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Folgt der nächste Dreier?

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach

Definitiv eine Bank für Hannover 96: die heimische HDI-Arena. Leider muss das Team von Mirko Slomka morgen auswärts antreten

Hannover 96 hat einen Rumpelstart in die neue Bundesliga-Saison hinter sich. Gegen neun Wolfsburger hat das Team von Mirko Slomka nun wirklich kein Feuerwerk abgefackelt. Trotz Unterzahl hatten die Wölfe gute Chancen, einen Punkt aus Hannover mitzunehmen. Doch die drei Punkte blieben dank des 2:0-Endergebnisses daheim, und am Ende fragte niemand mehr, wie sie zustande gekommen waren. Am morgigen Abend ist die Mannschaft nun im Borussia-Park am Niederrhein zu Gast. Der Gegner heißt Borussia Mönchengladbach und steht nach der Auftaktpleite beim amtierenden Meister FC Bayern München schon zu Beginn der Saison unter Druck. Eine weitere Niederlage, dazu auch noch gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die internationalen Startplätze, käme einem Fehlstart gleich, und diesen gilt es für Trainer Lucien Favre zu verhindern. Und ganz sicher hat der Taktik-Fuchs besonderen Respekt vor dem schnellen Umschaltspiel und der Konterstärke der Hannoveraner.

Ausgangslage und Statistik

Auf der heutigen Pressekonferenz sagte Manager Dirk Dufner, man sei „erleichtert“, dass man zu Hause mit einem Sieg starten konnt. Dementsprechend freue man sich nun auf einen guten Gegner, gegen den man „enorm positiv und selbstbewusst“ in die Partie gehen wolle, um die Statistik der letzten Jahre aufzubessern. Denn diese spricht nicht wirklich für die Mannen von Trainer Mirko Slomka. Die Fohlen-Elf aus Mönchengladbach konnte vier der letzten fünf Bundesliga-Duelle gegen Hannover für sich entscheiden. Hinzu kommt, dass die Borussia aus den letzten fünf Heimspielen gegen 96 ebenfalls vier Mal als Sieger vom Platz ging. Darunter war auch das wohl kurioseste Spiel der jüngeren Bundesliga-Geschichte, in dem es den Hannoveranern gelang, sich die Kugel gleich drei Mal selbst ins Netz zu schießen. Mirko Slomka lobte das Gladbacher Team auf der Pressekonferenz. Die Mannschaft sei sehr flexibel und verfüge über eine Reihe von Klassespielern wie Juan Arango, Patrick Herrman oder die Neuzugänge Raffael und Max Kruse. Seine Mannschaft sei auf jeden Fall gewarnt, da es der Borussia trotz der Niederlage bei den Bayern gelang, elf Mal auf das Münchener Tor zu schießen. Wahrlich keine Selbstverständlichkeit, wenn man gegen den wohl aktuell stärksten Kader Europas spielt. Dennoch sei 96 gut in die Saison reingekommen, sagte Slomka. Und eine kleine Statistik sei noch ganz am Rande erwähnt: Die letzten sechs Topspiele, sprich Samstagabend-Spiele, konnte Borussia Mönchengladbach nicht gewinnen. Das könnte Hoffnungen bei den zuletzt auswärts schwächelnden 96ern wecken, zumal der Coach forderte: „Wir müssen unsere Auswärtsspiele so angehen wie zu Hause.“

Hexenwerk und Hashtags

Zum morgigen Spiel hat sich derweil eine kleine Interessengemeinschaft im sozialen Netzwerk Twitter gebildet. Unter dem Hashtag „#pocognolimussspielen“ haben sich eine Reihe von 96-Fans zusammengefunden, um ihren bevorzugten Linksverteidiger in die Start-Formation zu hieven. Wie es der Zufall so will: Christian Pander, der gegen Wolfsburg noch in der Anfangself stand, fällt morgen Abend aufgrund einer Blessur im Bänderapparat aus. Reine Vorsichtsmaßnahme, so heißt es. Das wird den Twitter-Followern mit Sicherheit gefallen. Die Chancen auf einen Startelf-Einsatz von Sebastien Pocognoli sind damit zumindest gestiegen. Auf die Aktion der Fans angesprochen, fand Manager Dufner die passenden, diplomatischen Worte: „Es ist schön, wenn unsere Fans unsere Spieler mögen“, auch wenn Twitter und Co. „Hexenwerk“ für ihn seien. Mirko Slomka hingegen ließ sich nicht in die Karten schauen. Pocognoli sei zwar ein „toller Profi“ und ein „großartiger Fußballer“, doch ob er spielen wird, beantwortete der Trainer nicht. Angeblich gab es am vorletzten Spieltag der letzten Saison in der Kabine Zank zwischen den beiden. Doch davon wollte der Coach nichts wissen, er wies alle Vorwürfe zurück, indem er den Belgier vor versammelter Journaille in den höchsten Tönen lobte. Ob morgen Abend Pocognoli oder aber doch Christian Schulz in der Startelf stehen wird, bleibt jedenfalls abzuwarten. Ebenso die Frage, ob der neue Inneverteidiger Marcelo zum Einsatz kommt. Mirko Slomka sagte verschmitzt: „We will see!“. Das kann man so stehen lassen. Immerhin eine Statistik noch zum „Topspiel der Woche“: Nur eines der insgesamt 46 Bundesliga-Duelle der beiden Kontrahenten endete torlos. So soll es dann auch bitte bleiben.

Samstag, 17. August 2013, 18:30 Uhr:
Borussia Mönchengladbach – Hannover 96

(Foto: Marcel Seniw)

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