Marcel Seniw
6. Februar 2015

HW4 wird es richten!

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel beim Hamburger SV

Sorgte zuletzt vor allem im eigenen Strafraum für Angst und Schrecken: HSV-Verteidiger Heiko Westermann

Das war wieder nichts am vergangenen Dienstag. Aber warum? Zumächst hatte Hannover 96 den Gegner Mainz 05 in der ersten Halbzeit so gut im Griff, dass man als Zuschauer längst fest mit einem Sieg rechnete. In der zweiten Halbzeit kam dann Mainz zurück in die Partie, so dass man, nicht nur durch die rote Brille betrachtet, absolut mit einem Unentschieden zufrieden sein musste. Mit einem Punkt aus zwei Partien ist der Rückrundenstart also letztendlich ein wenig missglückt. Und nun muss 96 im Nordderby beim Hamburger SV siegen, denn sonst könnte Hannover langsam, aber sicher in der Tabelle nach unten abrutschen: Bis auf die Abstiegsränge sind es nur sieben Zähler.

Ein Dino für den Dino

Normalerweise sind die Spiele zwischen Hannover und Hamburg meist freundschaftlicher Natur – zumindest auf Seiten der Fans. Doch ob der schwierigen Tabellensituation der Hanseaten, ist morgen Abend unter Flutlicht wohl ein hart umkämpftes Match zu erwarten. Die Hamburger haben während der Winter-Transferperiode gehandelt und ihren verlorenen Sohn Ivica Olic zurück an die Elbe geholt. Ein Dino für den Dino, sozusagen. Der Altmeister soll mit seinen 35 Lenzen auf dem Buckel die Kohlen aus dem Feuer holen. Allein kann er das natürlich nicht, aber ein Typ wie Olic, für den das Wort aufgeben aufgrund seiner Duracell-Hasen-ähnlichen Kondition nicht zu existieren scheint, könnte der Mannschaft durch seine unermüdliche Kämpfer-Mentalität zweifelsohne die Richtung im Abstiegskampf vorgeben. Immerhin, wenn auch noch ohne Olic-Treffer: Der Hamburger SV konnte gegen schwache Paderborner am Mittwoch drei Mal einnetzen und siegen. Zum Vergleich: Der HSV hatte zuvor in der gesamten Hinrunde gerade einmal neun Treffer erzielt. Tendenz also ganz klar steigend!

Volkspark olé

Doch ist der Hamburger SV in den letzten Jahren vor allem für seine Finanzschwäche und die hohe Fluktuation an Trainern und Managern bekannt. Wie es sich in der Zukunft mit den Amtszeiten der Offiziellen beim HSV entwickeln wird, kann zwar niemand genau vorhersagen. Die Frage nach dem Geld hingegen wird kurzfristig – man ist geneigt „wieder einmal“ zu sagen – von Investor Kühne beantwortet. Kühne hatte wieder einmal die Spendierhosen an, und um seinem doch eher schlechten Image irgendwie beizukommen, hat er einfach die Namensrechte gekauft und benennt die Arena ab der nächsten Saison wieder in Volksparkstadion um. Klingt irgendwie nach Schleimerei, um die Fans des Klubs ruhig zu halten, ob der Geschicke im Hintergrund. Doch ganz ehrlich, wenn ein Investor käme und sagen würde, nie wieder HDI-Arena, hier ist euer Niedersachsenstadion zurück, welcher Fan würde da in Hannover nein sagen?

Kaputte Beine

Und morgen? Wie bereits erwähnt, wird die Luft für Hannover langsam dünner. Für den HSV geht es dagegen schon seit geraumer Zeit nur noch gegen den Abstieg. Ein Sieg ist für beide Teams quasi Pflicht, da ein Unentschieden für beide irgendwie zu wenig wäre. Aufgrund dieser Tatsache wird sich meiner Meinung nach aus dem freundschaftlichem Samstagabend-Kick eine rassige Partie entwickeln, in der es auch ordentlich auf die Knochen geben könnte. Mein Tipp: HW4 aka Heiko Westermann wird seine Beine nicht unter Kontrolle haben und den HSV in Führung bringen, aber auch vom Platz fliegen. Hannover wird in Überzahl das Heft an sich reißen und einen 2:1-Sieg einfahren. Volkspark, Imtech oder sonst was für eine Name: Am Ende steht ein Auswärtssieg!

Samstag, 7.Februar 2015, 18.30 Uhr:
Hamburger SV – Hannover 96

(Foto: Kathi Rudminat/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 2.0)

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Kategorien: Sports

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