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Das große Reset an der Leine

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Heute mal wieder in Hannover zu Besuch: ein Dörfchen namens Hoffenheim

Und auf einmal ging es dann doch ganz schnell. Hannover 96 hat sich von seinem Chef-Coach Tayfun Korkut getrennt. Nach der anhaltenden Sieglos-Serie wenig verwunderlich. Nach den Aussagen der Vereinsführung aber dann irgendwie doch. Schließlich hatten die oberen Herren ihrem Übungsleiter erst kürzlich das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen. Mit Korkut wollte Hannover 96 die Saison auf jeden Fall beenden. Eine 0:4-Klatsche später und der Verein hat einen Feuerwehrmann verpflichtet. Diese Aufgabe sollte zunächst wohl Peter Neururer übernehmen, doch den Retter ohne Zukunft wollte er nicht spielen. Neururer sollte nur für die fünf letzten Spieltage übernehmen, ohne Option auf einen Anschlussvertrag. Da mochte er nicht mitspielen. Nun soll also Ewald Lienens ehemaliger Co-Trainer Michael Frontzeck die Kohlen aus dem Feuer holen.

Neuer Trainer und alte Ultras

Frontzeck hat immerhin Bundesliga-Erfahrung. Über einhundert Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse hat er schon hinter sich. Dass er dabei den schlechtesten Punkteschnitt aller Trainer mit mehr als 100 Spielen hat, war den Verantwortlichen aber egal. Es musste halt schnell gehen. Nun muss man zugeben, dass es vermutlich vollkommen egal ist, wer in den verbleibenden fünf Partien an Hannovers Seitenlinie umherrennt. Auf jeden Fall brennt es gewaltig. Und um wenigstens endlich einmal wieder Stimmung in der heimischen Arena zu haben, wurde immerhin mit den Ultras eine Art Burgfrieden ausgehandelt. Hannover 96 wird also zumindest wieder Unterstützung seitens seiner Fans haben. Doch ob es zu diesem Friedensschluss auch dann gekommen wäre, wenn das Team nicht so akut abstiegsgefährdet wäre?

Die Stimmung kann Kräfte freisetzen

Und dann wäre da ja noch der kommende Gegner, die TSG 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer um ihren brasilianischen Star Roberto Firmino schnuppern am internationalen Geschäft. Hannover darf sich also auf einen harten Fight einstellen. Doch nun soll ja alles besser werden, schließlich ist ein neuer Trainer da und die Ultras sind ins Stadion zurückgekehrt. Ob der Trainerwechsel als das ausschlaggebende Kriterium für den morgigen Sieg herangezogen werden darf, wage ich aber zu bezweifeln. Viel eher werden es die Ultras sein, die ihren HSV nach vorne peitschen könnten. 96 besiegt die TSG mit 2:1.

Samstag, 25. April 2015, 15.30 Uhr:
Hannover 96 – TSG 1899 Hoffenheim

(Foto: Wikipedia/p.schmelzle, Copyright: CC BY-SA 2.5 [1])

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