Susanne Viktoria Haupt
9. Juli 2017

Phantastisch fein

Im Sprengel Museum wird derzeit die erste Museumsschau des Filme-Machers Wenzel Storch gezeigt

Für Fans von Gregor Samsa: “Kafka-Kinderzimmertapete” von Wenzel Storch

Der Braunschweiger Wenzel Storch dürfte den meisten durch Filme wie beispielsweise “Die Reise ins Glück” bekannt sein. Seinen Stil als Regisseur und Produzent beschreibt man gerne als surreal und phantastisch, und das haut auch als Beschreibung alles durchaus hin. Was aber bisher wohl die Wenigsten wussten, ist, dass Storch eben auch ein Herz für die Bildende Kunst hat. In Form von sehr feinen, unaufdringlichen, aber nicht minder poetischen und vor allem pointierten Skizzen hat sich Storch mit seinem eigenen Dasein inmitten der (Pop-)Kultur der vergangenen Dekaden auseinandergesetzt.

Eben wie auch in seinen Filmen, hält er Kritik an Kirche und Religion nicht zurück, rückt aber auch große Schriftsteller wie Ingeborg Bachmann oder Franz Kafka in den Mittelpunkt seiner Werke. Seit April zeigt das Sprengel Museum die Ausstellung “Wenzel Storch. Das heiße Eisen der Erinnerung”. Mit viel Humor und Sinn für Reflexion können die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung so einen Abstecher in Wenzel Storchs eigene Erinnerungen und Wahrnehmungen unternehmen. Eine echte Premiere für Storch und ein Hit für jeden, der den Weg zum Sprengel Museum auf sich nimmt.

Sonntag, 9. Juli 2017:
“Wenzel Storch. Das heiße Eisen der Erinnerung”, Ausstellung von Wenzel Storch, Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover, geöffnet: 10 bis 18 Uhr, Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 4 Euro

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Juli zu sehen
  • Öffnungszeiten: Di 10-20 Uhr, Mi bis So 10-18 Uhr
  • freitags Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Sprengel Museum)

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Kategorien: Kunst, Tagestipps

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