Marcel Seniw
24. Oktober 2014

Inmitten der Abwärtsspirale

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund

Kann 96 in Dortmund nicht helfen: Abwehrspieler Christian Pander fällt mit einer Magen-Darm-Infektion aus

Vier Niederlagen aus den letzten fünf Partien, 355 Minuten ohne eigenen Treffer und nun auch noch auswärts in Dortmund. Für Hannover 96 könnte es dieser Tage nun wirklich besser laufen. Das Team von Trainer Tayfun Korkut hat den gelungenen Saisonstart gegen die Wand gefahren und steht derzeit nur noch auf dem zehnten Tabellenplatz – mit Blick auf die bevorstehende Partie bei den in der Liga arg gebeutelten Dortmunder Borussen, ist man geneigt zu sagen „Tendenz fallend“. Denn auch wenn Dortmund in der Liga derzeit nicht richtig in Gang kommt, bleibt Hannover 96 ein gerngesehener Gast auf den deutschen Fußballplätzen, daran wird auch der wieder genesene Edgar Prib nur wenig ändern können – zu schwach ist die Auswärtsbilanz der Roten. Und das 96 gern mal den Aufbaugegner für die angeschlagene Konkurrenz gibt, ist leider auch ein altbekanntes Phänomen.

Dortmund hinter Hannover

„Wir wollen nach dem Spiel in der Tabelle vor den Dortmundern stehen“, sagte Tayfun Korkut vor dem Spiel. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, bedarf es mindestens eines Unentschiedens. Doch angesichts der bisher absolvierten Auswärtspartien und der anhaltenden Negativserie sind dies vollmundige Worte. Zwar hat der BVB in der Bundesliga schon fünf Niederlagen hinnehmen müssen, doch hat das Team von Jürgen Klopp in Europa regelmäßig seine Gegner verdroschen. Drei Siege aus drei Spielen in der Champions League zeigen deutlich, dass es nicht an Klasse mangelt. Für den Dortmunder Fehlstart in der Liga sind viele Faktoren ausschlaggebend: Robert Lewandowski hat im Sturm ein riesiges Loch hinterlassen. Marco Reus sowie viele weitere Leistungsträger waren verletzt, was Klopp zu diversen Umstellungen zwang. Und dann wäre da noch die Tatsache, dass die meisten Gegner von Borussia Dortmund Beton anrühren und hinten dicht machen. Und genau damit hatte Dortmund bislang gravierende Probleme, was die letzte Niederlage gegen Köln dokumentierte.

Wieder eine Niederlage?

Ob Hannovers Wackel-Abwehr, in der neben Miiko Albornoz auch noch Christian Pander und Hiroki Sakai und somit nahezu alle Außenverteidiger im Kader ausfallen, gegen Dortmund den zitierten Beton anmischen kann, wage ich zu bezweifeln. Dortmund kommt nämlich langsam in Fahrt und die Rekonvaleszenten werden dem Spiel der Borussia wieder mehr Sicherheit und Kreativität verleihen. Noch vor vier Wochen hätte ich, trotz Auswärtspartie, auf einen Sieg der 96er getippt. Doch so wie sich die Mannschaft zurzeit präsentiert, muss man mit dem Schlimmsten rechnen. Und Dortmund hat sich unter der Woche in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul nicht müde, sondern eher warm geschossen. Daher gehe ich davon aus, dass Hannover 96 in Dortmund mit 0:4 unter die Räder kommt. Willkommen in der Abwärtsspirale!

Samstag, 25. Oktober 2014, 15.30 Uhr:
Borussia Dortmund – Hannover 96

(Foto: Northside/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0)

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Kategorien: Sports

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