Volles Haus scheint sicher
von Robert Höwelkröger Dienstag, 7. Juli 2009Das BootBooHook-Festival auf dem Faust-Gelände erreicht in diesem Jahr eine neue Dimension
Am 21. und 22. August findet zum zweiten Mal nach 2008 das BootBooHook-Festival auf dem Faust-Gelände in Hannover-Linden statt. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde nun das Programm der Öffentlichkeit präsentiert. Die Veranstalter Dirk Darmstaedter von Tapete Records, Heiko Heybey von der Faust-Gastronomie und dem Spandau Projekt sowie Arne Teichmann vom Kulturzentrum Faust stellten die Planungen für dieses Jahr vor und wagten auch einen Ausblick auf die Zukunft des Festivals.

Das Veranstalter-Team stellte das BootBooHook 2009 vor: Dirk Darmstaedter, Heiko Heybey und Arne Teichmann mit dem Festival-Banner
In diesem Jahr werden erstmals auf drei Bühnen 30 Bands spielen. Dabei haben die Organisatoren eine neue Open Air-Stage geplant, welche die bewährten Bühnen in der 60er-Jahre Halle und im Mephisto ergänzen wird. Dadurch erhöht sich auch das vorhandene Kartenkontigent auf 4500, wovon bereits knapp 2500 verkauft worden sind, was gut sieben Wochen vor dem Festival einer wirklich guten Quote entspricht. Auffällig ist dabei, wie Heiko Heybey berichtete, dass von den verkauften Tickets nahezu die Hälfte an Auswärtige aus der gesamten Bundesrepublik gingen. “Dadurch stoßen wir natürlich schon an unsere Grenzen und mussten das Camping Areal vergrößern. Neben dem Gelände rund um die Boykott-Wiese am Strandleben werden wir einen zweiten Bereich zusammen mit der Sport-Uni zur Verfügung stellen.” Die Festivaltickets kosten im Übrigen im Vorverkauf 24 Euro, die Tagestickets 18 Euro. An der Abendkasse - wenn es noch eine geben sollte - kosten die Festivaltickets dann 29 Euro und die Tagestickets 22 Euro.
Nur zwei Mal bei Open Airs zu sehen in diesem Jahr: Tocotronic, der Headliner am Freitag
Größen der Indie-Szene geben sich die Ehre
Das Line-Up des BootBooHook-Festivals besitzt in diesem Jahr eine sehr große Qualität. Dadurch ist den Veranstaltern vorab schon einmal ordentlich Aufmerksamkeit sicher. So fand das BootBooHook in fast allen wichtigen Festival Guides einen Platz in den Top-Festivaltipps. Damit sehen sich die Veranstalter schon an einem Punkt, den sie eigentlich erst im kommenden Jahr zu erreichen hofften. Denn schließlich darf nicht vergessen werden, dass 2009 erst die zweite Auflage des Festivals stattfindet. Im letzten Jahr kamen zwar mit 1200 Besuchern ebenfalls bereits mehr als erwartet, dennoch war mit der nun schon feststehenden Steigerung in der zweiten Auflage nicht zu rechnen. Grund dafür ist sicher vor allem die hohe Qualität der teilnehmenden Bands. Besonders die beiden deutschlandweit bekannten Hauptacts Kettcar und Tocotronic ziehen die Massen und sorgen für den zu diesem Zeitpunkt nicht erwarteten Zuspruch. Zudem spielen Tocotronic insgesamt nur zwei Open Air-Konzerte in diesem Jahr und Kettcar werden ihren Gig mit Streichern bestreiten, ebenfalls ein Highlight für Fans.

Das offizielle Plakat zum Festival 2009
Internationales Flair in Hannover
Tapete-Macher Dirk Darmstaedter, der auch selbst auf dem Festival auftritt, erklärte, wie es zu dieser Besetzung kam: “In erster Linie spielen hier Bands, die uns gefallen. Natürlich ist es schön, eine gemeinsame Schnittmenge mit den Wünschen des Publikums zu finden. So haben wir zwei bekannte Headliner verpflichten können und füllen mit einem sehr starken Mittelfeld das Line-Up des Festivals.” Auch internationale Acts werden im August den Weg nach Hannover finden, wenngleich die deutschen Bands deutlich in der Überzahl sind. So werden aus Schweden Pixie Carnation, The Late Call, Norma und Dial M for Murder spielen, aus Dänemark sind Veto und aus Großbritannien werden The Sea ihre Visitenkarte abgeben. Nach den Live-Konzerten an beiden Tagen wird jeweils noch eine Aftershow-Party auf zwei Ebenen stattfinden, die dann beide Tage mit wechselnden Indie-DJs würdig ausklingen lassen wird.

Kettcar, am Samstag der Headliner auf der Hauptbühne, kommen mit Streichern
Ausblick auf die kommenden Jahre
Da allem Anschein nach schon in diesem Jahr die Kapazitäten weitgehend ausgeschöpft werden können, machen sich die Veranstalter bereits über die nächsten Jahre Gedanken. “Ziel war es von vornherein, mit dem BootBooHook ein mittelgroßes Festival im urbanen Raum zu etablieren. Diesem Ziel kommen wir nun schon in diesem Jahr sehr nahe”, schildert Heybey. Er könne sich aber gut vorstellen, dass das Festival noch ein paar Jahre in diesem Rahmen auf dem Faust-Gelände stattfinden wird. Ansonsten habe er bereits andere Flächen im Hinterkopf, auf die das Festival vielleicht in ein paar Jahren ausweichen könnte. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Erst einmal stehen zwei Tage randvoll mit starker Live-Musik aus den Bereichen Alternative, Pop und Indie vor der Tür, die es in sich haben werden. Bleibt zu hoffen, dass auch das Wetter mitspielt.
weitere Informationen, das Lineup, Tickets, Camping-Möglichkeiten, Geländeinfos, Anfahrt und vieles mehr:
www.bootboohook.de
(Fotos: Robert Höwelkröger (1), Pressefotos (2,3,4))
Rubrik: Lokalitäten, Musik
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