Jörg Smotlacha & Henning Chadde
7. Juni 2013

Ordentlich Literatur tanken!

Junge Literaturen auf dem Prüfstand: Am 13. Juni startet langeleine.de in Kooperation mit der Buchhandlung Decius im Brauhaus Club die neue Read and Talk-Lesereihe „Die Literaturtankstelle“

Die drei von der Literaturtankstelle: Frank Klötgen, Micha Ebeling und Klaus Urban

Bestseller, Senkrechtstarter und Preisträger. Belletristik, Pop-Literatur, Live- und Slam Poetry. Literarische Comedy bis hin zum gestandenen Roman, zur Lyrik, zum Herausgeber, Verleger und zur Sachbuchbetrachtung. Bei der neuen Lese-Talk-Reihe „Die Literaturtankstelle“ gibt sich die junge, deutschsprachige Literatur mit all ihren Facetten ein rasantes Stelldichein und entführt das Publikum mitten in das Herz, die Bewegungen, Trends und die Protagonisten des gegenwärtigen Literaturbetriebs. Unterhaltsam, vielsagend vielfältig und stets zugeneigt auf den Punkt kritisch. Denn es wird nachgefragt werden. Live und in Farbe, versteht sich.

Die zwei am Moderations- und Talk-Zapfhahn: Jörg Smotlacha und Henning Chadde

Nachdem langeleine.de, das Online-Journal Eures Vertrauens, und die Buchhandlung Decius mit der Poetry Slam-Reihe „Buch oder Bier?“ seit mehreren Jahren äußerst erfolgreich in Hannover und der Region unterwegs sind, begrüßen die Kulturveranstalter, Moderatoren und langeleine-Buddies Jörg Smotlacha und Henning Chadde zum Startschuss der neuen gemeinsamen Talk- und Lesereihe aus Berlin den Live-Lyriker, Bühnen-Autoren und Buchgebäude-Bauer Frank Klötgen und den Lesebühnen-Autoren, Geschichtenerzähler und Slam Poeten Micha Ebeling. Last but not least rundet mit dem Wort-Kabarettisten und Gewinner des letzten Macht Worte!-Poetry Slams in der Staatsoper Hannover der Grand Seigneur der deutschsprachigen Poetry Slam-Szene die Literaturtankstellen-Premiere ab: Klaus Urban. Aus Stadthagen, das sei hier noch angemerkt. Das findet Ihr außergewöhnlich? So soll es sein – außergewöhnlich literarisch. Also bitte ordentlich volltanken. Poetisch, versteht sich.

Die Tankstellengäste:

Frank Klötgen
Beeindruckende Live-Lyrik meets schwindelerregende Wortgebäude, ausgezeichnet

Live-Lyrik mit Tiefgang, schwindelerregender Wort-Akrobatik, durchschlagender Aussagekraft und Meinung. Slam Poetry mit Nachgang, politisch, dabei humorvoll und doch zubeißend, stets den Finger in die Wunden der Gegenwart legend. Mit einem Augenzwinkern, ja, aber mit unverrückbarer Haltung und Überzeugung. Und unschlagbarem Charme. Herzlich willkommen im literarischen Universum von Frank Klötgen:

Geboren 1968 in Essen. Slam-Poet und Netz-Literat. Seit 25 Jahren und 15 CDs Sänger und Texter bei Marilyn’s Army. 1998 für die Hyperfiction „Aaleskorte der Ölig“ von der ZEIT mit dem „Pegasus“-Preis ausgezeichnet. Studierte Kommunikationswissenschaften. Skateboard-Vizemeister im Freestyle (1982) und von 84-86 Frontboy der Punkband Saccharine Smile. Seit 1997 Sänger beim Tanzorchester Baron Von Kurz, außerdem beim DJ-Team Diamant. 1999 Umzug nach Hamburg, 2002 nach Berlin. 10 Jahre New Media Manager bei Universal Music und Webmaster von Marilyn Manson bis Tokio Hotel. Gekündigt, um sich den Gedichten zu widmen. 2005 feierte sein Online-Musical „Endlose Liebe/Endless Love“ Premiere. Veranstalter der Show „Grend Slam“ und Mitglied der Lesebühne „Spree vom Weizen“ sowie der Slam-Teams Agrar Berlin (2. Platz Slam-National 2005) und k.u.k. (2008 vierter, 2009 dritter Platz beim National und Sieger Polit-Slam der Süddeutschen Zeitung, 2009). Gewinner ARTE-Webslam & Deutscher Box-Slam-Meister 2011. Seit 2007 schreibt er den Stadtkind-Blog auf tagesspiegel.de. Stipendien der Cafe Royal-Kulturstiftung Hamburg (2008) und als Writer in Residence von Innsbruck (2011). Veröffentlichungen: „Spätwinterhitze“ (CD-ROM, 2004), „Will Kacheln“ (Kurzprosa, 2007), „Der Fall Schelling“ (Roman, 2010), „Mehr Kacheln!“ (Gedichte, 2011). Außerdem in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften vertreten. Klötgen ist Permanent auf Lese-Reise und lebt in Berlin.

Frank Klötgen im Netz:
www.hinrpoma.de


Micha Ebeling
Kurzgeschichten- und Short Story-Betrachtungen, satirisch, lesebühnenerprobt und hauptstädtisch

Micha Ebeling erlebte seine Reinkarnation als Halb-Esoteriker Mitte der 60er-Jahre in Ostfalen. Er arbeitete als Schmiedegehilfe, in der Diakonie, als Technischer Leiter einer Behindertenwerkstatt und an seinem Umzug nach Berlin. Dort fand er Zuflucht in einem Wohnheim für Studenten der Theologie, denen er nicht wenig für seine spätere Laufbahn als Geschichtenerzähler verdankt. Er war Kellner, Taxifahrer und Stammgast des „Zosch“, wo er 1996 die Lesebühne „Liebe Statt Drogen“, kurz: LSD, kennenlernte, deren Mitglied er seitdem ist. An der Seite von Volker Strübing gewann Ebeling zweimal bei den deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften den Meistertitel im Teamwettbewerb. Ein Umstand, der ihn zwar bis zum heutigen Tage hoch erfreut, aber gemeinhin nicht weiter kümmert, gehört sein Herz im Geiste eines frühen Max Goldts und ebenso frühen Wiglaf Drostes doch mit voller Hingabe dem Geschichten-Erzählen. Ausgestattet mit feiner, analytischer Beobachtungsgabe und einem beeindruckend selbst- und alltagskritischen, satirischen Nachhall. Dabei erweist sich Ebeling als ein echter Virtuose des Wortes, der Metaphern aufblühen und Alliterationen in Aktion treten lässt, der als abgebrühter ehemaliger Berliner „taxi driver“ über scheiternde Figuren philosophiert, als Frauen-Versteher nicht nur Beamtinnen am Telefon die Beichte abnimmt und sein Publikum als grotesker Märchenerzähler mit poetischer Ironie verzaubert. Seine Texte können alles sein: zum Brüllen komisch oder voll Verzweiflung, provozierend zynisch oder hoffnungslos idealistisch – im besten Fall aber alles zugleich. Nachzulesen unter anderem in seinem aktuellen Werk „Restekuscheln“, erschienen im Verlag Voland & Quist.

Micha Ebeling im Netz:
www.michaebeling.de

Klaus Urban
Reim-, Anagramm- und Kurz-Roman-Konstrukte, slampoetisch und meisterlich

Professor der Pädagogik a.D., Wort- und Schrift-Liebhaber, Musiker, Rezitator, Kabarettist, Autor und Slam Poet – Klaus Urban, geboren 1944, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Wort-Phänomen. Seit den 70er-Jahren bundesweit im Auftrag des Wortes, der Lyrik und Musik auf Theater- und Kleinkunst-Bühnen unterwegs, fand Urban 2008 zum Poetry Slam. Seitdem gehört er zu den erfolgreichsten und vielseitigsten Slam-Poeten im deutschsprachigen Raum und gilt als Garnd Seigneur der deutschen Poetry Slam-Szene. Einen Ruf, den er sich mit unermüdlicher Lust an Live-Auftritten und einer immer wieder beeindruckend überraschenden live-literarischen Neugier zu Recht erarbeitet hat. So hat er doch allein im Jahr 2012 von 55 Slam-Auftritten ganze 25 Mal gewonnen und zog im selben Jahr folgerichtig in das Finale der Deutschen Poetry Slam-Meisterschaften ein, wo er einen grandiosen siebten Platz belegte. Hinzu gesellen sich ein Jahr zuvor der Gewinn des ARTE-Webslams und aktuell 2013 der erste Platz beim Macht Worte!-Poetry Slam in der Niedersächsischen Staatsoper Hannover (April). Vor ausverkauften Rängen und vom Publikum im Finale mit Standing Ovations gekürt. Ein Ende ist nicht abzusehen und Klaus Urban definitiv ganz nah beim Wort, mittendrin.

Klaus Urban im Netz:
www.klausurban.com

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchandlung Decius.

    Junge Literaturen auf dem Prüfstand!

  • langeleine.de und Buchhandlung Decius präsentieren
    DIE LITERATURTANKSTELLE
  • Donnerstag, 13. Juni 2013
  • Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr
  • Brauhaus Club
  • Schmiedestraße 13
  • 30159 Hannover
  • Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 6 Euro
  • VVK bei der Buchhandlung Decius und im Brauhaus Ernst August

Download Flyer:

Literaturtankstelle, 13. Juni 2013 (PDF, 635 Kb)

(Fotos: Pressefotos)

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Kategorien: Literatur

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