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„Ein Abenteuer, das ich jedem aufgeschlossenen und neugierigen Menschen empfehlen kann!“

Die 19-jährige Hannoveranerin Jacqueline gab in Dehli Computer-Kurse und spielte mit Straßenkindern. Sie engagierte sich als Freiwillige und erfuhr, wie viel ein Kinderlächeln wert ist

Unbezahlbare Erfahrung: Jacqueline beim Spielen mit indischen Straßenkindern

Für Asien hat sich Jacqueline schon so lange interessiert, wie sie denken kann. „Ich liebe diese fremde, ferne Kultur, die Leute, das Essen und dieses andere Lebensgefühl“, sagt sie. Da sie das Gefühl hatte, den täglichen Luxus in Deutschland nicht mehr richtig schätzen zu können, entschied sie sich für Freiwilligenarbeit mit Kindern in Dehli. Ihr Wunschprojekt fand sie mit Unterstützung von Volunation im Internet.

Nach einem neunstündigen Flug kam Jacqueline in Dehli an. „Total k.o. und doch voller Glück war ich endlich am Ziel und habe noch am Flughafen meine Mitreisenden kennengelernt, eine herzensgute Südafrikanerin und eine liebenswerte Spanierin. Leider hatte das Gepäck einer der beiden bei der Flugzeugwahl kein Glück, so dass sie ohne Koffer am indischen Flughafen angekommen ist. Auch wenn diese Situation ein Horror-Szenario für jeden Reisenden darstellt, so hat sie uns doch sehr zusammengeschweißt, da wir uns von Anfang an gegenseitig, so gut es ging, unterstützt haben“, berichtet sie.

Didi – die große Schwester

Jacquelines Woche war so strukturiert, dass sie von Montag bis Freitag im Projekt arbeitete. „Dort gab es zwei Räume, einen mit einer Computer-Klasse, den anderen mit Straßenkindern. Ich hatte meistens die freie Wahl, mit welchen Kindern ich den Tag verbringen möchte.“ Den größeren Kindern aus der Computer-Klasse konnte sie besonders gut im Umgang mit den Computern helfen. „Das Pensum war jeden Tag gut festgelegt und die Unterrichtseinheiten geplant. Die Kinder konnten auch schon ein paar Brocken Englisch, so dass man sich gut mit ihnen unterhalten konnte.“

„Man schließt die Kleinen wahnsinnig schnell ins Herz“: Jacqueline mag ihre Indien-Erfahrung nicht mehr missen

Etwas schwieriger war es bei den Kleinen aus dem Straßenkinder-Projekt. „Man hatte jeden Tag wechselnde Kinder und viele verschiedene Lernstände. Darum ging es meiner spanischen Mitreisenden und mir meistens eher darum, mit den Kindern zu spielen oder zu toben, um ihnen eine unbeschwerte Zeit zu bieten. Das hat auch sehr gut geklappt und man schließt die Kleinen wirklich wahnsinnig schnell ins Herz und sie einen auch. Wir wurden von den Kids immer Didi gerufen, was übersetzt ‚große Schwester‘ bedeutet. Ein wunderschönes Kompliment, oder?“

Ausflug mit persönlichem Chauffeur

Gemeinsam mit anderen Freiwilligen von VoluNation entschied sich Jacqueline dazu, auf eigene Faust einen Ausflug zu organisieren. „Drei Tage waren wir mit einem eigenen Chauffeur auf den Straßen Indiens unterwegs und haben uns die Highlights des Städtedreiecks Agra, Jaipur und Delhi angeguckt.“ Ein absolutes Muss für einen Indien-Reisenden, denn jede Stadt hat ihren eigenen Charme. „Unübertroffen bleibt natürlich die Schönheit des Taj Mahals in Agra. Eine Indien-Reise ohne den Taj Mahal zu sehen, wäre wie Pommes ohne Salz – essbar, aber nicht komplett.“ Ein Führer erklärte der Gruppe die Geschichte, die hinter dem imposanten Bauwerk steckt. „Der Taj Mahal wurde nicht angemalt, sondern seine Farbe kommt nur durch Edelsteine zustande, die in den weißen Marmor der Grabstätte eingefügt wurden. Dieses alte künstlerische Handwerk wird auch heute noch von den Nachfahren der Taj-Mahal-Erbauer praktiziert, wovon wir uns bei einer Führung am Ende überzeugen durften.“

Jacquelines persönliches Highlight war aber eine indische Hochzeit. „Sie fand nur zwei Minuten von unserer Unterkunft entfernt statt. Gemeinsam haben wir uns aufgemacht und durften als Freunde von Freunden der Braut die wunderbare Stimmung und Atmosphäre einer Eheschließung in Indien erleben.“ Für Jacqueline war es „definitiv die richtige Entscheidung“, nach Indien zu gehen. „Ich habe viele wunderbare Menschen kennengelernt und durfte zwei echte Freundschaften schließen. Es hat einfach Spaß gemacht, mit Menschen Zeit zu verbringen, die aus denselben Gründen in ein Land reisen, wie man selbst. Unbezahlbar ist natürlich auch, was man von den Kids zurückbekommt. Ein Kinderlächeln ist einfach unbeschreiblich viel wert. Freiwilligenarbeit ist ein Abenteuer, das ich jedem aufgeschlossenen und neugierigen Menschen empfehlen kann.“

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an.

weitere Infos:
www.volunation.com [1]

(Fotos: Pressefotos/VoluNation)

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