Jörg Smotlacha
10. Oktober 2017

Wenn Quentin Tarantino James Last über den Tisch zieht

Schwer psychedelisch und dennoch wohltuend entspannend: Kuhn Fu im Café Glocksee

Definitiv einen Besuch wert, nicht nur für Jazz-Freunde: Kuhn Fu im Café Glocksee

Sie kommen aus dem schön beschaulichen Groningen, sind aber eigentlich ziemlich multinational: Christian Kuhn, Ziv Taubenfeld, Esat Ekincioglu und George Hadow wissen “wie man Jazz, Post-Rock, Noise, Ravel und die dunkle Seite James Lasts zusammen an einen Tisch bringt”. Keine Frage: Kuhn Fu sind eine echte Überraschung im Programm
des ohnehin erfinderischen wöchentlichen Ruby Tuesdays in der Glocksee, denn hier trifft Beethoven auf Duke Ellington und Quentin Tarantino und Jimi Hendrix jammt mit Frank Zappa und Miles Davis.

So überraschend ist die Besetzung von Kuhn Fu zwar gar nicht, aber das überaus jazzige Drum-Set und die immerhin originelle Bass-Klarinette sorgen neben aufheulenden Gitarren und einem groovendem Gitarren- und Bass-Fragment durchaus für eine Dynamik, die verblüfft. Da weiß man gar nicht, ob man tanzen soll oder einfach nur perplex sein und zuören. Freestyle war irgendwie out, oder? Seit Kuhn Fu darf das neu diskutiert werden.

Dienstag, 10. Oktober 2017:
Kuhn Fu, Ruby Tuesday, Café Glocksee, Glockseestr. 35, 30169 Hannover, Beginn: 21.30 Uhr, Eintritt frei

reinhören:

(Pressefoto/Café Glocksee)

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Kategorien: Musik, Tagestipps

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