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Feinjustierung für die Abschiedstournee

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen den 1.FC Köln

Demnächst Schauplatz von 96-Spielen? Das Hardtwaldstadion in Sandhausen

Oh man, wo fang ich diese Woche bloß an? In nur fünf Tagen zwei Derbys mit insgesamt acht Gegentoren und null Punkten zu verlieren, ist schon scheiße. Verzeiht mir bitte die Fäkalsprache, aber seit Hugo Almeida damit anfing, juckt es immer wieder in den Fingern. Doch soll an dieser Stelle die Szenerie der letzten Woche nicht mehr aufgegriffen werden. Dass der Karren total verfahren ist und der Abstieg von Hannover 96 beschlossene Sache, weiß in Hannover jedes Kind. Glaubt ihr nicht? Erst vorhin hat ein kleiner Junge in einem Supermarkt keine Lust auf das neue Sticker-Album der Roten gehabt. Ein Junge und keinen Bock auf ein Sticker-Album? Ja! Seiner Meinung nach sind das nämlich alles „voll die Luschen“.

Das Hier und Jetzt

Auf der Pressekonferenz vor dem kommenden Heimspiel gegen den 1.FC Köln zeigte sich Thomas Schaaf gewohnt cool. Fragen zu seiner Zukunft als Trainer von Hannover 96 im Falle eines möglichen Abstiegs wollte er mit dem Verweis auf das Hier und Jetzt nicht beantworten, ließ jedoch durchblicken, dass Trainer und Vereinsführung in einem sehr vertrauensvollen Verhältnis zueinander stünden. Sollte es zum Abstieg kommen, wonach derzeit alles aussieht, dann wäre ein Neuanfang unter der Regie von Thomas Schaaf meiner Meinung nach nicht die schlechteste Idee. Doch reden wir hier immer noch über den Trainer in Diensten von Hannover 96. Bei all den zweifelhaften Entscheidungen der Vereinsführung in den letzten Jahren würde es mich nicht weiter verwundern, wenn Schaaf, aufgrund ausbleibenden Erfolges, noch vor Saisonende den Hut nehmen müsste. Ironie aus.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Mit dem 1.FC Köln kommen zwei alte Bekannte zurück ins altehrwürdige Niedersachsenstadion. Leonardo Bittencourt und Jörg Schmadtke geben sich die Ehre. Doch ob Wiedersehen in der aktuellen Situation beider Vereine wirklich Freude macht, wage ich zu bezweifeln. Die Kölner holten bislang in der Rückrunde nur vier Punkte – immerhin einen mehr als Hannover. So wirklich rund läuft es beim 1. FC also auch nicht, dennoch haben die Kölner noch ein Polster von sechs Punkten auf den Relegationsplatz 16. Doch Achtung! Gegen Hannover hat Köln zumindest statistisch betrachtet [1] so seine Probleme. Immerhin hat Leo Bittencourt im letzten Spiel seines Klubs den ersten Treffer für Köln gemacht. Ansonsten hätte er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gegen Hannover 96 genetzt – Wolfsburgs Schürrle lässt grüßen.

Geht da noch was?

So lautet die Frage des Wochenendes: „Geht da was?“ Hannover 96 könnte zumindest in der Rückrunden-Tabelle den Gegner aus Köln hinter sich lassen. Und derzeit ist man als Roter ja über jede Kleinigkeit glücklich. Wo das Tor steht, scheinen die 96er immerhin noch zu wissen: Am Montag gewann der inzwischen sehr kleine HSV gegen Sechstligist HSC Hannover mit 8:1. Abläufe einstudieren und Sicherheit holen – Feinjustierung für die Abschiedstournee. Oder geht da wirklich noch was? Ein Sieg würde jedenfalls den Abstand zur Frankfurter Eintracht auf Platz 16 verringern. Vorausgesetzt Frankfurt lässt Federn in Mönchengladbach. Jetzt oder nie: Hannover 96 gewinnt mit 1:0 gegen den 1.FC Köln.

Samstag, 12. März 2016, 15.30 Uhr:
Hannover 96 – 1.FC Köln

(Foto: KatB/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0 [2])

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