Jörg Smotlacha
19. Oktober 2013

Die Hoffnung lebt

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Heute: das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund

Schweres Spiel: Hannover 96, auswärts noch sieglos, muss beim deutschen Vizemeister in Dortmund antreten

Die Länderspiel-Pause ist vorbei, und der neunte Spieltag der Fußball-Bundesliga-Saison 2013/14 steht an. Zeit, ein erstes Fazit über den bisherigen Saison-Verlauf zu ziehen. Und ohne das Ergebnis des heutigen Spieles vorausahnen zu können – Hannover 96 ist derzeit leider nicht mehr als gehobenes Mittelmaß. Wurden die ersten vier Heimspiele der Saison noch mehr oder weniger souverän gewonnen, und gab es auch auswärts, zumindest in München, zunächst gute Ansätze, bedeuteten das 0:2 in Leverkusen und vor allem das kümmerliche 1:1 gegen Hertha BSC Berlin doch erste Rückschläge für das Team von Mirko Slomka.

Der Trend spricht eine eindeutige Sprache

Wenn nun heute das schwere Auswärtsspiel beim deutschen Vizemeister Borrusia Dortmund ansteht, ist Schlimmstes zu befürchten. 1:4, 1:4, 1:3, 1:5, 1:3 lauteten die Ergebnisse der letzten fünf Spiele im Signal-Iduna-Park. Und auch wenn die Dortmunder Borussia zuletzt selber nicht ganz unverwundbar erschien: Die Überlegenheit der Truppe um Roman Weidenfeller, Marco Reus, Robert Lewandowski und co. scheint zu groß, so dass alles andere als eine weitere Auswärtsniederlage von Hannover 96 heute einer Riesen-Überraschung gleichkäme.

Dortmund hat einiges gutzumachen

Zwar plagen Jürgen Klopps Mannschaft Verletzungssorgen, denn neben Sebastian Kehl ist auch Ilkay Gündogan nicht einsatzfähig und obendrein fällt auch Mats Hummels nach seiner roten Karte im Spiel bei Borussia Mönchengladbach aus, doch scheint die verbliebene Mannschaft immer noch auf jeder Position so stark besetzt, dass Hannover 96 Angst und Bange werden muss. Wenn Borussia Dortmund einmal in Spiellaune gerät, ist der Angriffswirbel der Mannschaft, die mit Marco Reus, Robert Lewandowski, Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang schlichtweg über einen Weltklasse-Sturm verfügt, kaum zu bremsen. Und dass der BVB noch einmal so ein Spiel hinlegt wie vor zwei Wochen in Mönchengladbach, als die Dortmunder trotz 27 Torschüssen am Ende leer ausgingen, ist wohl kaum zu erwarten.

Hannovers Hoffnungen liegen in der Offensive

Und dennoch wird sich Hannover 96 heute nicht verstecken. Was bleibt den Roten auch anderes übrig? „Wir müssen die Anfälligkeiten der Dortmunder aufdecken“, sagte Trainer Mirko Slomka auf der gestrigen Pressekonferenz. Dabei fühlte sich der 46-Jährige bemüßigt, die Einwechslung des bereits zuvor verletzten Stürmerstars Mame Diouf in Leverkusen, wo der Angreifer bereits nach wenigen Minuten wieder ausgewechselt werden musste, als sinnvoll und mit der medizinischen Abteilung abgestimmt zu rechtfertigen. Denn eines ist klar: Auf den Einsatz des zuletzt mit einem Muskelfaserriss ausgefallenen Diouf ruhen auch an diesem Wochenende die Hoffnungen der Roten, die in Dortmund wohl nur punkten können, wenn sie ihr eigenes Offensiv-Potential ausspielen können. Immerhin deutete Slomka auf der Pressekonferenz taktische Varianten mit Salif Sané im defensiven Mittelfeld und Szabolcs Huszti in der Rolle des Spielmachers an.

Samstag, 19. Oktober 2013, 15.30 Uhr:
Borussia Dortmund – Hannover 96

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Kategorien: Sports

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