Jörg Smotlacha
18. August 2008

Aller guten Dinge sind sieben

Feiern bis die Leine bebt! Am 26. September öffnet der KULTURKIOSK wieder seine Türen

Wie die Zeit vergeht… Gerade erst haben wir ein wunderbares Sommer-Spezial gefeiert und schon ist es wieder an der Zeit, die Herbstausgabe des KULTURKIOSKES anzukündigen! Wir freuen uns auf eine lange Nacht der Kultur, bei der Live-Musik, Wortakrobatik und Extrem-Theatersport auf Plakat-Kunst und Club-Sounds treffen. Auf der Bühne und am Bunte-Tüten-Stand begrüßt das langeleine-Team bei der glücksbringenden siebten Auflage seiner Hannover-Soirée eine wie immer charmante Mischung aus Künstlern aller Sparten – und Euch, unser wertes Publikum!

Pitsound - DER KULTURKIOSK 26.09.08

Verspricht einen rasanten Abend: Pitsound

Für den musikalischen Teil des Abends sorgen das Electro-Rock-Jazz-Pop-Trio Pitsound um den ehemaligen Go Plus-Sänger Pit Przygodda mit seinen weitgehend instrumentalen Post-Easy-Listening-Soundperlen zwischen Burt Bacharach, Chick Korea und Johnny Cash sowie die bezaubernde Songwriterin Anna Piechotta, die mit markanter Stimme und ausgefeilten Klavierarrangements ihr Solo-Debüt „Das, was ich mein‘ …“ vorstellt.

Anna Piechotta und Tobias Kunze - DER KULTURKIOSK 26.09.08

Indie-Pop mit Soul und Lyrik mit Groove: Anna Piechotta und Tobias Kunze

Hinzu gesellen sich das wahnwitzige Extrem-Theatersport-Duo Bohème & Bohei, das versprochen hat, bleibende kulturelle Schäden zu hinterlassen, und der hannoversche Freestyler, Slam Poet und Meister der Wortakrobatik Tobias Kunze, der nach dem Vortrage seiner neuesten Short Stories auch noch gemeinsam mit den Theatersportlern in den Ring steigen wird. Für die künstlerische Umrahmung des Abends ist der hannoversche Grafiker Ralf Rohde verantwortlich. Mit einer Vernissage startet er seine erste große Plakatausstellung und Werkschau.

Ralf Rohde und Bohème & Bohei - DER KULTURKIOSK 26.09.08

Künstlerisch wertvoll und wahnwitzig gut: Ralf Rohde und Bohème und Bohei

Zur Aftershow-Party heißt es übrigens: KULTURKIOSK goes Linden Love! Denn mit dem Kulturkiosk-Kombi-Ticket haben alle Besucher in der 60er-Jahre Halle freien Eintritt bei Hannovers beliebtester Party-Reihe.

Kioskgäste:

Pitsound:
Meister des Wohlklangs im Post-Easy-Listening-Zeitalter

Um den jeweils neuesten „heißen Scheiß“ habe er sich nie bemüht, gesteht Pit Przygodda offen, und vielleicht war das die beste Voraussetzung, um nun mit Pitsound ein so wunderbar relaxtes Electro-Rock-Jazz-Pop-Album vorzulegen, in dem sich obendrein noch „eine Prise Punk“ befindet, wie er schelmisch bemerkt. Schon als Przygodda das Licht der Welt erblickte, war alles voller Musik: Seine Kindheit war von Jazz, Kirchenorgel und Klavierunterricht geprägt, und Jahre später verblüffte er Hannover mit der unglaublichen Reggae-Combo Kamerun News, bevor er als Mastermind des Kitty Yo-Trios Go Plus Hamburg erstürmte. Mittlerweile lebt Przygodda von seiner Arbeit als Theater- und Filmmusiker. Und genau das merkt man dem aktuellen Projekt Pitsound an: Jeder der weitgehend instrumental gehaltenen, wenngleich mit euphorischen Chören ausgestatteten Songs ist ein kleines Meisterstück des Post-Easy-Listening-Zeitalters – irgendwo zwischen Burt Bacherach, Chick Korea, Giorgio Moroder, Nik Kershaw und Johnny Cash. Am Kulturkiosk live dargeboten als Trio mit Pit Przygodda an Keyboards und Gitarre, Lars O Horl am Schlagzeug und Martin D Costa am Bass.

weiterlesen:
„So eine Art Phoenix aus der Asche“ –
ein Interview mit Pitsound-Mastermind Pit Przygodda

Pitsound im Netz:
www.myspace.com/pitprzygodda

Anna Piechotta:
Geschichten vom Schatten und die schönsten Liebeslieder der Welt

Wenn Anna Piechotta am Klavier sitzt, lässt das niemanden unberührt. Sie singt von Schatten, die im Schatten stehen, leeren Zimmern und bösen Monstern. Dann plötzlich lässt sie Plastik lebendig werden, stellt Rätsel, wünscht eine gute Nacht, verliebt sich in ihren unausstehlichen Mitbewohner und intoniert die schönsten Liebeslieder der Welt. Das alles mit einer wundervollen Stimme, die Soul und Seele hat und in Kombination mit jazzigen und poppigen Harmonien sowie ausgefeilten Klavierarrangements einfach nur verzaubert und die Hörer in ihren Bann zieht. Anna Piechotta war bereits 1997 Preisträgerin des bundesweiten Wettbewerbs “Jugend komponiert”, studierte an der Musikhochschule Hannover Gesang, sammelte weitere Preise und Auszeichnungen und spielte mit ihrer Band die Alben “Sinnflut” (2004) und “Reden oder küssen?” (2006) ein. Nun hat sie ihr erstes Solo-Album „Das, was ich mein‘ …“ veröffentlicht und präsentiert es live. Natürlich, humorvoll und überaus charmant.

weiterlesen:
“Dann klingt die Gitarre wie ein Cello…” –
die Sängerin und Musikerin Anna Piechotta im Portrait

www.annapiechotta.de
www.myspace.com/annapiechotta

Bohème & Bohei:
Wahnwitziger Extrem-(Theater-)Sport ohne Grenzen

Das Béi Chéz Heinz wurde regelrecht revolutioniert, als sich das Improvisationstheater-Duo „Bohème & Bohei“ dort mit seinem Improsalon niederließ. Und auch sonst hat das interdisziplinäre Ensemble nach seiner Gründung im Jahr 2001 in und um Hannover jede Menge bleibende kulturelle Schäden hinterlassen. Mit der Schlafparty im Wohnraumatelier, dem kleinsten Improfestival der Welt in der Werkstatt-Galerie Calenberg und dem Starsprungbrett Mixed in der Hinterbühne seien nur einige ihrer so wahnwitzigen wie vielschichtigen Projekte genannt. Ein weiterer Höhepunkt der trauten Zweisamkeit von Verena Lohner und Knut Kalbertodt war die Theatersport-Weltmeisterschaft 2006 im Pavillon. Und wenn die mittlerweile in Hamburg beheimateten Extremsportler nicht gerade auf Reisen sind, Sand in die Elbe schütten oder Kühlschränke mit Japanern leeren, stehen sie auf der Bühne: trinkfest, streitfreudig und grenzenlos. Ihr Credo: Konsequent professionelle Aktion ins Theater bringen!

weiterlesen:
„Weltherrschaft! Broah Harrharr!“ –
das Improtheater-Duo Bohème & Bohei im Interview

Bohème & Bohei im Netz:
www.boheme-bohei.com

Tobias Kunze:
Freestyle-Poesie und Short Stories mit Rhythmus, Witz und Tiefgang

Der hannoversche Autor, Slam Poet und Rapper Tobias Kunze ist ein Phänomen. Unermüdlich reist der wortgewaltige Tausendsassa in Sachen Live-Literatur durch die Republik. Dabei hat er allein im Jahr 2007 an die 80 Poetry Slams im deutschsprachigen Raum gewonnen. Obendrein ist Kunze mehrfacher Sieger der hannoverschen Dichterschlacht „Macht Worte!“, Mitbegründer der ersten Lindener Lesebühne „Nachtbarden“ und er hat sich mit seiner Band „Die Föderation“ seit 1998 der deutschsprachigen Rapmusik verschrieben. In diesem Zusammenhang tourte er bisher mehrfach durch Deutschland, Weißrussland, Serbien und Polen. Außerdem ist der 27-jährige Herausgeber der Popliteratur-Sammlung „Stadtgeschehen bei Mischwetter“ (2006), seine Texte findet man in einem guten Dutzend Anthologien, Fanzines und Hörbüchern. Live ist Kunze immer wandlungsfähig, immer voller Überraschungen und immer wieder neu zu entdecken. Eben ein Phänomen!

weiterlesen:
„Das Geschriebene wird bleiben, definitiv!“ –
Tobias Kunze im Portrait

Tobias Kunze im Netz:
nachtbarden.jimdo.com/tobias_kunze.php
www.myspace.com/tobiaskunze

Ralf Rohde:
Vom Punkrock bis zum Werbefolder: Plakatausstellung und Werkschau

Aus dem hannoverschen Kulturbetrieb ist Ralf Rohde nicht mehr wegzudenken, denn mit seinen Flyern, Plakaten und Illustrationen ist er allgegenwärtig. So hat er beispielsweise den Fährmann als imaginären Patron des gleichnamigen Festivals erfunden, zahllose CD-Cover und Konzertposter gestaltet und sowohl das langeleine.de-Logo wie auch alle bisherigen Plakate zur Veranstaltungsreihe Kulturkiosk entworfen. Beim Kult-Club Béi Chéz Heinz zeichnet Rohde als Haus- und Hof-Designer gar für die gesamte Grafik-Palette verantwortlich, und beim Kulturzentrum Faust sind seine Dienste ebenfalls unentbehrlich geworden. Da sich mittlerweile namhafte lateinamerikanische Bands wie Panteón Rococó mit den Motiven des Hannoveraners schmücken, haben seine Logos auf T-Shirts inzwischen auch die andere Seite der Welt erobert. Doch täte man dem 38-Jährigen Unrecht, wenn man sein Schaffen auf die Musik- und Kulturszene reduzierte, denn Rohdes trickreichen grafischen Ideen werden auch von Kinder- und Jugendbüros, Inselmagazinen, Fernsehproduktionsstätten und Versicherungen geschätzt. In einer großen Plakatausstellung und Werkschau präsentiert Ralf Rohde beim Kulturkiosk eine Auswahl seiner besten Werke. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 7. November im Kulturcafé Siesta zu sehen.

weiterlesen:
“Der mit der Grafik tanzt” –
Ein Portrait des hannoverschen Grafikers und Illustrators Ralf Rohde

Ralf Rohde im Netz:
www.ralfrohde.de

    Feiern bis die Leine bebt!

  • langeleine.de präsentiert
    DER KULTURKIOSK
  • Freitag, 26. September 2008
  • Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20 Uhr
  • Faust-Warenannahme
  • Zur Bettfedernfabrik 3
  • 30451 Hannover
  • Eintritt: 8 Euro, VVK: 6 Euro

Download:

langeleine.de Kulturkiosk-Flyer (pdf, 321 kb)

(Fotos: Pressefotos)

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Kategorien: Bühne, Kunst, Literatur, Lokalitäten, Musik

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