Marcel Seniw
31. Oktober 2014

Wem soll man das eigentlich noch erklären?

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt

Möglicherweise ein Hoffnungsträger gegen Eintracht Frankfurt: der wiedergenese Edgar Prib

Halleluja, liebe Sportsfreunde! Oder so in etwa zumindest. Jedenfalls braucht man langsam Beistand, wenn man Hannover 96 die Treue hält – von wem auch immer. Denn irgendwie wird man aus der Mannschaft einfach nicht schlau. Da gewinnt man auswärts beim Spitzenteam in Dortmund, um nur wenige Tage später im Pokal beim VfR Aalen – zu disem Zeitpunkt Vorletzter der Zweiten Fußball-Bundesliga – mal so richtig derbe zu versagen. Sorry, aber wem soll man das eigentlich noch erklären? Hannover 96 szeht zwar auf dem siebten Platz der aktuellen Bundesliga-Tabelle, doch was bedeutet das? Inzwischen fragen sich schon die eigenen Fans, ob die Konkurrenz einfach noch miserabler ist, oder ob Hannover am Ende eigentlich doch gar nicht so schlecht ist.

Auf der Suche nach Kontinuität

Seien wir ehrlich, ob der Gegner im Pokal ein Zweitligist war oder nicht: Zwei Auswärtssiege in Folge wären auch wirklich des Guten zu viel für Hannover 96 gewesen. Da hätten bei Martin Kind schon wieder die Champions League-Sirenen ihr Geheule zum Besten gegeben. Aber kommen wir zum morgigen Gegner: Es wird Zeit die Frankfurter Eintracht unter die Lupe zu nehmen. Die sind in Sachen Konstanz nämlich auf demselben Dampfer unterwegs wie die Roten aus Hannover. Drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen und das bei einem Torverhältnis von 17:18 – Eintracht Frankfurt stellt die zweitbeste Offensive der Liga, aber auch die drittschlechteste Defensive. Obendrein plagen den Eintracht-Trainer Thomas Schaaf massive Verletzungssorgen. Eine komplette, bundesligataugliche Elf hat Schaaf auf der Verletztenliste stehen – und zu allem Überfluss fällt dem Coach mit Alex Meier auch noch der derzeit beste Scorer der Liga aus. Kontinuität ist auch in Frankfurt noch nicht zu finden.

Auf Wiedergutmachungskurs

Hannover 96 hat an diesem Spieltag vieles gutzumachen. Der Sieg in Dortmund hat Hoffnungen geweckt. Das Spiel in Aalen aber auch wiederum für Ernüchterung gesorgt. Doch irgendwie glaube ich, aller Kritik von Mehmet Scholl zum Trotz, dass Hannover 96 immerhin ein intaktes Team besitzt. Doch die Wiedergutmachung wird an diesem Wochenende nur über den Charaktertest funktionieren – und darum sollten die 96er selbigen tunlichst bestehen. Das würde sich gut in der Tabelle machen, aber vor allem für die geschundenen Fan-Seelen, die nach drei Punkten lechzen. Mein Tipp: Die Verletzungssorgen der Eintracht werden den Roten an diesem Wochenende voll in die Karten spielen. Daher lege ich mich fest: Hannover besteht den Charaktertest und siegt gegen die Eintracht mit 2:1. Einen Treffer wird dabei der ehemalige Frankfurter Joselu beisteuern.

Samstag, 1. November 2014, 15.30 Uhr:
Hannover 96 – Eintracht Frankfurt

(Foto: Thomas Rodenbücher/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0)

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Kategorien: Sports

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