Jörg Smotlacha
14. November 2017

Wahr und unwahr

Ein Polit-Thriller aus Deutschland: “Die Lügen der Sieger” im Kino im Künstlerhaus

Thematisiert die Frage der Verlässlichkeit von Informationen: “Die Lügen der Sieger”, Filmplakat

Fabian Groys (Florian David Fitz) ist ein renommierter Redakteur beim Berliner Nachrichtenmagazin “Die Woche”. Gemeinsam mit seiner Praktikantin Nadja (Lilith Stangenberg) recherchiert er in einem vermeintlichen Giftmüllskandal: Mitarbeiter der Entsorgungsfirma Kuros sind gefährlichen Substanzen ausgesetzt. Als sich herausstellt, dass die Kuros-Mitarbeiter vorher mit der deutschen Bundeswehr in Afghanistan waren, erhält die Story bundespolitische Dimensionen. “Die Woche” wählt Groys’ Story als Titelstory und das Aufsehen ist groß.

Doch dann stellt sich heraus, das Groys und Nadja falschen Informationen aufgesessen waren, die eine PR-Agentur ihnen untergejubelt hat. Außerdem werden Groys Büro- und Privat-Computer “gehackt” und die beiden Journalisten wissen nun nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen können…

In Christoph Hochhäuslers Thriller “Die Lügen der Sieger” stehen die Auseinandersetzung mit Macht, Lobbyismus und die Manipulation von Medien im Mittelpunkt. Letztendlich stellt der Film die Frage nach der Verlässlichkeit von Informationen, ohne Zweifel ein hochaktuelles Thema. Doch die Kritik blieb gespalten: Während der Spiegel schrieb, dass Hochhäusler einen “deutschen Polit-Thriller” gedreht habe, “der den Namen auch verdiene”, fand die Zeit die Hauptfiguren zu “stereotyp”. Heute ist “Die Lügend der Sieger” im Kino im Künstlerhaus zu sehen.

Dienstag, 14. November 2017:
“Die Lügen der Sieger”, Polit-Thriller von Christoph Hochhäusler, D 2014, 112 min, Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover, Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 7,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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