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Nicht abheben, sondern dranbleiben!

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart

Gegen den 1. FC Köln Garant für das Siegtor: 96-Stürmer Joselu, hier 2011 noch im Trikot von Real Madrid

Nach den ersten fünf Spieltagen liegt Hannover 96 mit starken 10 Punkten auf dem dritten Rang der aktuellen Bundesliga-Tabelle. Besonders zu Hause in der HDI-Arena ist auf die Roten Verlass, was die weiße Heimweste von drei Siegen aus drei Begegnungen untermauert. Wenn die anderen Mannschaften an diesem Wochenende „mitspielen“, dann winkt sogar die Tabellenführung. Doch um sich oben in der Tabelle festzusetzen, muss man auch mal auswärts seine Schäfchen ins Trockene bringen und daran hapert es ja immer wieder gerne mal bei den Roten. Mit dem VfB Stuttgart steht nun ein Gegner auf der Tagesordnung, welchen man beim besten Willen nicht gut einzuschätzen vermag.

Nicht von der Tabelle blenden lassen

Hannover 96 ist der Saisonauftakt definitiv geglückt. Aber den letzten beiden Spielen heftete ein Manko an: Die Mannschaft konnte nicht wirklich überzeugen. In Paderborn hat man sich einem Aufsteiger geschlagen geben müssen und das Heimspiel gegen den anderen Aufsteiger Köln war auch nicht gerade die beste Werbung für den Fußball. Beide Mannschaften waren am vergangenen Mittwoch erschreckend schwach – immerhin gelang es Tayfun Korkuts Team, den früh erzielten Treffer von Joselu über die Zeit zu bringen. Hannover 96 kann also auch die dreckigen Spiele gewinnen. Das klingt gut, sah aber dennoch bescheiden aus. Mit einer solchen Leistung könnte es auch gegen die krisengebeutelten Schwaben vom VfB Stuttgart eng werden.

Wundertüte ohne Sportdirektor

Die Gegner aus Stuttgart stehen nach fünf Spieltagen schon wieder mit dem Rücken zur Wand. Auch der heimgekehrte Meistertrainer aus dem Jahr 2007, Armin Veh, vermochte es bislang noch nicht, die Schwaben wieder auf Kurs zu bringen. 2 Punkte aus fünf Spielen, Platz 17 in der Tabelle – für die Vereinsführung war der Schuldige schnell ausgemacht: Sportdirektor Fredi Bobic. Der ehemalige Nationalstürmer und Ex-96er war seit 2010 für die Geschicke des Vereins tätig. Doch seit dieser Zeit ging es mit dem VfB Stuttgart peu à peu bergab in der Tabelle. Bobic musste den freien Fall der Stuttgarter, der ein wenig an den Hamburger SV erinnert, mit seinem Job bezahlen. Ob das sportlich kurzfristig etwas an der derzeitigen Situation des VfB ändert, darf bezweifelt werden. Aber die Stuttgarter haben unter der Woche mit dem Remis bei Borussia Dortmund gezeigt, dass die Mannschaft noch lebt, auch wenn sie eine 2:0-Führung noch verspielte. Der VFB ist derzeit eine Wundertüte.

Ehre, wem Ehre gebührt

An dieser Stelle muss ich mich vor meinem Kollegen Jörg Smotlacha verneigen. Hat er doch letzte Woche glatt das Köln-Ergebnis samt Torschützen richtig getippt. Starke Nummer! Ich versuche nun also zu kontern, hier mein Tipp: Da es sich um eine Auswärtspartie handelt, Hannover 96 zuletzt nicht überzeugen konnte, und weil der VfB mit dem Rücken zur Wand steht, tippe ich auf ein krampfhaftes 2:2-Unentschieden. Mit einem Punkt könnte man in Hannover sicher leben.

Samstag, 27. September 2014, 15.30 Uhr:
VfB Stuttgart – Hannover 96

(Foto: Morhange/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0) [1]

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