langeleine.de
16. August 2012

Eine bunte Tüte für den Herbst

Feiern bis die Leine bebt! Mit seinem 19. Kulturkiosk startet langeleine.de wortgewaltig und beschwingt in die neue Veranstaltungssaison

Feinsinnige deutsche Pop-Songs mit Indie-Appeal: Phonogramm

Charmanter Indie-Pop mit analoger Seele, Tiefgang und deutschen Texten, mitreißende literarische Betrachtungswelten im Spannungsfeld von Slam Poetry, Rap-Lyrik und klassischer Kurzgeschichte und eine Ausstellungseröffnung mit hintergründigen Collagen und Tagebuch-Arbeiten: Der Kulturkiosk begrüßt gewohnt facettenreich den hannoverschen Kultur-Herbst.

Geben mit ihren Short Stories und Alltagsbetrachtungen mächtig Alarm: Gerrit Wilanek und Meral Ziegler

Auf den altehrwürdigen Bühnenbrettern der Warenannahme begrüßt das langeleine-Team Henning Chadde, Jörg Smotlacha und Susanne Haupt die hannoverschen Indie-Popper und Singer/Songwriter Phonogramm um die Brüder Ale und Volkhard Krause sowie die Slam Poeten und Bühnen-Literaten Meral Ziegler und Gerrit Wilanek.

Verleiht dem Kulturkiosk mit seinen Text/Bild-Collagen einen Hauch von Dadaismus: Nils Schumacher

Für die künstlerische Umrahmung des Abends sorgt eine ausdrucksstarke Vernissage des hannoverschen Künstlers und Galerie-Betreibers Nils Schumacher mit doppelbödigen Collagen und Tagebuch-Illustrationen. Kurz: Beim Kulturkiosk wächst einmal mehr zusammen, was zusammen gehört. So schön kann Kultur sein. Darauf eine bunte Tüte!

Kioskgäste:

Phonogramm
Indie-Singer/Songwriter-Pop mit Seele und Nachhall

2009 als Singer/Songwriter-Duo der beiden Brüder Ale und Volkhard Krause entstanden, präsentieren Phonogramm ihre charmanten deutschen Pop-Songs nunmehr im Kreise eines kleinen, aber feinen Ensembles aus Schlagzeug, Bass, Rhodes und Violoncello. Die durch Hakan Türközü an den Keyboards, Jan Semmler am Bass und den Schlagzeuger Hendrik Rotermund komplettierte Band lässt die im akustischen Gewand ohnehin schon überaus eingängigen Songs in neuer Tiefe lebendig und nachhaltig greifbar werden. Kurz: Ale Krauses feinsinnigen Texte und die hochkarätige, einfühlsame Interpretation der fünf Musiker stehen für ein ganz besonderes und gefühlsintensives Musik-Erlebnis: Phonogramm.

weiterlesen:
„Schön ist es ja immer, wenn Erwartungen übertroffen werden“
Phonogramm im Gespräch

Phonogramm im Netz:
www.myspace.com/krausealexander

Meral Ziegler
Explosive Wortgranaten nach Hamburger Art

Meral Ziegler ist 1993 in Berlin geboren, wohnt aber ihr gefühltes Leben lang schon in Hamburg. Mit Sechzehn traute sie sich das erste Mal auf die Bühne und ließ es seitdem nicht wieder sein. Seit mittlerweile zwei Jahren tingelt Meral nun mit Rap-Lyrik, Lyrik und knackigen Kurzgeschichten durch Deutschland und ist ununterbrochen auf unzähligen Poetry Slams und Lesebühnen zu Gast. Mit gerade mal 18 Jahren kann sie unter anderem die U20-Finalteilnahme bei den Deutschen Poetry Slam-Meisterschaften 2010 und den Titel der Hamburger Stadtmeisterin des Jahres 2011 im Team-Wettbewerb mit ihrem Poetry-Team „Mehr als Endorphine“ (zusammen mit Josefine Berkholz) vorweisen. 2012 folgte schließlich der Titel der schleswig-holsteinischen U20-Meisterin. Und na klar – regelmäßig ist sie auch beim SPAM, Hannovers U20-Poetry Slam, zu Gast und hat ihn – wen wunderts – bereits mehrmals gewonnen. Beachtlich!

weiterlesen:
„Sprache verbindet, auch in der Generation Facebook“
Interview mit Meral Ziegler

Gerrit Wilanek
Sympathisch-humorvolle Poetry-Slam-Kurzgeschichten-Jonglage

Gerrit Wilanek hat die ABC-Bühne im Blut. Seit 2008 steht der Senkrechtstarter der hannoverschen Poetry Slam-Saison 2011/12 als Story-Teller bei Lesebühnen und Poetry Slams im gesamten deutschsprachigen Raum am Mikrofon – ein Ende ist nicht abzusehen. Im November 2010 gründete Wilanek mit drei Mitstreitern Hannovers Bühne für Liedermacher und Poeten „Loge 13 – rock’n’read“ und ging neben seinem literarischen Schaffen auch unter die Veranstalter. Im Frühling 2012 ließ er schließlich seinen Bürostuhl leer zurück, um sich vollständig als Geschichten-Erzähler, Live-Poet und Lesebühnen-Aktivist der Literatur zu widmen. Dabei kocht Wilanek sein Erzähl-Süppchen mit reichlich Humor, gleichen Teilen Romantik und Ironie und nicht zuletzt immer wieder gerne mit einem schmackhaften Schuss Sozialkritik. Nachzulesen beispielsweise in seinem Anfang 2012 erschienenen Debüt-Roman „Alles in Ordnung“, denn auch hier geht es um nichts weniger als die ganz großen literarischen Themen: Liebe, Freundschaft, Verrat – und ganz viel Bier…

weiterlesen:
„Poetry Slam ist eindeutig der Fast-Food-Bereich“
Interview mit Gerrit Wilanek

Nils Schumacher
Collagen und Tagebuch-Arbeiten mit doppeltem Deutungsboden

Nils Schumacher ist nicht nur Musiker, Lyriker und seit knapp vier Jahren erfolgreicher Betreiber der Lindener Galeria Lunar, sondern er lebt seine kreative Besessenheit auch in Form von Collagen aus, die er in seinem Atelier im Hinterhof der Galerie anfertigt. Dabei lassen sich zwei Werkgruppen unterscheiden: Zum einen gibt es dokumentarische Tagebuch-Collagen, die den Einfluss der Cut-Up-Technik aufweisen, eher eilig gefertigt sind und teilweise grob daherkommen. Hierbei stellt Schumacher den Charakter des Tagebuchs heraus, indem er bewusst Buchränder erkennen lässt und so die Betrachter in seine Aufzeichnungen einbezieht. Seine aktuellen Arbeiten folgen hingegen eher einem grafischen Prinzip und lassen eine deutlich genauere Arbeitsweise erkennen. Durch die Verschiebung von Größenverhältnissen und Perspektiven geht es in ihnen vor allem um eine formale ästhetische Ausgewogenheit zwischen Fläche und Detail. Auch in ihnen gibt es hin und wieder einmontierte Texte, sie stammen aus modernen Klassikern wie Flaubert oder Proust oder sind von Schumacher selbst verfasst. Hierbei setzt der Künstler eine weit geöffnete Text/Bild-Schere an, die an Dadaismus oder den frühen Surrealismus erinnert.

weiterlesen:
„In erster Linie ist es wichtig mit geöffneten Schleusen durch die Welt zu gehen…“
Nils Schumacher im Gespräch

Nils Schumacher und die Galerie Lunar im Netz:
www.galerie-lunar.de

    Feiern bis die Leine bebt!

  • langeleine.de präsentiert
    DER KULTURKIOSK
  • Freitag, 14. September 2012
  • Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
  • Faust-Warenannahme
  • Zur Bettfedernfabrik 3
  • 30451 Hannover
  • Eintritt: 8 Euro, VVK: 6 Euro

Download Flyer:

Der Kulturkiosk, 14.09.12 (PDF, 800 Kb)

(Fotos: Pressefotos)

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Kategorien: Kunst, Literatur, Lokalitäten, Musik

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