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Wo liegt doch gleich noch mal Heidenheim?

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Heute: das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim

War mit dem Spiel seiner Mannschaft in Düsseldorf zufrieden, braucht aber dringend mehr Punkte: 96-Trainer Daniel Stendel

Das 2:2-Unentschieden, das Hannover 96 letzte Woche in Düsseldorf erzielt hat, reichte den Roten, um die Fortuna auf Abstand zu halten und den dritten Platz zu verteidigen. Für den Angriff auf die Tabellenspitze aber war es zuwenig. Es war insgesamt ein Spiel, das den bisherigen Verlauf der Saison von 96 recht gut widerspiegelte – besonders in Person von Felipe. Der Brasilianer erzielte zwar die zwischenzeitlich 2:1-Führung der Roten, musste dann aber aufgrund eines gleichermaßen unnötigen wie dummen gefährlichen Spiels in Form eines zu hohen Beines mit gelb-roter Karte vom Platz. Freud und Leid liegen dicht beieinander: Das ist Hannover 96 in der Saison 2016/17. Einen neuen Eindruck konnten alle, die es mit 96 halten, aber dennoch gewinnen: Auch in Unterzahl gegen einen direkten Kontrahenten war Daniel Stendels Team immer noch das dominante Team auf dem Platz. Dass der Kader Klasse besitzt, das wussten wir schon zu Saisonbeginn, doch dass die Truppe auch Herz hat, das zeigte sie in Düsseldorf sehr deutlich. Davon darf es dann heute im nächsten Duell mit einem Verfolger gerne mehr sein: Hannover 96 empfängt den 1. FC Heidenheim.

Irgendwie doch noch ein „Exot“

Der Gegner aus Heidenheim ist auch für manchen Stammtisch-Experten eine harte Nuss. Wo liegt Heidenheim überhaupt, wurde ich erst letzte Woche von einem Freund gefragt. Zugegeben, dieser Freund drückt Hannover 96 zwar die Daumen, wirklich tief in der Materie Fußball steckt er dann aber nicht. Doch auch beim Plausch mit meinem fußballaffinen Vater kam es zu ähnlichen Aussagen. Und irgendwie haben beide ja auch Recht, denn wenn man zum Beispiel auch die Würzburger Kickers, rein sportlich gesehen, zu den drei „Exoten“ der 2. Bundesliga zählen darf, so können wir doch alle die Stadt Würzburg zumindest halbwegs richtig geografisch einordnen. Beim SV Sandhausen und dem 1. FC Heidenheim sind jedoch nicht nur die Norddeutschen ein wenig überfragt. Heidenheim spielt überhaupt erst seit zwei Jahren in der 2. Liga, doch scheint sich der Verein nun schon zu Höherem aufmachen zu wollen, wie der vierte Tabellenplatz belegt. Hoffen wir für heute Abend also, dass die mit Hannover punktgleichen Baden-Württemberger nach diesem Spieltag nicht vor 96 rutschen, denn spätestens dann kennen auch mein Vater und mein Freund den 1. FC Heidenheim.

Mehr Glück im Abschluss

Unter Flutlicht steht heute also wieder ein Topspiel für Hannover 96 an. Wie schon gegen die Fortuna muss sich 96 gegen einen direkten Verfolger zur Wehr setzen – und auch diese Woche ist ein Sieg wieder Pflicht. Da gab es ja so eine interne Ansage von Martin Kind, die vier Siege aus den letzten fünf Spielen zur Agenda machte. Auch wenn mit Heidenheim und dem VfB Stuttgart noch zwei Brocken vor den Roten stehen, so bleibt die Zielvorgabe realistisch. Daniel Stendel sah letzte Woche das bereits erwähnte Kämpferherz seiner Jungs: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass die Art und Weise, wie wir in Düsseldorf aufgetreten sind, wie dominant wir versucht haben, das Spiel anzugehen, wie wir versucht haben, das Spiel zu entscheiden, das ist, was sie mitnehmen sollen. Wir können sehr stolz sein auf das, was wir da gebracht haben, und das soll das zusätzliche Selbstvertrauen morgen gegen Heidenheim bringen“. Je mehr Selbstvertrauen desto besser also. Mit dem Glauben an die eigene Stärke funktioniert es dann im Abschluss heute Abend hoffentlich besser als in Düsseldorf, wo zweimal Aluminium und ein Verteidiger auf der Linie einem 96-Sieg in die Quere kamen. Es wäre ja auch wirklich fies gewesen, wenn Hannover den Düsseldorfer Fortunen wieder sechs Dinger eingeschenkt hätte. Mit dem nötigen Glück im Abschluss sollte es heute gegen Heidenheim aber klappen. Mein Tipp: Hannover gewinnt die Partie mit 2:0. So wahrt 96 den Abstand und kann das Verfolgerduell Heidenheim gegen Berlin am nächsten Wochenende etwas gelassener verfolgen.

Freitag, 2. Dezember 2016, 18.30 Uhr:
Hannover 96 – 1.FC Heidenheim

(Foto: Pressefoto/Hannover 96)

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