Marcel Seniw
1. April 2016

Siehst Du, Hamburg, so wird das gemacht!

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen den Hamburger SV

Hat aus dem Hamburger SV wieder einer Langweiler-Truppe gemacht: Bruno Labbadia

Oh Mann! Es ist doch echt nicht mehr schön mit dem Elb-HSV. Was können die eigentlich? In den letzten Jahren haben Mannschaft, Verantwortliche und Geldgeber des Hamburger SV sich richtig ins Zeug gelegt, damit es endlich was mit dem ersten Abstieg aus der Bundesliga wird. Doch der stark suizidgefährdete Bundesliga-Dino hat im letzten Moment dann doch immer einen Rückzieher gemacht und blieb der Liga dank einer peinlichen Intensiv-Relegation erhalten. Was für Lappen sind das eigentlich? Muss Hannover denen denn wirklich alles vormachen? Gut, lieber Elb-HSV, dann pass mal auf, wie Dein großer Bruder aus Hannover Dir zeigt, wie man so richtig gut mit Ansage absteigt!

Was ist bloß aus Euch geworden?

Diese Woche gibt es keinerlei Statistiken, die auch nur ansatzweise darauf hindeuten, dass Hannover 96 gegen den Hamburger SV siegen wird. Stattdessen bleibt es lustig. Denn Hannover 96 bietet trotz des – für jeden Menschen, der rechnen kann – praktisch feststehenden Abstiegs derzeit immer wieder so viele Lachnummern auf, wie man sie eigentlich nur vom morgigen Gegner aus Hamburg kannte. Was hatten die Hamburger für einen Trainer- und Funktionärs-Verschleiß in den letzten Jahren zu bieten? Sagenhaft! Doch seit der „hübsche Bruno“ wieder an der Seitenlinie steht, scheint die Truppe zur ungeahnten Langweiligkeit im Mittelfeld zurückgekehrt zu sein. Gut, der Hamburger SV steht auf Rang zwölf und ist nur vier Punkte vom direkten Abstiegsplatz 17 entfernt, doch dafür ist es eigentlich viel zu ruhig in Hamburg. Kann nicht wenigstens mal wieder Mama Lasogga aus irgendeiner Ecke springen und die Henne mimen? Und warum steht Bruno Labbadia eigentlich nicht kurz vor der Entlassung und warum hört man nichts von Dietmar Beiersdorfer? Oh Mann, Hamburg, was ist bloß aus Euch geworden?

Danke!

Derweil hat 96-Trainer Thomas Schaaf unter der Woche bekanntgegeben, dass er keinen Bock auf die Zweite Liga hat. Somit steht wieder ein Trainerwechsel an. Auf die aktuell gehandelten gehen wir jetzt mal nicht ein, denn das wird ja nun erst nach der Saison interessant. Es sei denn, man einigt sich noch einvernehmlich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung. Aktuell ist alles möglich in Hannover. Und da kommen wir zu einem möglichen Szenario. Warum nicht sofort mal einem jungen Trainer die Chance geben? Nicht zuletzt Julian Nagelsmann, 28 Jahre alt, hat in Hoffenheim bewiesen, dass junge Trainer etwas ändern können. So jung ist der ehemalige 96-Stürmer Daniel Stendel zwar nicht mehr, aber als Trainer der A-Junioren ist er auf jeden Fall noch grüner hinter den Ohren als Nagelsmann. Liebe 96-Führung: Gebt Daniel Stendel doch mal einen Freibrief und lasst ihn mit seinen talentiertesten Jugendspieler in der Bundesliga auflaufen. Wenn dann die Nummer 10 von Sandhausen nächste Saison vor so einem Jungspund steht, schlottern diesem nicht mehr so hart die Knie, denn immerhin durfte er sich schon ordentlich von den Bayern vermöbeln lassen. Nur eine Idee, aber die jungen Bengel würden sich ihren Allerwertesten wohl stärker aufreißen, als es die zusammengewürfelte aktuelle Truppe gerade macht. Danke Dirk Dufner, danke Michael Frontzeck, danke Martin Kind, danke Martin Bader und danke Christian Möckel! Ach ja, bevor ich es vergesse: Siehst Du, Hamburg, so wird das gemacht!

Samstag, 2. April 2016, 15.30 Uhr:
Hannover 96 – Hamburger SV

(Foto: Xuka/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0)

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Kategorien: Sports, Unrat

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