Henning Chadde
12. Dezember 2012

„Erwartungen sind etwas, das man an die Kochkünste von Omas haben kann“

Der niedersächsisch-bremische U20-Poetry Slam-Meister Stoffl gastiert am Freitag, dem 21. Dezember, beim Kulturkiosk von langeleine.de. Ein Interview

Steht gerne auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Stoffl beim U20-Schüler-Poetry Slam in der Faust

langeleine.de: Stoffl, mal ein offener Einstieg zu Beginn: Literatur rockt, weil…

Stoffl: …Literatur keine Grenzen kennt. Deswegen war, ist und wird sie immer schön und gut sein!

ll: Du bist als Slam Poet aus der hannoverschen U20-Szene rund um den Schüler Poetry-Slam SPAM hervorgegangen und im August niedersächsisch-bremischer-Meister geworden. Wie schätzt Du Deine Schreiber-Generation ein?

Stoffl: Ich schätze und liebe sowohl meine U20- als auch Ü20-Kollegen sehr. Es war für mich natürlich ein Riesen-Ereignis, diesen Titel zu gewinnen, allerdings hätte ich es jedem und jeder anderen Teilnehmerin genauso gegönnt, wenn nicht sogar noch mehr.

ll: Der Gewinn der Meisterschaften hat für Dich was bedeutet?

Stoffl: Dass das, was ich mache, Anklang findet, und dass ich vielleicht doch zumindest ein kleines Talent habe… Aber Spaß beiseite, der Titel bedeutet mir sehr viel. Nicht aus Konkurrenzgründen, sondern einfach weil er mir zeigt, dass es Menschen gibt, die dass, was ich mache, schön finden. Das ist genau das, was ich erzielen möchte – ohne einfach nur etwas so zu schreiben, dass es gefällt.

„Ich schreibe einfach, was mir in den Sinn kommt“: Patrick Büttner aka Stoffl

ll: Was inspiriert Dich zu Deinen Texten?

Stoffl: Eine greifbare Motivation oder Muse gibt es bei mir nicht, ich schreibe einfach, was mir in den Sinn kommt. Und solange ich es mag, hat es, zumindest für mich, eine Daseinsberechtigung.

ll: Wo siehst Du Dich in zehn Jahren mit Deiner Literatur?

Stoffl: Das ist eine gute Frage. Also für das Jahr 2013 und auch für 2014 würde ich gerne so wie gehabt weitermachen – mit dem Unterschied, dass ich ab sofort bei den „Großen“ mitspiele. Was danach kommt, wird sich zeigen, aber ich bin guter Dinge.

ll: Was darf das Kulturkiosk-Publikum von Dir erwarten?

Stoffl: Bloß nichts! Erwartungen sind etwas, das man an die Kochkünste von Omas haben kann, weil die erwartungsgemäß immer gut kochen, aber bei allem anderen muss man sich wohl oder übel überraschen lassen. Aber eines sei gesagt: Ich freue mich riesig auf den Abend!

ll: Stoffl, herzlichen Dank für das Gespräch!

Nicht verpassen:

Am Freitag, dem 21. Dezember, beehrt Patrick Büttner aka Stoffl den Kulturkiosk von langeleine.de mit rasanten Kurzgeschichten und Poetry Slam-Texten.

(Fotos: Pressefotos)

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Kategorien: Literatur, Menschen

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