Jörg Smotlacha
16. Januar 2014

„Es waren unfassbar viele Leute da“

Am kommenden Donnerstag gastiert die Singer/Songwriterin Natascha Bell beim Kulturkiosk von langeleine.de. Zeit für ein Interview

Bringt eine Menge Platten mit in den Brauhaus Club: Natascha Bell

langeleine.de: Natascha, wir freuen uns sehr, dass Du beim Kulturkiosk dabei bist. Wann hast Du das erste Mal auf einer Bühne gestanden?

Natascha Bell: Ich stand schon in der Schule öfter mal auf der Bühne. Ich glaube das erste Mal war, als ich circa elf Jahre alt war. Mit 13 habe ich dann meinen Vater bei seinen Auftritten begleitet und habe einen Karaoke-Wettbewerb gewonnen. Mit 17 habe ich das erste Mal ein eigenes Lied auf der Bühne gespielt und zwar beim Wettbewerb „Kiel sucht den Megastar 2007“, wo ich den dritten Platz gemacht habe. Im Jahr darauf habe ich den Wettbewerb gewonnen.

ll: Du bist im Fernsehen vor einem Millionenpublikum aufgetreten, gibst bei der Reggae- und Ska-Band Die Klämpner in einer siebenköpfigen Band die Frontfrau, hast eine eigene Band, mit der Du letztes Jahr Deine erste CD veröffentlicht hast, und stehst doch mindestens ebenso oft ganz alleine nur mit Deiner Gitarre auf der Bühne. Für welche musikalischen Facetten schlägt Dein Herz am meisten?

Bell: Am liebsten stehe ich mit meiner Natascha Bell-Band auf der Bühne. Bei einigen Stücken spiele ich nämlich keine Gitarre mehr und kann mich so vollkommen auf den Gesang konzentrieren. Außerdem wirken meine Lieder ganz anders, wenn die Band mitspielt. Andererseits bin ich unabhängig von der Band und spiele daher auch bei vielen Singer/Songwriter-Slams. Wenn meine Musik dann bei den Leuten gut ankommt, merke ich wieder, dass ich es auch alleine kann. Das freut mich immer sehr und gibt mir Selbstbewusstsein, wenn ich auch längere Gigs alleine spiele.

Beim Kulturkiosk solo mit ihrer Gitarre auf der Bühne: Natascha Bell

ll: Woher nimmst Du Deine Inspiration?

Bell: Ich glaube vieles beeinflusst mich unterbewusst. Ich höre viel verschiedene Musik und habe das Gefühl, dass sich durch mein Studium und die verschiedenen Einflüsse meiner Mitstudenten und Dozenten meine Art Songs zu schreiben weiterentwickelt hat.

ll: Nach all diesen unterschiedlichen Erfahrungen – welches war bisher Dein schönstes Bühnenerlebnis?

Bell: Letztes Jahr hatte ich einen sehr schönen Auftritt mit meiner Band für den Club Prinz Willy am Strand. Wie haben open air bei Sonnenschein gespielt. Vorher waren wir noch im Meer schwimmen. Die Atmosphäre war einfach traumhaft. Ebenfalls sehr schön war unser Auftritt bei der Fête de la musique hier in Hannover. Es waren unfassbar viele Leute da, die sich den ganzen Auftritt angehört haben. Als wir die Zugabe spielten, standen schon alle Schlange, um meine CD zu kaufen. 48 Stück haben wir an dem Tag verkauft. Zum Glück war meine Freundin Barbara von der Band Klangheimlich dabei, um mir beim Verkauf zu helfen.

ll: Was macht Natascha Bell, wenn sie nicht auf der Bühne steht?

Bell: Ich studiere und bin gerade dabei meine Bachelor-Arbeit zu schreiben. Ansonsten treffe ich mich gerne mit Freunden, gehe arbeiten oder organisiere meine nächsten Auftritte.

Natascha Bell nimmt es, wie es kommt, und freut sich über gelungene Auftritte

ll: Wo siehst Du Dich in zehn Jahren mit Deiner Musik?

Bell: In zehn Jahren bin ich 34. Ich kann mir das ehrlich gesagt gar nicht vorstellen. Ich denke, ich werde immer noch hier und da meine Gigs spielen, aber vielleicht habe ich dann auch schon eine kleine Familie, mit der ich glücklich bin. Vielleicht hatte ich dann auch den richtigen Durchbruch und bin danach gefloppt. Wer weiß das schon. Ich lass es mal auf mich zukommen und bin sehr gespannt.

ll: Was dürfen unsere Zuschauerinnen und Zuschauer beim Kulturkiosk am 23. Januar von Dir erwarten?

Bell: Ich werde mit meiner Gitarre meine Lieder spielen. Einige ruhige und einige rockige werden dabei sein, also eine gute Mischung. Anfangs werde ich sicher nervös sein, aber nach dem zweiten Lied bin ich meistens entspannt. Ich freu mich drauf.

Nicht verpassen:

Am Donnerstag, dem 23. Januar, spielt Natascha Bell beim Kulturkiosk von langeleine.de im Brauhaus Club und präsentiert dem Publikum eine kleine Auswahl ihrer besten Songs.

(Fotos: Pressefotos)

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Kategorien: Menschen, Musik

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