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Galaxien für Warmduscher
von Claudia Föllmer, Dienstag, 7. Juli 2009
Science Fiction ohne Weltraumkrieg, dafür historische Trickfilme, Marionettenfilme und Raumschiff-Serien aus den 50er- bis 70er-Jahren: der “Science Fiction für Arme”-Abend im Kronen Sieben
Bei “Peti und der Roboter” wird der hilfreiche Haushalts-Roboter zur großen Gefahr
An “och, wie drollig” denkt man bei Science Fiction-Filmen ja eigentlich nicht, aber es kommen nun mal nicht alle außerirdischen Wesen auf unseren Planeten, um die Erde zu zerstören, und nicht alle Raumschiffe schlagen sich im Weltall mit Klingonen und solchem Pack umher. Jawohl, es geht auch ohne futuristische Monster und galaktische Kampfszenen. Harmlose Weltallphantasien und Zukunftsvisionen verspricht das Programm “Science Fiction für Arme” im Lister “FilmKunstRaum” Kronen Sieben. Da geht es um mehr als Science Fiction, man könnte fast behaupten um wahre Lernfilme, verpackt in den Mantel der Science Fiction.
Der Marionettentrickfilm “Sybille und das kleine i” handelt, wie der Name es unterschwellig verrät, von Sybille, einem kleinen Mädchen aus einer großen Stadt ohne Spielplatz. Also träumt sich Sybille ganz einfach auf einen anderen Stern, wo es keine Probleme geben soll. Doch das kleine i und das kleine y entdecken das Mädchen und melden es natürlich sofort dem Chef, dem großen X. Eigentlich ist es auf dem Stern verboten zu denken, das machen nur Menschen, daher mag der Chef die Menschen nicht. Das Denken bringt alles durcheinander und genau das bewahrheitet sich auch, als die drolligen Aliens ein paar Gramm Denken von Sybille abzapfen wollen…
Dann gibt es noch den poetischen Zeichentrickfilm “Besuch aus dem Weltall” über eine Freundschaft zwischen Mensch und Alien und eine dramatische christliche Science Fiction-Serie namens “Raumschiff Terra 12″, bei der es so einiges über Moral und Ethik und das Christentum zu lernen gibt. Bei “Peti und der Roboter” wiederum handelt es sich um einen ungarischen Zeichentrickfilm, der eine moderne Form der Fabel vom Zauberlehrling entspricht, aber visuell um einige Effekte und Animationen reicher ist: Zwei Kinder mit einem Dackel wollen einen Haushalts-Roboter für sich arbeiten lassen. An und für sich verständlich und keine schlechte Idee, aber der Roboter spielt plötzlich verrückt, und es wird ganz schön gefährlich. Und nur noch der Eigentümer des Roboters, der Professor kann die Beteiligten aus der heiklen Situation retten.
Absolut lehrreich, oder? Science Fiction für Warmduscher eben. Denn keine Sorge: Es gibt kein interstellares Geballer, keinen Weltraumkrieg, keinen Angriff der Killer-Aliens, und die Erde wird am Ende auch nicht zerstört.
Dienstag, 7. Juli 2009:
“Science Fiction für Arme. Harmlose Weltallphantasien und Zukunftsvisionen”, Kronen Sieben, FilmKunstRaum, Kronenstr. 7 / Weißekreuzplatz, 30161 Hannover, Beginn: 20 Uhr
(Foto: Pressefoto)
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