Susanne Viktoria Haupt
7. Mai 2018

Neues aus dem Skurrilitäts-Universum

Nach “Fantastic Mr. Fox” bringt Wes Anderson mit “Isle of Dogs” seinen zweiten Stop-Motion-Animationsfilm in die Kinos

Eine Fabel, wie sie nur von Wes Anderson kommen kann: “Isle of Dogs”, Filmplakat

Ich habe wirklich schon einige Filme von Wes Anderson gesehen, allerdings habe ich von der eigentlichen Handlung bisher stets wenig mitbekommen. Ursache dafür ist mein Freund, der bei Andersons Filmen immer einen 90- bis 120-minütigen Lachanfall bekommt. Egal ob “The Royal Tennebaums”, “Fantastic Mr. Fox” oder “Grand Budapest Hotel”, das Gelächter war groß. Aber es sind nicht nur die skurrilen Figuren und Handlungen, sondern auch die Farben von Andersons Filmen, die stetige Aufmerksamkeit bekommen mögen. Seine jeweiligen Farb-Paletten, die er seinen Filmen zugrundelegt, faszinieren und inspirieren Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt. Selbst Dekorateure und Innen-Architekten lassen sich von Andersons Farbauswahl inspirieren.

Nachdem der kultige Filmemacher mit seinem Animationsfilm “Fantastic Mr. Fox” bereits 2009 Ruhm und Ehre ernten konnte, liefert er mit “Isle of Dogs” nun einen weiteren Animationsfilm, der in bester Manier des Filmemachers daherkommt. Im Zentrum der Handlung steht eine Insel, die als Exil für Hunde gilt. Nachdem sich auf dem Festland eine Art Hundegrippe ausgebreitet haben soll, werden nun alle Vierbeiner auf diese Insel verschifft. Dort leben sie zwischen Ratten und reichlich Müll in einer konstruierten Hunde-Gesellschaft. Den Kampf ums Überleben mit eingeschlossen. Parallel dazu versuchen Wissenschaftler wie auch Jugendliche auf dem Festland, die Deportation von Hunden zu stoppen. Eifrig arbeiten sie an einem Serum und versuchen, eine mögliche Verschwörung aufzudecken. Aber so richtig ins Rollen kommt die Sache erst, als Atari, das Mündel des Bürgermeisters auf die Hunde-Insel fliegt, um seinen Wachhund wiederzufinden. Und Atari ist fest entschlossen, seinen Hund wieder mit nach Hause zu nehmen…

Schon ein kurzer Blick auf die groben Eckpunkte der Handlung des Films zeigt, dass es sich wahrlich um einen echten Anderson handelt. Skurril, abwegig, aber irgendwie doch denkbar mit einer versteckten gesellschaftlichen Kritik. Eine ganz fabelhafte Fabel also. “Isle of Dogs” ist heute als Vorpremiere im Kino am Raschplatz zu sehen.

Montag, 7. Mai 2018:
“Isle of Dogs”, Vorpremiere, GB/D 2018, 101 min., OmU, Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover, Beginn: 20.45 Uhr, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt: 8,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Musik, Tagestipps

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