Susanne Viktoria Haupt
13. April 2017

Ein Leben hinter der Kamera

Ein Portrait über einen der berühmtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts: “Don’t Blink – Robert Frank” im Kommunalen Kino

Für den Film “Don’t Blink” verließ Fotograf Robert Frank ausnahmsweise seinen Lieblingsplatz hinter der Kamera

Robert Frank ist eine lebende Fotografie-Legende. Inmitten der Beatniks der 1950er-Jahre in den USA schuf er mit seinem fotografischen Talent einen ganz neuen Blick auf die amerikanische Gesellschaft. Wie auch Nan Goldin und Diane Arbus fühlte er sich dem Ablichten des echten Lebens verpflichtet. Sein Foto-Band “The Americans” gehört bis heute zu den wichtigsten seiner Art. Seiner Arbeit und den damit neu festgelegten Spielregeln der Foto-Kunst folgten Scharen an jungen Künstlern. Robert Frank ist aber bis heute unerreicht. Man könnte ihn sogar fast den Hunter S. Thompson oder John Jeremiah Sullivan der Fotografie nennen, denn genau wie ein Gonzo-Journalist begab sich auch Frank stets in das Epizentrum des Geschehens. Er reiste umher, arbeitete eng mit Künstlern jeglicher Sparten zusammen – und jede und jeder wollte unbedingt vor seiner Kamera stehen.

Heute ist Robert Frank 93 Jahre alt und lebt in Amerika. Seine Mutter war Schweizerin, sein Vater deutsch-jüdischer Abstammung. Frank wuchs in der Schweiz auf, aber bereits Ende der 1940er-Jahre führte ihn sein Weg in die USA, wo er schnell einen Platz bei großen Medien wie Harper’s Bazaar und Vogue fand. Für den Dokumentarfilm “Don’t Blink – Robert Frank” traf Filmemacherin Laura Israel den Künstler und sprach mit ihm über seine Kunst, sein Leben, seine Schicksalsschläge und darüber, wie Frank sich dennoch seine ureigene Sicht auf die Dinge und seinen Humor bewahrt hat. Ein beeindruckendes Portrait von einem der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Heute zu sehen im Kommunalen Kino im Künstlerhaus.

Donnerstag, 13. April 2017:
“Don’t Blink – Robert Frank”, Portrait von Laura Israel, USA/F/Kanada 2015, 82 min., OmU, Kino im Künstlerhaus, Kommunales Kino, Sophienstraße 2, 30159 Hannover, Beginn: 18 Uhr, Eintritt: 6,50 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro

  • weitere Aufführungen:
  • Freitag, 14. April, 18 Uhr
  • Samstag, 15. April, 18 Uhr
  • Sonntag, 16. April, 20.15 Uhr
  • Montag, 17. April, 20.15 Uhr
  • Dienstag, 18. April, 20.15 Uhr

(Foto: Filmstill/Kommunales Kino)

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Kategorien: Film, Kunst, Tagestipps

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