langeleine.de
22. April 2009

Sechs Fragen an Donner

Ein schnell geschossenes und direkt beantwortetes Interview zum Auftritt des Musikers Christian Donner beim KULTURKIOSK von langeleine.de am 24. April

Donner im Anschlag

Vorsicht, Donner schießt, äh, singt scharf

langeleine.de: Hallo Christian, was machst Du eigentlich neben der Musik?

Christian Donner: Mein Brot kann ich mir durch die Einnahmen aus meiner freiberuflichen Tätigkeit als Grafiker kaufen. Ferner gehören zu meinem Leistungsspektrum Fotografie, Audiodesign und Komposition.

ll: Wie bist Du dazu gekommen, Musik zu machen?

Donner: Meine Mutter hat mich im zarten Alter von fünf Jahren zur musikalischen Früh-Erziehung geschickt. Danach folgte die klassische Blockflöte. Bis zu meinem elften Lebensjahr wurde ich auf der Altflöte unterrichtet. Ich habe Flöten gehasst. Wie auch immer, mit Zwölf bekam ich dann schließlich Unterricht auf der Konzertgitarre. Allerdings war die Lehrerin so dermaßen unfähig, uns Anfängern etwas beizubringen, dass ich nach knapp eineinhalb Jahren, völlig desillusioniert von diesem Instrument, selbiges an den Nagel hängte. Circa zwei Jahre später kramte ich das gute Stück (eine Yamaha EC-12, auf der ich übrigens bis heute fast alle meine Songs geschrieben habe) hochmotiviert wieder hervor. Das einzige was vom Unterricht hängenblieb, war das Stimmen und der E-Moll-Akkord. Den Rest habe ich mir mehr oder weniger selbst beigebracht. Die ersten eigenen Songs schrieb ich noch bevor mir Jens Eckhoff (a.k.a. Jean-Michel Tourette) die Powerchords von „Smoke On The Water“ zeigte. Das war mit 17. Kurz darauf folgte die erste eigene Band.

Donner guckt

Wenn der Donner um die Ecke guckt…

ll: Was war das schönste Bühnenerlebnis, das Du je hattest?

Donner: Mit meiner Noiserock-Band Boomer durften wir 1997 als Support des Caspar Brötzmann Massakers spielen. Herr Brötzmann hatte kurz zuvor mit Page Hamilton, dem Mastermind von Helmet, eine gemeinsame Platte aufgenommen – Zulutime. Helmet waren damals unsere Götter und Caspar automatisch so etwas wie ein Nebengott. Das war der Hammer und einer der beste Boomer-Gigs die wir je gespielt haben.

ll: Was bedeutet Hannover für Dich?

Donner: Einiges. Hannover ist Heimat und wohl die einzige Liebe, die mich nie verlassen wird. Davon mal abgesehen, ist Hannover die praktischste Stadt der Welt. Das sage ich als Fußgänger und Freund der öffenlichen Verkehrsmittel.

ll: Was können unsere Zuschauerinnen und Zuschauer beim Kulturkiosk von Donner erwarten?

Donner: Ein emotionales Unwetter.

ll: Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Donner: Möglicherweise bin ich dann Baumhaus-Bewohner im Harz.

Nicht verpassen:

Am Freitag, dem 24. April, entert der Indie-Soundtüftler und Sänger Donner, der virtuos mit hintersinnigen Lyrics und doppelbödigen Songs zu begeistern weiß, die Bühne beim KULTURKIOSK von langeleine.de.

(Fotos: Pressefotos)

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Kategorien: Menschen, Musik

2 Kommentare

  1. Ramona sagt:

    People should read this.

  2. Henning sagt:

    Danke Ramona, das stimmt voll und ganz.

    Aber natürlich sollen die „People“ gerne auch am Freitag zum KULTURKIOSK in die Faust-Warenannahme in Linden kommen, um Donner und all die anderen tollen Künstler live zu erleben, gell?

    They should hear him!

    Liebe Grüße,
    Henning

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