Milena Wurmstädt
16. Mai 2018

Was danach geschah

Kommunales Kino: Der Dokumentarfilm “Long Night’s Journey Into Day” erzählt, wie Südafrika versucht hat, die Apartheid zu verarbeiten

Südafrika nach der Repression: “Long Night’s Journey Into Day”, Filmplakat

Was passiert mit einem Land, das systematisch einen großen Teil der Bevölkerung unterdrückt hat, wenn diese Repression zumindest rechtlich gesehen aufgehoben wird? Wie gehen Unterdrückerinnenm, Unterdrücker und Unterdrückte miteinander um? Welche rechtlichen Konsequenzen werden gezogen? Diese Fragen stellt der Dokumentarfilm “Long Night’s Journey Into Day”, der von der Geschichte nach der Apartheid in Südafrika berichtet.

Nachdem Nelson Mandela 1994 der erste schwarze Präsident von Südafrika wurde und die Apartheid für beendet erklärt wurde, gab es Forderungen nach einer Bestrafung der ehemaligen Trägerinnen und Träger des rassistischen Systems. Dem gegenüber standen Forderungen nach Straffreiheit von Seiten der ehemaligen Unterstützerinnen und Unterstützer. Als eine Art Kompromiss wurde schließlich die “Truth & Reconciliation Commission” gegründet, welche Täter und Opfer der Apartheid zusammenbringen sollte. Vor dem Film wird es eine Einführung von Brigitte Reinwald geben, die an der Leibniz-Universität Hannover tätig ist.

Mittwoch, 16. Mai 2018:
“Long Night’s Journey Into Day”, Dokumentarfilm von Frances Reid/Deborah Hoffmann, USA 2000, 94 min., OmU, Kommunales Kino im Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 6,50 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro

(Foto: Pressefoto/Kommunales Kino im Künstlerhaus)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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