Jörg Smotlacha
24. April 2014

Der letzte Schritt

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen den VFB Stuttgart

Noch im Dress des morgigen Gegeners: Ex-96-Stürmer Moa Abdellaoue im Trikot des VFB Stuttgart

Dieser Tage, so ist derzeit des Öfteren zu hören, beschäftigt sich Fußball-Bundesligist Hannover 96 intensiv mit einer Rückkehr des einstigen Stürmers Moa Abdellaoue. Natürlich ist es naheliegend, dass es sich bei diesem Gerücht nur um eines der üblichen Störfeuer vor dem nächsten Spiel handelt oder eben um ein von der Presse hochgekochtes Thema, trifft doch 96 morgen in der HDI-Arena ausgerechnet auf Abdellaoues derzeitigen Arbeitgeber, den VFB Stuttgart. Andererseits aber spricht die Abdellaoue-Anekdote ebenso wie die kolportierten Vertragsverlängerungsgespräche mit Publikumsliebling Didier Ya Konan und die anvisierten Neuverpflichtungen zweier junger Talente aus Hoffenheim dafür, dass das Management der Roten bereits begonnen hat, die nächste Bundesliga-Saison zu planen.

Rechtzeitig in der Spur

In der Tat hat sich Hannover 96 durch den äußerst wichtigen 2:1-Erfolg gegen den Hamburger SV und den auch spielerisch überzeugenden darauffolgenden 3:2-Auswärtserfolg bei Eintracht Frankfurt mit einem dringend nötigen Kraftakt so gut wie aller Abstiegssorgen entledigt. Zwar ist der Abstieg rechnerisch noch möglich, doch bei acht Punkten Vorsprung auf den auf dem Relegationsplatz liegenden Hamburger SV müsste es schon mit dem Teufel zu gehen, wenn die Roten bei drei noch ausstehenden Spielen noch in Schwierigkeiten geraten. Und so können die Verantwortlichen in der Tat einigermaßen entspannt über den Kader für die Spielzeit 2014/15 nachdenken.

Gegner mit spielerischem Potential

Anders beim morgigen Gegner: Der VFB Stuttgart steht derzeit auf Rang 15 der Tabelle und könnte noch einmal ganz unten reinrutschen, wenn das Spiel in Hannover verloren geht. Doch auch die Schwaben sind zurzeit einigermaßen entspannt, denn Neu-Trainer Huub Stevens hat seiner Mannschaft neuen Lebensgeist eingehaucht und gemeinsam mit seinem Team sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt, so dass Stuttgart zumindest Hamburg, Nürnberg und Braunschweig auf Distanz halten konnte. Gefährlich ist dieser Gegener mit seinem nach wie vor großen spielerischen Potential allemal, denn natürlich möchte sich der VFB, in dessen Reihen neben Moa Abdellaoue mit Konstantin Rausch und Karim Haggui zwei weitere ehemalige 96er stehen, morgen gerne mit einem Sieg ebenfalls der restlichen Sorgen entledigen.

Ohne Prib und Bittencourt

Dass aber auch Hannover 96 das Spiel ernst nimmt und die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenerhalt mit einem Erfolg über die Schwaben beseitigen möchte, unterstrich Trainer Tayfun Korkut, der unbedingt „den letzten Schritt gehen“ will. Korkut forderte seine Mannschaft dazu auf, die selbe „positive Aggressivität“ auf dem Platz zu zeigen, die sie in den letzten beiden Spielen an den Tag gelegt hat. Leider stehen ihm dafür die beiden potentiellen Mittelfeld-Kreativen Edgar Prib und Leonardo Bittencourt nicht zur Verfügung, die gegen Frankfurt jeweils ihre fünfte Gelbe Karte sahen und nun gesperrt sind. Dafür könnte ein weiteres Mal Jan Schlaudraff an die Seite des zuletzt so stark agierenden Kapitäns Lars Stindl rücken. Unser Tipp: Hannover 96 macht den Sack zu und gewinnt 2:1.

Freitag, 25. April 2014, 20.30 Uhr:
Hannover 96 – VFB Stuttgart

(Foto: Wikipedia)

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Kategorien: Sports

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