Susanne Viktoria Haupt
4. Mai 2012

Ein Tag am Meer

Mit dem Quicar in die Region. Ausflugstipps der langeleine-Redaktion. Heute: Cuxhaven-Duhnen an der Nordsee

Die Abendsonne an der Nordsee. Was will man mehr?

Manchmal muss man einfach raus. Einfach mal ans Meer. Hannover bietet zwar mit dem Maschsee und einigen weiteren netten Gewässern in und um die Stadt durchaus auch die Möglichkeit, einen Nachmittag in maritimem Feeling zu verbringen, aber nichts geht über richtiges Salzwasser, Meereswellen und Sand unter den Füßen. Deswegen haben wir uns mit dem Quicar spontan auf den Weg an die Nordsee gemacht. Während es morgens in Hannover noch etwas bedeckt war, überrascht uns auf dem Weg Richtung Norden die Sonne in ihrer vollen Pracht. Der Himmel wird im Laufe der Fahrt immer wolkenärmer, und kurz vor Bremerhaven legen wir einen Zwischenstopp ein, da der Besuch einer Raststätte immer eine Extraportion Urlaubsgefühl impliziert. Im CD-Player läuft Charles Bradley’s Album „No Time For Dreaming“, das musikalisch unglaublich gut zu unserer Stimmung passt, denn Zeit zum Träumen steht heute an oberster Stelle. Nach etwa zweineinhalb Stunden Fahrt kurven wir schon mit heruntergekurbelten Fenstern durch Duhnen und fahren sofort rechts ran, als wir ein Schild mit der Aufschrift „Zum Strand“ finden. Mittlerweile ist es so dankbar warm, dass wir Jacken und Pullis sowie Schuhe und Socken sofort ausziehen und im Wagen lassen.

Fisch-Restaurants, Hotels, Pensionen und Souvenir-Geschäfte: Cuxhaven und Umgebung leben von Fischhandel und Tourismus

Eine perfekte Kulisse für ein Sonnenbad

Duhnen ist ein Kurort und gehört zur Fisch-Metropole Cuxhaven. Das Stadtbild ist bevölkert von Hotels und Pensionen im Baustil der 1970er-Jahre, kleinen und großen Fisch-Restaurants und den üblichen touristisch geprägten Geschäften. Dank der vielen verkehrsberuhigten Straßen bietet der kleine Ort einen perfekten und erholsamen Kontrast zum stressigen Arbeitsalltag. Besonders schön und ein Hauptgrund für unseren Besuch in Duhnen ist der breite, langgezogene Strand, für dessen Besuch man zwar zwei Euro Kurtaxe zahlen muss, aber dafür den lieben langen Tag bleiben kann – und das lohnt sich auf alle Fälle. Die Nordsee ist zwar Anfang Mai noch zu kalt zum Schwimmen, aber sie bietet eine perfekte Kulisse beim Sonnenbad im Sand. Und wer unbedingt darauf besteht, sich in richtiges Meerwasser zu stürzen, der findet im Ahoi-Bad in Duhnen eine gute Alternative. Das Ahoi-Bad wird nämlich mit Wasser aus der Nordsee betrieben und hält in einem großen Becken für Freunde der bewegten See einen regelmäßigen Wellengang bereit. Außerdem verfügt es über ein beheiztes Außenbecken für Freiluft-Fans.

Der breite Strand lädt zu sportlichen Aktivitäten

Vorsicht vor dem Schlickwatt!

Wir entscheiden uns für Entspannen am Meer. Der Strand ist glücklicherweise trotz der überraschend hohen Temperaturen überschaubar besucht, sodass wir sofort einen formidablen Platz für unsere Decken finden. Nach einiger Zeit lockt uns das durch die Ebbe sichtbar gewordene Watt mit seiner Weite, denn ein paar Wattwürmer sollte man auf jeden Fall begrüßen, wenn man schon einmal hier ist. Ernst nehmen sollte man allerdings die aushängenden Schilder, die vor Schlickwatt warnen, in dem man exzellent einsinken kann. Denn, wie ich am eigenen Leib erfahre, kann es ganz schnell passieren, dass man plötzlich bis zu den Knien im Watt steckt, und das Herauskommen gestaltet sich dann doch nicht so einfach, wie man vorher dachte. Lustig ist das Versinken im Schlick aber allemal, und wenn man danach mit wattverklumpten Füßen durch den zarten Pudersand läuft, fühlt sich das fast wie paniert an. Nach unserer kleinen Watt-Exkursion meldet sich der Magen. Dank nahegelegender Einkaufsmöglichkeiten versorgen wir uns mit Baguette-Brötchen und Käse-Würfeln, die wir im Sonnenschein genießen. Zufällig haben haben wir bei dieser Gelegenheit gute Freunde aus Hannover getroffen, die gerade eine Woche Urlaub in Duhnen machen und per Fahrrad die Gegend erkunden. Gemeinsam trinken wir einen Milchkaffee, bevor wir uns zwischen den am Strand befindlichen sportlich aktiven Menschen dem Sammeln von Muscheln widmen. Die Ausbeute ist reichlich.

Stuckverspielt und einladend: Cuxhaven hat neben eher mittelprächtigen 1970er-Jahre-Unterkünften auch jede Menge schöne Ecken zu bieten

Der Geruch von Meer, Fisch und Sonne

Nach dem Sonnenbad schütteln wir uns den Sand aus den Klamotten und erkunden Cuxhaven und Duhnen zu Fuß, kaufen Postkarten und atmen den Geruch von Meer, Fisch und Sonne ein. Neben den neueren, nicht ganz so ästhetischen Bauten lassen sich auch immer wieder kleine romantische Häuser finden, die ein wenig an Kindheitsträume erinnern. Kräftig in zartrosa oder blassblau getaucht, ranken diese Häuschen zwischen ihren kantigen 70er-Jahre-Kollegen hervor und wecken den Wunsch nach einem spitzenbesetzten Sonnenschirm. Auf unserem Weg durch die Straßen besorgen wir uns noch etwas Baguette und Camembert, um ein richtig schönes Abschluss-Abendessen am Strand einzunehmen. Mittlerweile ist es etwas kühler geworden, der Wind bläst nordisch kühl über den Deich, und unsere Jacken kommen doch noch zum Einsatz. Ein Pärchen überlässt uns seinen Strandkorb, und zum allerersten Mal in unserem Leben sitzen wir in einer blau-weiß gestreiften Hütte mit Blick auf die nun herannahenden Fluten der Nordsee.

Harmonische Aneinanderreihung wunderbarer Sitzmöglichkeiten: Strandkörbe in Duhnen

Gelohnt hat sich unser Tagesausflug allemal, und für Kurzentschlossene ist die etwas längere Fahrt mit dem Teilauto durchaus attraktiv, da der Kraftstoff bei der Miete des Quicar inklusive ist. Zudem lockt im Wonnemonat Mai ein spezielles Angebot: Für die Zeit im Parkmodus werden lediglich fünf Cent pro Minute berechnet, so dass sich längere Ausflüge mit vielen Pausen besonders rentieren. Mit einem leichten Sonnebrand, wunderschönen Erinnerungen und dem Vorsatz, möglichst bald wiederzukommen, starten wir am Abend zurück, Richtung Hannover. Tschüss Cuxhaven, hallo Leine-Metropole.

Cuxhaven-Duhnen
www.cuxhaven.de
www.duhnen.de

Fahrtzeit von Hannover-Stadtmitte: ca. 150 Minuten
Ausflugsdauer: ca. 10 – 12 Stunden

(Fotos: Jörg Smotlacha (1) und Susanne Haupt (2-5))

„Mit dem Quicar in die Region. Ausflugstipps der langeleine-Redaktion“ erscheint mit Unterstützung von Quicar – Share a Volkswagen.



Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Lokalitäten

2 Kommentare

  1. Phil sagt:

    Hm, die Frage ist doch: Wie viel hat der Trip nun gekostet? Also rein aufs Quicar bezogen? Das ist doch mit das Wichtigste an der ganzen Sache.
    Man könnte ja sonst denken, der Artikel wäre gekauft und geschönt…

    Rechnen wir mal:
    Vermutlich würde für diese Aktion Quicar Plus in Betracht kommen. Gehen wir in diesem Beispiel davon aus, dass sich die Redaktion in einen VW up gepresst hat, dann sind wir bei 40 EUR für 24 Stunden.
    Laut Google Maps braucht man von Hannover Innenstadt nach Duhnen 2:15 Stunden pro Tour, das macht 4:30 Stunden für Hin und Zurück. 4:30 Stunden sind 270 Minuten, multipliziert mit 20 Cent pro Fahrminute sind wir bei 54 EUR Fahrtkosten.
    Ausgehend davon, dass ihr 12 Stunden unterwegs wart (morgens um 8 losgefahren, Abends um 8 wieder zu Hause) und Duhnen zu Fuß erkundet habt, verbleiben 7:30 Stunden Parkzeit. 7:30 Stunden sind 450 Minuten, multipliziert mit 5 Cent Parkminute sind wir bei 22,50 EUR Parkgebühr.

    Wir summieren:
    40,00 EUR Miete
    54,00 EUR Fahrtkosten
    22,50 EUR Parkkosten
    ———-
    116,50 EUR Reisegebühr

    Zum Vergleich: Ein Niedersachsen-Ticket bei der Bahn kostet für 4 Personen in der Summe 33 EUR, gültig von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages.
    Nachteil: Man ist auf die Nahverkehrs-Verkehrsmittel festgezurrt und braucht 4 Stunden pro Richtung.

    Ich beobachte es mit einem gewissen Argwohn, positive Aspekte und angenehme Emotionen in den Vordergrund zu stellen und die sachliche Lage zugunsten einer (ausgewiesenen) „Unterstützung“ auszublenden.
    Ich denke, gerade solche Seiten wie die langeleine etc. haben ausreichend kompetente Leser, dass man ihnen eine Entscheidungs- bzw. Vergleichsgrundlage bietet, auf Basis derer der Leser auch einen wahren Mehrwert hat. Wie oben aufgeführt: Quicar ist fast drei Mal so teuer, dafür wesentlich schneller und -natürlich- flexibler. Doch wer das Geld nicht so locker hat, der kann auch auf die Bahn zurückgreifen, mit den erwähnten Nachteilen.
    So etwas aufzuzeigen und in Relation zu stellen, das erwarte ich mir von einem Journal, in dem ja auch allein schon vom Wortstamm auch „Journalismus“ drin steckt.

  2. Jup sagt:

    @Phil: Aber die Webseite von Quicar hast du dir angeschaut, oder? Seit wann bezahlt man bei Quicar Plus auch noch Stand- und Fahrtgebühren? Bei Quicar Plus fallen nur noch Spritkosten an.

    Also nicht Quicar und Quicar Plus mit einander verwechseln bzw. verbinden.

    -> https://web.quicar.de/navigation_links/das_kostets/pages/tarife

Kommentiere diesen Artikel