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Für eine Kultur der Bunten Tüten!

Es ist wieder soweit: Wir feiern bis die Leine bebt! Am 24. April kommt der Kulturkiosk zurück

Auch 2009 freuen wir uns auf einen kunterbunte Frühlingsausgabe des Kulturkiosk! Bei unserer langen Nacht der Kultur treffen Live-Musik und Elektro-Lyrik auf Trash-Magie, Short Stories und vieles mehr. Auf der Bühne des Kulturzentrums Faust und am Bunte-Tüten-Stand begrüßt langeleine.de bei der achten Ausgabe seines Hannover-Spezials eine wie immer charmante Mischung aus Künstlern aller Sparten – und natürlich Euch, unser wertes Publikum!

Beatpoeten und Donner - Der Kulturkiosk, 24.04.09

Sorgen für den Groove: Die Elektro-Lyriker von den Beatpoeten und der Indie-Songwriter Donner

Zu Gast sind die Elektro-Lyriker von den Beatpoeten mit ihrer Groove gewordenen und äußerst tanzbaren Version einer zeitgenössischen Slam Poetry 2.0 sowie der Indie-Soundtüftler und Sänger Donner, der virtuos mit hintersinnigen Lyrics und doppelbödigen Songs zu begeistern weiß. Hinzu gesellen sich der ost-ostekistanische Trash-Magier Kotelett Schabowski mit seiner schier unglaublichen Ektoplasma-Krims-Krams-Zaubershow und der Kurzgeschichten-Großmeister Hauke Voß. Das ist mal ein Ding! Durch den Abend führen die Moderatoren Henning Chadde und Jörg Smotlacha.

Hauke Voss und Kotelett Schabowski - Der Kulturkiosk, 24.04.09

Überraschen mit Wortjonglage und Wahnwitz: Hauke Voß und Kotelett Schabowski

Im Rahmenprogramm des Kulturkiosk zeigt Eugen Schulz seine Ausstellung “26.04.1986”, eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ihren anhaltenden Folgen.

Zur Aftershow-Party heißt es übrigens: Kulturkiosk goes Linden Love! Denn mit dem Kulturkiosk-Kombi-Ticket haben alle Besucher in der 60er-Jahre Halle freien Eintritt bei Hannovers beliebtester Party-Reihe.

Kioskgäste:

Beatpoeten:
Slam Poetry 2.0: Groovende Elektro-Lyrik mit Tanzappeal und Hirn

Die Beatpoeten Jan Egge Sedelies und Costa Alexander sind angetreten, um Grenzen zu sprengen. Über ihren Ansatz, aussagekräftige Lyrik und Textfragmente mit elektronischen Grooves und jeder Menge Durchdreh- und Tanz-Appeal zu mixen, sagen die beiden Künstler selbst: „Irgendwann war Punk langweilig, irgendwann wurden Open Mics bieder, irgendwann lag Staub auf der Gitarre, irgendwann hatten Gedichte einfach keine Bewegung mehr. Irgendwann nahmen wir uns eine Groovebox und ein Mikrofon und versuchten mal was Neues. Irgendwann kommen wir auch zu Dir!“ Das ist natürlich keinesfalls als Drohung zu verstehen, sondern als faires Angebot für eine mitreißend treibende Show für Tanzbein, Herz und Hirn. Folgerichtig schreibt das Intro über die Beatpoeten denn auch: „Wenn wir es uns so recht überlegen, haben wir seit Paul Hardcastles ’19‘ nicht mehr so zu Pop & Politics mit dem Taktfuß gewippt.“ Recht haben die Trend-Checker, denn so bewegend kann „Slam Poetry 2.0“ sein. Lasst uns die Poesie tanzen!

weiterlesen:
Sechs Fragen an die Beatpoeten [1]
Beatpoeten im Netz:
www.myspace.com/beatpoeten [2]

Donner:
Virtuose Indie-Universen mit großem Mut zur kleinen Geste

Christian Donner gibt seinen Songs und Texten Raum. Viel Raum. Und Tiefe. Und wenngleich es den ehemaligen Sänger und Gitarristen der hannoverschen Noise-Legende Boomer aktuell wieder musikalisch in „lautere“ Bandgefilde zieht, liebt er in seinen Solo-Shows den großen Mut zur kleinen Geste. Hier stellt sich der Einsatz der Mittel stets in den Dienst der Songs und der tiefgründigen, wundersamen und ebenso wunderschönen deutschen Texte. Und es verschaffen sich die leisen Gedanken mit Nachhall Gehör. Ein Umstand, der mittlerweile prominente Kreise zieht. So wurde die letzte Donner-EP „Das rote Haus links“ von keinem Geringeren als dem Wir sind Helden-Keyboarder Jean-Michel Tourette in dessen Sonnenstudio in Hannover produziert, und die Drums spielte exklusiv Helden-Drummer Pola Roy ein. Wer aber Lust hat, einen Künstler ohne große Produktion live und in Person zu erleben, der geht mit Donner beim Kulturkiosk gemeinsam „Gras wachsen hören“.

weiterlesen:
Sechs Fragen an Donner [3]
Donner im Netz:
www.myspace.com/christiandonner [4]

Hauke Voß:
Pointiert doppelbödige Short Stories mit Hintersinn

Hauke Voß hat sich vergleichsweise spät dazu durchgerungen, selbst auf die Bühne zu klettern. Sein schnörkelloser Vortragstil verdankt sich dabei der langjährigen Erfahrung in der Produktion kommerzieller Gebrauchstexte für verschiedene Unternehmensberatungen, Kommunikationsagenturen und das Bundespresseamt. Nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik und der Sozialwissenschaften in Berlin und Hannover ist der 31-Jährige Versschmied derzeit für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einem mittelständischen Unternehmen tätig. Auf das Konto seiner literarisch-kreativen Schaffens- und Bühnenkraft gehen inzwischen zahlreiche Teilnahmen an Lesebühnen und Poetry Slams, hinzu gesellen sich diverse Einzellesungen und etliche Gewinne im Bereich der genannten Poetry Slams. So platziert Voß sich und seine Kurzgeschichten in steter Regelmäßigkeit wort- und pointenstark unter den vorderen Plätzen von Hannovers Slam „Macht Worte!“, bereits zweimal konnte er die Dichterschlacht zur Gänze für sich entscheiden. Ein Ende dieses Höhenfluges ist nicht abzusehen. Gut so.

weiterlesen:
Sechs Fragen an Hauke Voß [5]

Kotelett Schabowski:
Unglaubliche Freestyle-Magie jenseits aller Vorstellungsgrenzen

Der gebürtige Ost-Osteke Kotelett Schabowski verdingte sich einige Jahre als Kettenkarussel-Bremser, Eisenfresser und lebendiges Bierfass, bevor er seine Fähigkeiten als Sensationsdarsteller ausbaute und bei einem nordrheinwestfälischen Knochenketten-Schamanen gegen Gebühr die hohe Kunst der Taschenspielerei erlernte. Auf der Bühne kombiniert der charmant Unverschämte Verblüffendes mit Absurdem, zaubert und zauselt sich radebrechend durch mentale Wunder mit hypnotisierten Zuschauern und/oder Tieren, präsentiert In- und Exorzismen, den Schädel des Grauens oder Joubini, den Schwamm des ewigen Lebens. Wobei letzterer allerdings ebenso inkontinent zu sein scheint wie Schabowskis Lieblingsopfer, der legendäre Waschbär-Stuntman Elvis Knievel. Abgerundet wird das Spektakulum der lebenden Schoten mit einer großen Portion Ektoplasma, die dem Herrn Magister Schabowski im Finale Grande aus einer seiner zahlreichen Körperöffnungen quillt. Kurz: Gegen Kotelett Schabowski nehmen sich Siegfried & Roy aus wie zwei zahnlose Floh-Dompteure.

weiterlesen:
Sechs Fragen an Kotelett Schabowski [6]

Download:


Kulturkiosk 24. April 2009, Flyer [7]
(pdf, 735 kb)

(Fotos: Pressefotos)

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