Marcel Seniw
20. Oktober 2017

Eine respektable Adresse

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Heute: das Auswärtsspiel beim FC Augsburg

Schnellster Spieler der Bundesliga: 96-Stürmer Ihlas Bebou

Abgehakt. Die zweite Niederlage der Saison war für Hannover 96 ja quasi wie die erste. Kurz vor Ende einer Partie noch den Lucky Punch zu kassieren, kann aber auch beim zweiten Mal noch ziemlich wehtun. Nach vier Spielen ohne Sieg sollte Hannover 96 nun morgen beim FC Augsburg so langsam wieder einen Erfolg erleben, denn wenn erst einmal eine Negativ-Serie einsetzt, kann sich diese auch in den Köpfen der Spieler festsetzen. Und beim Blick auf die kommenden Gegner von Hannover, die unter anderem aus Dortmund und Leipzig kommen, wäre ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten, wie es der FCA nach dem Abstiegskampf der letzten Saison nun einmal ist, ein Faustpfand – erst recht auswärts.

Ein Lieblingsgegner?

Anfangs wurde der FC Augsburg in der Bundesliga vielleicht belächelt, doch über die Jahre ist der Verein zu einer respektablen Adresse im deutschen Oberhaus geworden, da kann der Abstiegskampf des letzten Jahres den guten Schein auch nicht trüben. Doch wenn die Fuggerstädter in der Bundesliga auf Hannover 96 trafen, dann haben sie meistens den Kürzeren gezogen: In zehn Spielen gewann 96 fünfmal, spielte dreimal Remis und unterlag nur zweimal. Wobei die beiden Niederlagen der Roten in den letzten beiden Bundesliga-Spielen gegen Augsburg zustande kamen, in der Abstiegs-Saison 2015/16. So gesehen könnte man Augsburg im Jahre 2017 als einen der kleinen Gegner bezeichnen, die 96 unbedingt schlagen muss. Doch das 2:2 in Hoffenheim zeigte vor einer Woche, dass der FC Augsburg auch gegen vermeintlich stärkere Mannschaften Punkte holen kann – selbst wenn die Mannschaft zweimal in Rückstand geriet.

Wolfsburg, Dortmund, Leipzig…

Wie anfangs erwähnt: Die kommenden Gegner von Hannover 96 werden es in sich haben. Unter der Woche steht im Pokal noch der VfL Wolfsburg auf dem Programm, danach folgen in der Bundesliga Borussia Dortmund und RasenBallsport Leipzig. Ein gutes Szenario könnte so aussehen: Gegen die Unentschieden-Könige aus Wolfsburg rettet sich 96 in ein Elfmeterschießen, kegelt dort als Außenseiter die VW-Millionen-Truppe raus, und tankt daraus Selbstvertrauen, um dann gegen zwei hart pressende Mannschaften zu zeigen, dass Breitenreiters Abwehr die Feuertaufe in bestmotiviertem Zustand durchaus bestehen kann. Doch genug der Gedankenspiele, nun steht erst einmal das Spiel in Augsburg vor der Tür.

Der FCA wird unangenehm

Gegen die kommenden Gegner könnte 96-Stürmer Ihlas Bebou mit seinem Tempo eine Waffe werden, doch auch der FC Augsburg hat einen Sprinter par excellence in seinen Reihen. Marcel Hellers Tempo dürfte Hannover 96 noch in Erinnerung geblieben sein, schließlich war er der herausragende Akteur, als 96 gegen den SV Darmstadt am Eröffnungsspieltag der Saison 2015/16 nur 2:2 spielte. Und warum erwähne ich Heller und Bebou? Weil beide Akteure die bislang schnellsten Sprints in der Bundesliga abgeliefert haben. Ob die beiden Raketen der Kontrahenten einen entscheidenden Anteil am Ausgang der Samstags-Partie haben werden, kann ich zwar nicht beantworten, aber einen Tipp gebe ich trotzdem ab: Der FCA ist verdammt heimstark, doch Hannover 96 auswärts auch ein unangenehmer Gegner, weshalb ich auf einen dreckigen Last-Minute-Sieg der Roten tippe. Hannover 96 holt sich in einem von Kontern geprägten Spiel kurz vor Schluss einen 2:1-Sieg!

Samstag, 21. Oktober 2017, 15.30 Uhr:
FC Augsburg – Hannover 96

(Foto: Fuguito/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0)

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Kategorien: Sports

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