Jörg Smotlacha
24. August 2015

American Voodoo Music

Das Verhör: „Anti-Solipism, Part Two – Totems and Familiars“ von Reverend Shine Snake Oil Co.

Moderner Soul aus Dänemark: Reverend Shine Snake Oil Co., „Anti-Solipism, Part Two – Totems and Familiars“

Nach der so überzeugenden wie überraschenden Debüt-CD „Anti-Solipism, Part One – Creatures“ haben die dänischen Soul-Rocker Reverend Shine Snake Oil Co. nun nachgelegt: Auf „Anti-Solipism, Part Two – Totems and Familiars“ heulen sie sich wieder die Seele aus und beeindrucken erneut mit so hypnotischen wie rockigen Klängen.

Neu ist hier wenig, doch die Musik klingt schwärzer denn je – am Besten zu hören im beschwörerischen „The City“. Schön dann der Gegensatz im darauffolgenden „In Case We Don’t Die“, der fast als bluesiger Gospel durchgeht. Diese Musik ist treibend, fiebrig, schamanisch und hat einen gewissen Zauber, der so noch nie gehört wurde.

Instrumentiert mit Posaunen, Saxophon, Mundharmonica und Banjos gelingt Reverend Shine Snake Oil Co. ein seltenes Kunststück: die Vereinigung von Blues, Jazz, Gospel, Soul und Voodoo. Und na klar, das ist nicht modern, aber das ist trotzdem auf der Höhe der Zeit. Obwohl aus Dänemark stammend, klingt diese Musik wie ein Zusammentreffen zwischen Voodoo-Priestern vom Mississippi mit Hank Williams und Jimi Hendrix. Es ist Karneval in New Orleans. Wir feiern die Lebenden und die Toten. Ein Fest für die Musik!

Reverend Shine Snake Oil Co.: „Anti-Solipism, Part Two – Totems and Familiars“, CD, 8 Songs, 39:20 min., Noisolution

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Musik

Kommentiere diesen Artikel