischen begleitet der Cellist Lesungen und Performances und featured so verschiedene Künstler wie Schauspieler, Bands, Artisten, Travestiekünstler, DJs und Feuerspucker. Seit 2003 arbeitet Herdieckerhoff unter dem Namen „Cellolitis“ als „Ein-Mann-Cello-Projekt“. Hierbei begleitet der Musiker und Sänger sein Cellospiel durch den Einsatz verschiedener Sample-Techniken kongenial-vielstimmig als eigene Band. Dem Ideenreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt: Herdieckerhoff legt verschiedene Stimmen übereinander, singt dazu und verfremdet den Cello-Sound durch Effekte und Klangcollagen. In seinem furiosen Soloprogramm äußert sich unüberhörbar die Leidenschaft eines Ausnahme-Cellisten für sein Instrument.

weiterlesen:
Niko Herdieckerhoff ist die One-Man-Band Cellolitis [5]

Peter Märtens

In den Wintermonaten lebt der überzeugte Hannoveraner Peter Märtens in Linden und genießt das „Großstadtleben“. Im Sommer allerdings blüht er richtig auf, denn dann bewohnt er ein kleines Gartenhäuschen vor den Toren der Stadt und lässt es sich gut gehen. Das ist für Märtens genau der „richtige Ausgleich zu seiner Arbeit als Drogenberater“. Im Job erzählt er Schülern, Lehrern, Eltern und allen, die es wissen wollen, wie man eigenverantwortlich und genussvoll Drogen nehmen kann. Aber weil dieser Erfahrungsaustausch allein nicht reicht, greift Märtens in seiner Freizeit zur Feder, um zusätzlich literarische Aufklärung zu betreiben. In seinen Texten und Kurzgeschichten versucht er die Absurditäten, die sein Beruf mit sich bringt, zu kompensieren und auf eine „allgemeingültige“ Alltagsebene zu heben. Humorvoll entspannt und schnoddrig, aber immer subtil, entwickelt Märtens seine sympathischen Figuren und hält dem Publikum den Spiegel vor. Der Mann mit der unverwechselbarsten Live-Stimme Hannovers ist inzwischen Stammgast auf den Lesebühnen der Landeshauptstadt und hat mit „Ein Türke, ein Euro“ vor kurzem seine erste literarische Veröffentlichung vorgelegt. Weitere werden folgen.

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Erfolg als Ansichtssache – Peter Märtens im Gespräch [6]

Thommi Baake

Der Comedian und Entertainer Thommi Baake gilt als Hannovers Tausendsassa der gepflegt-gewitzten Abendunterhaltung. Er ist als Comedian, Entertainer, Musiker und Moderator auf vielen Bühnen dieser Republik zu Hause, verstärkt Hannovers erste Lesebühne OraL und genießt mit seinem Comedy-Filmhappening „Lothars Schmalfilmabend“ weit über die Grenzen unserer Heimatstadt hinaus Kultstatus. Kaum hat er sein 25-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert, da präsentiert Baake im Kulturkiosk als Schmalfilmjünger Lothar ein Best-Of seines filmkomödiantischen Dauerbrenners. Die Mischung des Programms ist einzigartig: Ein Potpourri aus schrägen, schönen und unfreiwillig komischen Filmen aus den 50er- bis 80er-Jahren trifft auf äußerst unterhaltsame Anmoderationen und charmante Publikumsgespräche sowie diverse, halsbrecherische Showeinlagen. Anders gesagt: Bei Lothar wird es einem garantiert nie langweilig. Umschalten gilt nicht.

weiterlesen:
Meister aller Genres – Thommi Baake im Portrait [7]

Peter Böttcher

Skurril, ein wenig verrückt und verschroben, obendrein ein glänzender Parodist – so lässt sich der Puppenspieler Peter Böttcher mit seinem Bühnenprogramm charakterisieren. Die Passion des Puppenspielens hat den gebürtigen Stuttgarter vor rund 20 Jahren ereilt und bis heute nicht mehr losgelassen. Land auf, Land ab begeistert er mit seinen selbstgefertigten Handpuppen und kurios-komischen Stehgreifgeschichten seitdem sein Publikum. Böttcher selbst bezeichnet seine Auftritte schlicht als eine „Aneinanderreihung von Umständen“, denn für seine Programme hat er keinen festen Ablauf. Er macht sich einfach nur Gedanken, beobachtet das Publikum, die Künstler und die Stimmung. Dann legt er los und improvisiert gnadenlos. Beim Fährmannsfest überraschte er sein Publikum in diesem Jahr mit einer mitreißenden Puppen-Rockshow, die kein Zwerchfell entspannt und kein Auge trocken ließ. Und auch für den Kulturkiosk will sich Böttcher im Vorfeld natürlich nicht festlegen. Der Mann ist für jede Überraschung gut. Wir sind gespannt.

weiterlesen:
Das Herz auf der Zunge – Peter Böttcher und seine Puppen [8]

Stefan Heuer

Der Burgdorfer Künstler Stefan Heuer ist ein Sammler. Ein Sammler zwischen den Welten. Als Schriftsteller zählt er zu den meistveröffentlichten Autoren der Region. Sein literarisches Können reicht von der mehrfach ausgezeichneten Lyrik und der klassischen Short-Story über die Novelle bis zum Drama. Nicht minder intensiv betreibt Heuer allerdings seine zweite Leidenschaft, die bildende Kunst und die Malerei. Und auch hier legt er eine beeindruckende Vielseitigkeit an den Tag. Er entwirft Papier-Collagen, malt großflächige Ölgemälde und komponiert tiefgründige Assemblagen aus verschiedensten Werkstoffen. Das Besondere: Stefan Heuer geht konsequent eigene Wege. Statt auf Leinwänden malt er lieber auf Holz. Am allerliebsten verwendet er verschiedene Mix-Techniken. Da bilden alte Schubladen den Rahmen für Prozessionen von Porzellan-Figuren vor apokalyptisch bemaltem Hintergrund und Zeitungs- sowie Textausschnitten. Ein zerbrochener Jesus lebt in einer alten Ölsardinen-Büchse und gleich nebenan werden gebrauchte Pommesgabeln zu Waffen. Heuer sammelt bekannte und ausrangierte (Alltags-) Gegenstände und arrangiert sie zu Werken, die in ihren „Universen der Mehrdeutigkeit“ fesseln.

Ab Samstag, den 11. November, sind Heuers Werke in einer sechswöchigen Ausstellung in der Kneipe Mephisto auf dem Faustgelände zu sehen.

weiterlesen:
Die Tiefen und Weiten der Kreativität – Stefan Heuer im Portrait

Jetzt downloaden:

langeleine.de Kulturkiosk-Flyer [9] (pdf, 404 kb)

(Fotos: Pressefotos, Marc Seestaedt, Kathrin Tegtmeier)

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