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Wiedersehen macht Freude

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart

Trifft in Stuttgart nur im Dress von Hannover 96: Moa Abdellaoue ist in seiner neuen schwäbischen Heimat noch nicht angekommen

Jawoll! Hannover 96 kann es also doch noch! Nach sieben Spielen ohne Sieg haben es die Roten endlich wieder einmal geschafft, drei Punkte aus einer Bundesliga-Partie mitzunehmen. Der Sieg über Frankfurt sollte Aufschwung geben und für Selbstvertrauen in den letzten Partien der Hinrunde sorgen. Drei von den zuletzt geforderten sechs Punkten vor der Winterpause wurden schon eingefahren und wenn am Ende sieben oder mehr Punkte rausspringen sollten, würde sich in Hannover wohl niemand beklagen.

So schnell geht es nur im Fußball

Die Schnelllebigkeit des Fußballs ist einfach der Wahnsinn. Letzte Woche hat Hannover noch mit weit aufgerissenen Augen dem Tabellenkeller ins Antlitz geblickt – diese Woche steht 96 schon auf Platz neun und hat wieder Tuchfühlung zum oberen Drittel der Tabelle aufgenommen. Mit einem kleinen Lauf zum Jahresende könnte sich Hannover gar eine gute Ausgangslage schaffen, um im neuen Jahr doch noch einmal voll in den Kampf um Europa einzusteigen. Im Fußball liegen Freud und Leid enger beieinander als in jeder Seifenoper im TV. Doch ob man das Spiel gegen einen angeschlagenen Gegner wie Frankfurt wirklich als Gradmesser heranziehen kann? Aufschlüsse darüber wird das morgige Spiel beim VFB Stuttgart liefern. Sollte 96 dort endlich die ersten Auswärts-Punkte gelingen, dann kann man wirklich von einem Aufschwung sprechen und wohlmöglich sogar auf den siebten Rang vorrücken.

Klassentreffen in Stuttgart

Der Gegneraus Stuttgart blieb in dieser Saison bislang hinter seinen Erwartungen zurück, doch das macht ihn nicht ungefährlicher. Derzeit rangiert das Team von Trainer Thomas Schneider auf Rang zwölf, gerade einmal einen Punkt hinter den Roten. Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel steht also an, das eine ganz eigene Brisanz entwickeln könnte. Die Stuttgarter konnten aus den letzten zehn Heimspielen nur einmal als Sieger vom Platz gehen und Hannover gilt als Punktelieferant bei Auswärtsspielen. Für den VfB heißt es also nicht nur Punkte holen, sondern auch Gesicht wahren gegen die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga. Für Hannovers negative Auswärtsbilanz hingegen könnte es kaum einen besseren Gegner geben, um diese aufzupolieren. Und noch eine kleine Nebensächlichkeit schmückt das bevorstehende Spiel. Die Begegnung mutet nämlich wie ein kleines Klassentreffen an. Immerhin hat Stuttgart im letzten Sommer kräftig gewildert bei Hannover 96. Mit Karim Haggui, Moa Abdellaoue und Konstantin Rausch haben gleich drei Akteure ihr Trikot vor der Saison gewechselt und freuen sich auf das Wiedersehen mit den alten Weggefährten. Doch nicht nur diese drei haben eine hannoversche Vergangenheit vorzuweisen. Auch Manager Fredi Bobic und Trainer Thomas Schneider sind schon für Hannover 96 aufgelaufen.

Wie üblich: die Prognose

Meine Prognosen waren zuletzt ja soweit an der Realität vorbei wie sonst nur Nina Hagen. Doch das kann mich nicht aufhalten. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in der Mercedes Benz Arena endete 4:2 für Hannover. Doppeltorschütze damals war Moa Abdellaoue. Dass es heute wieder ein ähnlich torreiches Ergebnis geben wird, wage ich zu bezweifeln, da Heim- auf Auswärtsschwäche trifft. Ich gehe von einer knappen Partie aus, welche hoffentlich mit drei Punkten für 96 endet. Das Wiedersehen mit den alten Kumpanen hätte dann sicherlich Freude gemacht. Hannover hätte zudem sein Etappenziel von 20 Punkten aus der Hinrunde erreicht und könnte befreit in die letzten Partien des Jahres gehen. Wer weiß, was dann noch alles möglich ist…

Samstag, 7. Dezember, 15.30 Uhr:
VfB Stuttgart – Hannover 96

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