Jörg Smotlacha
11. Mai 2018

Showdown in der BayArena

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen

Darf zum Saison-Abschluss auch noch einmal ran: 96-Torhüter Michael Esser

Zu nächst einmal bleibt festzuhalten, dass Hannover 96 als Aufsteiger eine wirklich gute Bundesliga-Saison gespielt hat. Das Team von Trainer André Breitenreiter stand nicht nur nicht ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz, es hatte auch im Grunde genommen während der ganzen Saison nicht ein einziges Mal mit dem Abstiegskampf zu tun. Und noch viel wichtiger: 96 erwies sich in beinahe allen Bundesliga-Spielen der abgelaufenen Saison als würdiger Bundesligist, der es seinen Gegnern schwer machte, egal, ob diese aus Leipzig, Stuttgart oder Dortmund kamen.

Bester Nord-Club?

Morgen trifft Hannover 96 im allerletzen Bundesliga-Spiel der Saison auf Bayer 04 Leverkusen. Eigentlich geht es für die Roten um nicht mehr viel, liegen sie doch auf Tabellenplatz 13 jenseits von Gut und Böse, aller Sorgen ledig. André Breitenreiter immerhin hat auf der Pressekonferenz vor dem Spiel noch die Losung ausgegeben, dass 96 bester Nord-Club werden wolle. Ein Ziel, das den Fans gefallen dürfte. Und um in der Abschlusstabelle nicht nur die noch um den Abstieg zitternden Vereine aus Hamburg und Wolfsburg hinter sich zu lassen, sondern auch den Rivalen aus Bremen, muss in Leverkusen zumindest ein Punkt geholt werden.

Sturmlauf von Bayer

Weitaus größere Brisanz aber besitzt das morgige Spiel für die Leverkusener, geht es doch um nicht weniger als den Showdown um den Einzug in die Champions League, der die insgesamt gelungene Saison von Bayer 04 krönen würde. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Leverkusen nicht nur Hannover schlagen, sondern auch auf ein günstiges Ergebnis in der parallel stattfindenden Begegnung 1899 Hoffenheim gegen Borussia Dortmund hoffen. Sicher in der Champions League wäre der Werksverein nur mit einem 5:0. Auf solch ein Ergebnis zu spielen, schloss Bayer-Trainer Heiko Herrlich aber aus und zeigte Respekt vor dem Gegner aus Hannover. Dennoch ist ein Stumlauf der Bayer-Elf wahrscheinlich.

Salif Sané läuft als Käptn auf

Bei Hannover 96 hat André Breitenreiter einige Änderungen in der Aufstellung angekündigt. Allen voran wird Torhüter Michael Esser Stammkeeper Tschauner ersetzen und von Beginn an auflaufen. Auf der rechten Abwehrseite dürfte Julian Korb den angeschlagenen Oliver Sorg vertreten und im Mittelfeld könnten Marvin Bakalorz oder Iver Fossum für den gesperrten Pirmin Schwegler spielen. Eine besondere Ehre wird Salif Sané zuteil: In seinem einhundertsten und letzten Match für Hannover 96, darf der Senegalese, der nach der Saison zu Schalke 04 wechselt, erstmals als Kapitän auflaufen. Ob das hannoversche Team unter diesen Umständen noch konzentriert genug ist, um den Leverkusener Angriffswirbel unbeschadet zu überstehen, bleibt abzuwarten, aber vielleicht zaubern ja beide Teams, immerhin endete das denkwürdige Hinspiel 4:4. Ich persönliche wäre mit einem 2:2 auch zufrieden.

Samstag, 12. Mai 2018, 15.30 Uhr:
Bayer 04 Leverkusen – Hannover 96

(Foto: Pressefoto/Hannover 96)

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Kategorien: Sports

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