Sebastian Albrecht
1. Februar 2016

Vom Imperium nach Prag

Mit Rick McCallum begrüßt der Literarische Salon heute Abend einen Gast, der wahrscheinlich nur Star-Wars-Insidern bekannt ist: den Filmproduzenten Rick McCallum

Rick McCallum

Produzierte die Star-Wars-Episoden I bis III, hat das Lichtschwert aber inzwischen an den Nagel gehängt: Rick McCallum

Seit 1895 zum ersten Mal ein Film für ein zahlendes Publikum aufgeführt wurde, wurden zahlreiche Filme zu erfolgreichen Blockbustern, die ihren Schauspielern, Regisseuren und Filmstudios Ruhm und Geld im Überfluss bescherten. Nicht ganz so viele Filme überdauerten die Zeit, wurden zu Klassikern und setzten teilweise ganz neue Maßstäbe, sei es der Stummfilm “Metropolis” oder Orson Welles’ “Citizen Kane”, der von vielen Kritikern als bester Film aller Zeiten bezeichnet wird. Immer wieder prägen auch einzelne Personen das Medium Film, so beispielsweise der Schauspieler Charlie Chaplin, der auch Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in Personalunion war, oder Alfred Hitchcock, der noch heute als Meister des Suspense-Films gilt. Aber auch die Filme jüngerer Künstler haben ihre Spuren hinterlassen, so etwa “Pulp Fiction” von Quentin Tarantino, der einen fest verankerten Platz in der Pop-Kultur eingenommen hat.

Noch viel erfolgreicher als die genannten Beispiele war jedoch eine ganzen Filmreihe: Star Wars. 1977 lief “Krieg der Sterne” zum ersten Mal über die Leinwand – und den Film einfach nur als erfolgreich zu bezeichnen, würde ihm nicht gerecht werden. Für elf Millionen Dollar gedreht, spielte er über eine halbe Milliarde ein, und wurde dadurch zum bis dato erfolgreichsten Film. Die Handlung folgte zwar der bekannten Gut-gegen-Böse-Thematik, die Welt, in der sie spielte, wurde jedoch liebevoll und detailliert kreiert, dazu fuhr “Krieg der Sterne” mit für diese Zeit revolutionären Spezialeffekten auf. Zwar kam der Film nicht bei allen Kritikern gut an, seinen Schöpfer George Lucas er jedoch schlagartig berühmt. Zwei Fortsetzungen folgten: 1980 “Das Imperium schlägt zurück” und 1983 “Die Rückkehr der Jedi-Ritter”. Inzwischen ist Star Wars zu Kulturgut geworden und eint die unterschiedlichsten Menschen zum Kino-Gang. Denn es sollte nicht bei der einen Trilogie bleiben. In den Neunzigern überarbeitete Lucas alle drei Teile digital und 1997 begann mit “Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung” eine weitere Trilogie, die die Vorgeschichte beleuchten sollte.

Sowohl an der digitalen Überarbeitung der ersten Trilogie als auch an der zweiten, die durch “Der Angriff der Klonkrieger” und “Die Rache der Sith” komplettiert wurde, war ein Mann außerordentlich beteiligt, dessen Name den meisten wohl wenig sagen wird: Rick McCallum. Von 1990 bis 2012 war er für die Firma Lucasfilm als Produzent tätig. Als Disney das Unternehmen im Oktober 2012 aufkaufte, ging McCallum von Bord und gründete in Prag sein eigenes Studio “Film United”, mit dem er sich für die Serien “Borgias” und “Crossing Lines” verantwortlich zeigte. Auch wenn diese Geschichte schon interessant genug ist – der heutige Besuch McCallums beim Literarischen Salon hat natürlich einen aktuellen Grund: Im Dezember 2015 startete mit “das Erwachen der Macht” die nun dritte Star Wars-Trilogie, erstmals unter dem Banner von Disney. Interviewt wird McCallum von Tobias Kniebe, Redakteur der Süddeutschen Zeitung.

Montag, 1. Februar 2016:
“Von Star Wars zu Staropramen: Rick McCallum”, Gespräch mit Rick McCallum, Literarischer Salon, Königsworther Platz 1, Conti-Hochhaus, 14. Stock, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt: 5 Euro

(Foto: Pressefoto/Literarischer Salon/M. Slávik)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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