Jörg Smotlacha
24. September 2008

Großer Erfolg für Forschungsverein „Green Desert“

Projekt für solare Meerwasserentsalzung und agrarische Nutzbarmachung von Trockengebieten und Wüsten wird von der Stiftung „Eine Welt – eine Zukunft“ mit 6.500 Euro gefördert

Der erst im April dieses Jahres in Hannover ins Leben gerufene gemeinnützige Verein Green Desert e.V. ist mit einem Paukenschlag an die Öffentlichkeit getreten. Die Forschungsgruppe, die sich für solare Meerwasserentsalzung und agrarische Nutzbarmachung von semiariden Gebieten und Wüsten einsetzt, überzeugte bei ihrem ersten offiziellen Empfang im Kulturzentrum Faust mit der Vorstellung ihres Vorhabens und erhielt von der renommierten Stiftung „Eine Welt – eine Zukunft“ eine Spende in Höhe von 6.500 Euro. Mit einer kleinen Ausstellung veranschaulichten die Organisatoren die Thematik, mit der sich Green Desert beschäftigt. Zudem hatten die Besucherinnen und Besucher während eines Vortrages, bei dem Vorstandsmitglied Robert Strey die Praxisnähe des Projektes betonte, die Möglichkeit, sich über die brandaktuelle Thematik der solaren Meerwasserentsalzung zu informieren.

Die Vereinsmitglieder von Green Desert bekommen einen Scheck in Höhe von 6.500 Euro überreicht

Der Anfang ist gemacht: Die Vereinsmitglieder von Green Desert freuen sich über die Fördermittel

Bei Green Desert engagieren sich Studenten, Wissenschaftler und Privatpersonen unterschiedlichster Fachrichtungen. Das Ziel der Forschungsgruppe ist es, mit einer neuartigen, auf Solar- und Windenergie basierenden Meerwasserentsalzungsanlage der Problematik des akuten Nutzwassermangels in den trockenen Regionen dieser Erde entgegen zu wirken. „Unsere effektive Technik basiert auf einfachsten, überall zugänglichen Materialien und wird von jedermann bedienbar sein“, sagte die Green Desert-Vorsitzende Simone Hoffmann. Mit ihrer Anlage sind die hannoverschen Nachwuchswissenschaftler in der Lage, dezentral mindestens 1000 Liter Nutzwasser am Tag herzustellen, was laut Strey „den örtlichen Kleinbauern neue Möglichkeiten im Ackerbau bietet und sie unabhängiger gegenüber Konzernen und ausländischen Investoren macht“.

Für das Jahr 2009 ist in Kooperation mit der Universität Adana in der Türkei ein groß angelegter Feldversuch geplant. Die Weichen hierfür sind nun durch die großzügige Geldspende gestellt. Jürgen Gellert, Vorstandsmitglied der Stiftung „Eine Welt – eine Zukunft“, der im Beisein der Zuschauer den Scheck in Höhe von 6.500 Euro überreichte, lobte das Projekt: „Derartig engagierte Menschen sind in dieser Szene selten“. Ein erfolgreicher Abend für die jungen Forscher – Zeit zum Ausruhen bleibt jedoch nicht, denn „die Organisation und die Planungen für die Zusammenarbeit mit der Uni Adana müssen vorangetrieben werden“, so ein Vereinsmitglied.

weitere Informationen:
www.green-desert.info

(Foto: Henning Chadde)

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Kategorien: Politik

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