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Hamburg, unsere Perle

Mit dem Quicar in die Region. Ausflugstipps der langeleine-Redaktion. Heute: Hamburg

Mittelpunkt der Hansestadt und beliebte Anlaufstelle für Besucher: die Alster

Hamburg ist eine schöne Stadt und atmet den Hauch der großen weiten Welt. Keine Frage. Nicht selten entscheiden sich Menschen in unserem Umfeld deswegen, in die Hansestadt umzusiedeln. Direkt umziehen wollen wir zwar nicht, aber Hamburg mal wieder einen kleinen Besuch abzustatten, darauf freuen wir uns. Wir leihen uns ein Quicar und machen uns mit der Sonne im Rücken auf den Weg nach Norden. Durch ein paar kleine traditionelle Staus kurz vor den Toren Hamburgs ein wenig aufgehalten, sind wir nach etwa zwei Stunden da. Erste Station ist ein Café an der Alster in der Nähe des Gänsemarktes. Noch vor ein paar Monaten war dieser Teil der Binnenalster zugefroren und ich lief mit Freunden über das Eis. Heute ziehen Sommerwolken über den Himmel und die leichte Brise schafft es nicht, die schwüle Hitze zu verdrängen, die sich in diesen Juli-Tagen über Land legt. Wir spazieren den Jungfernstieg entlang, an dem sich teure Boutiquen aneinanderreihen. Hier bedeutet „Sommerschlussverkauf“, dass man nur noch 900 Euro für ein Kleid bezahlt. Da wir nicht vorhaben, uns durch Luxus-Einkäufe zu ruinieren, kehren wir der belebten Promenade den Rücken und fahren ins Schanzenviertel, das für seine wunderschönen Altbauten, die trendigen Geschäfte und das Autonome Zentrum Rote Flora bekannt ist. Auf dem Schulterblatt, Ecke Susannenstraße, lassen wir uns in einem portugiesischen Bistro nieder, in dem es erstklassigen Galão gibt und die lokale Prominenz ein und aus geht. So erkennen wir den argentinischen Fußballspieler Rodolfo Esteban Cardoso, der ehemals in der Bundesliga für den Hamburger SV auflief.

Lebendiger Szene-Stadtteil: die Sternschanze

Vom Schanzenviertel nach St. Pauli

Nach einem kleinen Mittags-Snack treffen wir einen befreundeten Musiker und lassen uns im Schanzenpark nieder. Irgendwie sind hier alle entspannt, liegen auf den Wiesen, spielen Basketball und Football und genießen den sonnigen Nachmittag. Es fällt uns leicht die Seele baumeln zu lassen und die Zeit zu vergessen, zumal unser Freund uns mit seiner Gitarre bespielt. Da wir aber noch ein paar anderen Orten in Hamburg einen Besuch abstatten möchten, brechen wir auf und bummeln durch St. Pauli. Auf der Feldstraße entdecken wir einen nostalgischen Foautomaten und haben nun erstklassige Verbrecherfotos. Direkt um die Ecke besuchen wir Hanseplatte, einen Vinyl- und CD-Shop, der fast ausschließlich Tonträger von Hamburger Bands und Labels vertreibt. Das Sortiment ist groß und speziell, denn auch Bücher von Hamburger Schriftstellern und handgefertigte Design-Gegenstände von heimischen Künstlern lassen sich finden. Nach dem Kauf von zwei neuen Alben setzen wir uns vor den benachbarten Live-Club Knust und lauschen Rio Reisers Stimme, die durch die Boxen auf dem Außengelände schwingt. Es ist ein schöner Tag hier.

Mitten im Grünen: Entspannung im Schanzenpark

Auf dem Kiez

Traditionell dürfen bei einem Hamburg-Besuch natürlich Abstecher in den Hamburger Hafen und auf die Reeperbahn nicht fehlen. Deswegen steuern wir den Kiez an. Die große Vergnügungsmeile, auf der man sofort das „älteste Gewerbe der Welt“ antrifft, ist für die Hamburger ein ganz alltäglicher Anblick. Für uns ist sie eine völlig andere Welt. Neben kleinen Kiosken reihen sich Spielhallen, trashige Souvenir-Läden, Imbissbuden, diverse Kinos, kleinere Theater und der aus den Medien berühmte Penny-Markt. Im Aladin-Center setzen wir uns bunte Perücken auf und bemerken, dass keinem von uns ein Irokesen-Schnitt in Regenbogenfarben stehen würde. Auf einem großen Platz nahe dem St. Pauli Theater stehen Liegestühle, eine kleine Bühne und diverse Ess- und Getränke-Stände. Hier genießen sowohl Touristen als auch Bewohner der Hansestadt die Sonnenstrahlen. Nach einigen flauschigen Minuten auf dm Kiez nehmen wir unser Abendessen in einem kleinen italienischen Bistro ein. Normalerweise hätten wir noch die Hasenschaukel angesteuert, ein Szene-Musiklokal, in dem man tagsüber gut essen und abends interessanten Bands lauschen kann, aber wir entscheiden uns, die Abendstunden an der frischen Luft zu verbringen.

Urlaubsflair: Die Reeperbahn lockt mit Ess-Ständen, Live-Musik und Liegestühlen

Ein entspannter Tag geht zu Ende

Auf einmal, zwischen Pizza und Pasta, fällt uns auf, dass die Sonne fast untergegangen ist und die Uhr beinahe 22 Uhr anzeigt. Wo ist der Tag nur geblieben, fragen wir uns. Zwischen Alster, Schanze, Kiez und Hafen sind die Stunden schnell vergangen, und das sonst manchmal so hektisch und chaotisch erscheindende Hamburg zeigte sich heute durchweg von einer entspannten und freundlichen Seite. So lässig sind wir noch nie durch die Stadt gekommen, daher beschließen wir, unsere Perle an der Alster schon bald erneut zu besuchen. Um Stück für Stück die Stadt in uns aufzunehmen. Ohne Hektik oder Stress, sondern mit Hamburger Gelassenheit.

Hamburg
www.hamburg.de [1]

Fahrtzeit von Hannover-Stadtmitte: ca. 100 Minuten
Ausflugsdauer: ein Tag

(Fotos: Susanne Haupt)

„Mit dem Quicar in die Region. Ausflugstipps der langeleine-Redaktion“ erscheint mit Unterstützung von Quicar – Share a Volkswagen [2].

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