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Eine Handvoll Kultur, Nummer 23!

Hannovers bunteste Kultur-Soirée begrüßt das neue Jahr: Bei seiner 23. Ausgabe spielt der Kulturkiosk von langeleine.de am 23. Januar 2014 zum dritten Mal im Brauhaus Club

Stimmgewaltig: Natascha Bell

Akustische Singer/Songwriter-Perlen mit Ausdruckskraft und Charisma, gepaart mit doppelbödigen literarischen Betrachtungswelten im Bermuda-Dreieck von Slam Poetry, Performance-Literatur und wahnwitzigen Kurzgeschichten – und das alles in der nun schon bewährten neuen Kiosk-Heimat, getreu dem Motto „Never change a running team, but sometimes the place“. So begrüßt der Kulturkiosk von langeleine.de das kulturelle Leben der Innenstadt und das Jahr 2014.

Wahnwitzige Bühnen-Poesie: Andreas Weber und Andy Strauss

Auf den Bühnenbrettern des Brauhaus Clubs begrüßt das langeleine-Team um die Moderatoren Henning Chadde und Jörg Smotlacha die hannoversche Ausnahme-Singer/Songwriterin Natascha Bell, den Weirdo der deutschsprachigen Poetry Slam-Szene, Andy Strauß, und den Romancier und das gute Kurzgeschichten-Gewissen der mitteldeutschen Bühnen-Poetry, Andreas Weber. Beide übrigens aus Münster. Kurz: Der Kulturkiosk hat einiges zu bieten. Darauf eine bunte Tüte!

Kioskgäste:

Natascha Bell
Akustische Singer/Songwriter-Perlen mit Ausdruckskraft und Charisma

Natascha Bell kann sicherlich als eine der beeindruckendsten und stimmgewaltigsten Singer/Songwriterinnen Hannovers bezeichnet werden. Geboren ist sie in Südengland, jedoch in Deutschland bilingual aufgewachsen. Nach ihren ersten Auftritten in ihrer Heimat Kiel führte die Musik sie nach Hamburg und dann endgültig nach Hannover, wo sie nun seit 2010 Musik studiert.

Nicht erst seit ihrer erfolgreichen Teilnahme bei “The Voice of Germany” stehen Nataschas rote Dreads für einen außerordentlich hohen Wiedererkennungswert und sind – neben ihrer ausdrucksstarken Stimme – ihr Markenzeichen geworden. Mit ihrer neuen, beim „Popkurs Hamburg“ gegründeten Band schickt sie sich zur Zeit an, mit ihrer aktuellen CD „Unique“ im Gepäck die Bühnen Deutschlands zu erobern, tritt aber ebenso gerne auch weiterhin solo auf kleineren Bühnen und in Clubs auf. Natascha Bell tut, worauf sie Lust hat, und so glänzt auch ihre im Juni dieses Jahres veröffentlichte EP mit einer beeindruckenden Vielfalt. Das Spektrum reicht von gefühlvollen Balladen wie „99 Years“ und dem Titelsong „Unique“ bis hin zu knackigen Rock-Songs wie „Love To Be Your Friend“ und „No One“, während „Zoo“ im Gegenzug an Country erinnert und durchaus extravagant in die Wertung kommt – durch ein von Mrs. Bell persönlich gespieltes Maultrommel-Solo. Vielfalt ist Trumpf – und Natascha Bell mittendrin.

weiterlesen:
„Es waren unfassbar viele Leute da“ [1] – Interview mit Natascha Bell

Natascha Bell im Netz:
www.facebook.com/nataschabellband [2]

Andy Strauß
Der Weirdo der deutschen Poetry Slam-Szene

Manchmal fragt man sich, wie das eigentlich funktioniert. Andy Strauß ist mit mindestens zwanzig Auftritten pro Monat einer der aktivsten Wort-Bühnenkünstler der Republik, und trotzdem hat er in gerade einmal viereinhalb Jahren sieben Bücher geschrieben. Vermutlich ist es die Leidenschaft, denn was Strauß macht, kommt mindestens von Herzen. Wenn nicht sogar von einem Ort, der noch nicht ergründet ist. Vielleicht liegt es der Einfachheit halber aber auch einfach daran, dass zwei seiner Bücher Bilderbücher sind. Man weiß es nicht…

Andy Strauß erblickte im Jahre 1978 als Edward Snizzle in Wales das Licht der Welt, wo er bis zu seinem zwölften Lebensjahr eine Schule besuchte. Schnell merkte er, dass er mit der walisischen Sprache nicht zurecht kam und so wanderte er in das Geburtsland seiner Tante (Polen) aus, wo er für vier Jahre eine erfolglose Käse-Manufaktur betrieb. 2003 wurde er von der jemenitischen Minderheit im Orte Krasjak des Landes verwiesen und ließ sich in Münster nieder, wo er zunächst den Namen Andreas Egbert Günter Snizzle und dann Andy Strauß annahm. Neben seiner Arbeit in einem Blumenladen (Blumen Strauß) ist er Autor, Schauspieler und impressionistischer Geigerzähler. Von Strauß bisher erschienen: “Establishmensch” (2009), “Albträumer” (2010), “Der kleine Junkie Nimmerplatt”, “Uhrmacher” (beide 2011), “Kuck dir die Tiere an, wie glücklich die immer sind”, „Home is where mein Fisch ist“ (beide 2012) und „Sie grunzen freudig, einige springen sogar hoch“ (2013). Ein Ende ist nicht abzusehen.

weiterlesen:
„Immer das, was man gerade macht, mit vollem Herzen, sonst kommt so ein wirrscher Halbling dabei rum…“ [3] – Interview mit Andy Strauß

Andy Strauß im Netz:
www.establishmensch.de [4]


Andreas Weber
Hintergründige Kurzgeschichten und vordergründige Selbstbetrachtungen voller Ironie

Andreas Weber wurde Anfang der Siebziger Jahre in Münster geboren. In der Provinzmetropole ging er zur Schule und zum Zivildienst und dort studierte er auch. Für kurze Zeit lockten den Autor die Verheißungen der Großstadt, aber nach einem Jahr kehrte er wieder zu seinem Acker zurück. Andreas Weber ist Mitglied der Lesebühne [Die2]drei, wofür er monatlich Satirisches und Selbstironisches abliefert. 2008 erschien sein literarisches Debüt „Rotes Sofa“, 2012 folgte sein erster Roman „Radau“, 2013 schließlich „Herr Weber auf Safari“. Dazwischen liegt das kuriose Mini-Buch „Action Andy in Amerika (Teil 1: Russland)“. Seit 2006 ist Weber Herausgeber des Off-Literatur-Magazins „Zettelwirtschaft“. Weber ist als Kulturschaffender, Veranstalter und Autor tätig und zeichnet verantwortlich für die Wortbühne „TatWort“ im Kulturzentrum cuba in Münster, den Poetry Slam im Alten Schlachthof Soest und die Spoken Word-Reihe und den Poetry Slam „Dichtersindandereauchnicht“ in der Lagerhalle Osnabrück. Momentan lebt, schreibt und arbeitet Andreas Weber in Münster. Wo sonst?

weiterlesen:
„Die Menschen sind hier ein wenig komisch“ [3] – Andreas Weber im Gespräch

Andreas Weber im Netz:
www.ruhmundelend.de [5]

Download Flyer:

Der Kulturkiosk, 23.01.14 [6] (PDF)

(Fotos: Pressefotos)

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