Jörg Smotlacha
15. Mai 2015

180 Minuten

Abseits: Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel beim FC Augsburg

Warum nicht den Ball zur Not mit dem Knie reinstolpern? Jiri Stajner ist zwar nicht mehr da. Doch Didier Ya Konan könnte im Abstiegskampf helfen

Zwei Spieltage hat Hannover 96 noch, um dem drohenden Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zu entgehen. Und eines ist schon jetzt klar, und zwar, dass morgen noch gar nichts klar ist. Ein Sieg beim FC Augsburg und 96 würde seine Lage erheblich verbessern, gerettet wäre das Team von Trainer Michael Frontzeck dennoch nicht. Und anders herum wäre auch eine Niederlage noch lange nicht nicht das Ende. Die Entscheidung fällt im letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg, soviel steht aufgrund der ungewöhnlich engen Tabellensituation fest. Doch noch nicht mal das würde unweigerlich Klassenerhalt oder Abstieg bedeuten, denn womöglich blüht Hannover 96 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Relegation.

Sicher ist, dass nichts sicher ist

Im sicherlich dramatischsten und knappsten Abstiegs-Rennen des letzten Jahrzenhts ist nichts sicher, sechs Vereine kann es noch erwischen: Hertha BSC Berlin, den Hamburger SV, den SC Paderborn, den SC Freiburg, den VFB Stuttgart und eben leider auch Hannover 96. Über die Qualitäten der beteiligten Mannschaften musss man nicht mehr sprechen, denn es liegen nur noch 180 Minuten vor den Spielern der Teams und was nun passiert, ist reine Nervensache. Eine gelbe Karte in der 5. Minute, ein Eigentor, eine falsche Schiedsrichter-Entscheidung: Es gibt so vieles, was den Abstiegskampf morgen in die eine oder andere Richtung lenken kann.

Keine Geschenke

Fest steht aber auch, dass Hannover 96 zurzeit einfach keinen Lauf hat. 16 nicht gewonnene Spiele sprechen eine deutliche Sprache. Und das der letzte Sieg im Hinspiel gegen Augsburg gelang, ist da auch kein Trost, denn der Gegner aus Bayern klopft an das Tor zur Europa League und wird morgen den Teufel tun, seinem lädierten Kontrahenten aus Hannover irgendwelche Geschenke zu machen. Hoffnung macht allein die Tatsache, dass 96 nach wie vor spielstark genug ist, um auch gegen stärkere Gegner gut auszusehen – das 2:2 im letzten Auswärtsspiel beim mutmaßlichen Vize-Meister aus Wolfsburg spricht dafür.

Reine Nervensache

Fehlen wird morgen defintiv der zuletzt sehr starke Manuel Schmiedebach, der vermutlich durch Leon Andreasen ersetzt werden wird. Ansonsten hat Michael Frontzeck wenig Gründe und auch Möglichkeiten, die Aufstellung zu ändern. So schlecht war sein Team im letzten Heimspiel gegen Bremen ja nun nicht. Dass es dennoch wieder nicht zu drei Punkten reichte, lag daran, dass es aber eben auch nicht gut genug war, um die zwischenzeitliche Führung über die Runden zu bringen. Unser Tipp: Daran wird sich wenig ändern. Morgen folgt ein 1:1 in Augsburg. Zum Leben zu wenig, zum Sterben auch noch nicht genug. Reine Nervensache.

Samstag, 16. Mai 2015:
FC Augsburg – Hannover 96, 15.30 Uhr

(Foto: Ina96/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0)

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Kategorien: Sports

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