Jörg Smotlacha
17. Mai 2017

Von der Macht der Bilder

Die Galerie für Fotografie hinterfragt in ihrer aktuellen Ausstellung “Images in Conflict”, wie uns die aktuelle Bilderflut in den Medien beeinflusst

Wie viel Wahrheit steckt in Fotos bei der Kriegsberichterstattung? Christoph Bangert, aus der Serie “War Porn”, 2014

Unsere Kultur ist visuell geprägt, keine Frage. Bilder beeinflussen uns, wenn wir uns durch sie informieren, ganz gleich, welche Nachrichten-Kanäle wir benutzen. Mit Hilfen von Bilder versuchen wir, die Welt zu verstehen, sie bestimmen die täglichen Meldungen und unser Verständnis der aktuellen Politik, beispielsweise der in Krisen, Konflikten und Kriegssituationen. Doch gibt es eine Wahrheit in der allgemeinen Bilderflut? Wie gehen wir mit der Bilderschwemme und der Möglichkeit ihrer Manipulation im digitalen Zeitalter um? Glauben wir alles, was wir sehen? Oder zweifeln wir es an? Und wenn ja, warum?

Und andersherum: Was müssen Fotografen, Künstler und diejenigen, die Bilder produzieren, beachten, um uns wirklich neutral zu informieren? Was ist objektive Wahrheit? Und welche Perspektiven benötigen die Betrachterinnen und Betrachter? Die Frage, ob ein Bild objektiv sein kann, ist so alt wie die Fotografie an sich. Beispiele gibt es genug. In der Eisfabrik stellt sich die Galerie für Fotografie all diesen Fragen und versucht mit ihrer aktuellen Ausstellung “Images in Conflict” Antworten zu geben. Dona Abboud, Christoph Bangert, Edmund Clark, Harun Farocki, Ziyah Gafić, Dirk Gieselmann, Armin Smailovic und Tim Hetherington thematisieren in ihren Arbeiten die Funktion von Bildern in gesellschaftlichen Krisensituationen und hinterfragen die Rolle der Medien in der aktuellen Berichterstattung. “Images in Conflict” ist von heute an einen Monat lang in der Südstädter Galerie zu sehen.

Mittwoch, 17. Mai 2017:
“Images in Conflict – Bilder im Konflikt”, Ausstellung, Vernissage, Galerie für Fotografie Hannover, Eisfabrik, Seilerstraße 15d, 30171 Hannover, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Juni zu sehen
  • Öffnungszeiten: Do bis So 12-18 Uhr
  • Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Christoph Bangert/Galerie für Fotografie)

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Kategorien: Kunst, Medien, Tagestipps

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