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Heimmacht!

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05

Freundlich grüßt die HDI-Arena seine Gegner, für die in Hannover meist nicht viel zu holen ist

In der letzten Woche ging ich in meiner Berichterstattung zum Spiel der Roten gegen Schalke 04 nicht gerade zimperlich mit der Mannschaft um. Da war die Rede von „viel Luft nach oben“ und einem Chancen „verdioufendem“ Stürmer. Doch wie das nun einmal so ist im Fußball, strafte mich das Team von unser aller Lieblingstrainer Mirko Slomka Lügen. Obwohl Top-Stürmer Mame Diouf mal wieder einige gefühlt 1000-prozentige Chancen versemmelte, traf er kurze Zeit später per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:0. Und das Spiel von 96 sah insgesamt betrachtet schon um Längen besser aus, als es das noch in Mönchengladbach tat. Heimmacht Hannover halt. Doch bevor ich nun in Lobhudelei verfalle, warten wir doch lieber erst einmal den kommenden Spieltag ab, denn mit dem 1. FSV Mainz 05 erwartet Hannover 96 einen Gegner, der richtig gut aus den Startlöchern gekommen ist und bislang eine makellose Bilnaz von drei Siegen aus drei Spielen vorzuweisen hat.

Der doppelte Müller

Zugegeben, Heinz und Nikolai Müller sind weder Geschwister, noch haben sie sich mal eine Eizelle geteilt. Aber da es nun einmal zwei Müllers beim FSV gibt und beide derzeit richtig gut drauf sind, muss man sie einfach hervorheben, auch wenn der Vergleich vielleicht etwas hinkt. Während Heinz Müller bislang mit Glanzparade um Glanzparade versucht hat, seinen Kasten so gut es geht sauber zu halten, lässt es Nikolai Müller derweil so richtig schön klingeln in des Gegners Bude. Vier Treffer aus den ersten drei Partien stehen bislang zu Buche für den Mainzer – eine Top-Quote. Wenn Hannover 96 den dritten Dreier im dritten Heimspiel klarmachen will, dann muss das Team diese beiden Spieler besonders auf dem Zettel haben.

Dirk Dufner, Alex Jacob und Mirko Slomka fanden lobende Worte für den Gegner: Impressionen von der Abschluss-Pressekonferenz

Auf der heutigen Pressekonferenz lobte Manager Dirk Dufner die Mainzer als das Team, welches bislang „am positivsten überrascht hat“, um aber im selben Atemzug herauszustellen, dass 96 zu Hause eine „echte Macht“ sei. Man wolle jedes Spiel zu Hause gewinnen, egal gegen welchen Gegner es ginge und es sei schön, „dass wir am Wochenende einen ausgesprochen starken Gegner haben, da können wir unsere Heimstärke nochmal eindrucksvoll unter Beweis stellen“, so der Manager.

Lazarett und Übeltäter

Wenn die besagte Heimstärke morgen auf dem Platz bewiesen werden soll, fehlen den 96ern verletzungsbedingt Steven Cherundolo und Christian Pander. Während Kapitän Cherundolo nach seiner Knie-OP seit gestern wieder mit der Mannschaft trainiert, weiß man bei Pander noch nicht genau, wie lange der Linksverteidiger ausfällt. Am heutigen Morgen wurde der unter der Woche 30 Jahre alt gewordene Verteidiger an der Leiste operiert. Ein weiteres Fragezeichen steht laut Mirko Slomka noch hinter einem Einsatz von Mame Diouf. Der Senegalese konnte gestern aufgrund einer Überlastung im Oberschenkel nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Ob er rechtzeitig fit wird für das Spiel gegen Mainz, bleibt abzuwarten. Und noch einer wird den Roten morgen definitiv fehlen. Flügelflitzer Szabolcs Huszti hat nach seiner roten Karte vom vergangenen Samstag eine Sperre über drei Spiele aufgebrummt bekommen. 96 hat Einspruch gegen das Urteil erhoben. Am Montag kommt es zur Verhandlung.

Wegen Triathlon: mit der Üstra zum Spiel

Abschließend wurde auf der Pressekonferenz noch von Pressesprecher Alex Jacob dazu geraten, dass alle Besucher des Spiels etwas mehr Zeit für die Anreise einplanen sollten. Da aufgrund des stattfindenden Triathlons die Straßen um das Stadion gesperrt sind, wird dazu geraten, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Wer sein Ticket schon im Vorfeld erworben hat, der kann dieses als Fahrkarte für Bus und Bahn nutzen. Wenn dann alle Fans pünktlich zum Anpfiff im Stadion sind, steht dem dritten Heimsieg in Folge, und damit der Einstellung eines 40 Jahre alten Rekordes, eigentlich nichts mehr im Wege. Außer vielleicht noch die beiden Teufelskerle der Mainzer, die auf den Namen Müller hören.

Samstag, 31. August 2013, 15.30 Uhr:
Hannover 96 – 1. FSV Mainz 05

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