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Aus allen Rohren

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen Werder Bremen

Trainer für fünf Wochen: Michael Frontzeck will Hannover 96 vor dem Abstieg retten

Totgesagte leben bekanntlich länger. Oder wer hätte letzte Woche damit gerechnet, dass Hannover 96 noch einen Punkt aus Wolfsburg entführt? Es benötigte einen geschienbeinten Sahne-Fallrückziehers von Salif Sané, dessen Schönheit in Wichtigkeit aufzuwiegen war, um dieses Kunststück zu vollbringen. Ein Punkt, der in diesem engen Abstiegskampf noch wichtig werden könnte. Zwar steht Hannover 96 nun auf dem vorletzten Tabellenplatz, aber auch die Konkurrenz nimmt sich noch gegenseitig die Punkte weg, da noch viele Kellerduelle ausgetragen werden. Die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck könnte am letzten Spieltag gegen den SC Freiburg also ein echtes Endspiel erwarten. Um noch einmal enger zusammenzurücken und die nötigen Reserven zu mobilisieren, absolvierte das Team unter der Woche ein Kurztrainingslager in Ostwestfalen.

Skripnik als Erfolgsgarant

Der morgige Gegner Werder Bremen stand zur Saisonhälfte einmal auf dem Tabellenrang, den derzeit Hannover 96 belegt. Dann übernahm Viktor Skripnik die Mannschaft, setzte auf die Jugend und war damit erfolgreich. Derzeit schnuppern die Hanseaten auf Rang sieben am europäischen Wettbewerb. Das Sturmduo Franco di Santo und Davie Selke hat daran einen gehörigen Anteil. Doch den 96ern in die Karten spielen könnte die Tatsache, dass Werder Bremen auswärts noch immer für die meisten Gegentreffer in der Bundesliga steht und mit 59 Gegentoren insgesamt die zweitschlechteste Defensive aufweist. Zwar hat Skripnik Bremen wieder in die Erfolgsspur gebracht, doch dem Ukrainer werden in Hannover einige seiner Abwehrspieler verletzt fehlen.

Dringend benötigt: drei Punkte

Michael Frontzeck gab letzte Woche die Parole vor, aus allen Winkeln aufs Tor zu halten. Salif Sané hat gezeigt, dass die Mannschaft diese Worte beherzigt. Hannover 96 kann bis auf seine Langzeitverletzten personell aus dem Vollen schöpfen und hat im Trainingslager hoffentlich den Teamspirit gefunden, den es in dieser schwierigen Phase benötigt. Mit dem 2:2 aus Wolfsburg und den Ultras im Rücken, sollte gegen Werder Bremen in dieser Woche endlich der ersehnte Sieg drin sein. Hannover braucht ihn dringender denn je.

Samstag, 9. Mai 2015, 15.30 Uhr:
Hannover 96 – Werder Bremen

(Foto: Thomas Rodenbücher/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 2.0 [1])

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