Susanne Viktoria Haupt
11. September 2018

Wenn es knapp wird, müssen schnell Lösungen her

Erdöl wird knapp und belastet die Umwelt. Aber was können wir tun und wie weit ist die Forschung? Das Herrenhäuser Forum diskutiert über Antworten

Ein T-Shirt aus Zucker? Die Bioökonomie soll es möglich machen

Wenn man die Tagestipps, die auf langeleine.de erschienen sind, aus den vergangenen Wochen und Monaten mal genauer betrachtet, merkt man deutlich, dass es immer mehr Veranstaltungen rund um das Thema Nachhaltigkeit gibt. Das ist in Anbetracht der aktuellen gesellschaftlichen Lage auch nicht weiter verwunderlich. Und doch ist es erschreckend, dass das große Umdenken sich erst jetzt so richtig im hiesigen Veranstaltungskalender niederzuschlagen scheint. Das bedeutet zwar nicht, dass es vorher keine Informationsangebote zu diesem Themen-Bereich gab, aber, dass diese nun vermehrt stattfinden. Denn es wird einfach knapp und wir können einfach nicht so wie bisher weitermachen. Deutschland ist beispielsweise europäischer Spitzenreiter hinsichtlich des Plastik-Mülls. Das ist nicht gut, keineswegs. Plastik-Müll verschmutzt nicht nur die Umwelt, sondern führt auch dazu, dass immer wieder Mikroplastik seinen Weg ins Wasser findet. Und in die Kosmetik. Niemand möchte Plastik trinken oder sich damit eincremen.

Eine Basis von Plastik ist Erdöl. Und mal abgesehen davon, dass Erdöl die Umwelt stark belastet, wird es auch einfach knapp. Erdöl ist eine endliche Ressource. In diesem Falle ist es also doppelt wichtig, umzudenken und nach umweltschonenden Alternativen zu suchen. Eine Alternative ist die Bioökonomie. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung soll diese eine Brücke zwischen Technologie, Ökologie und effizienter Wirtschaft schlagen. Die Vision ist, dass alltägliche Gebrauchsgegenstände künftig nicht mehr aus Plastik, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. “Wie wäre es denn mal mit einem T-Shirt aus Milch oder Kaffee, oder einem Computer-Screen aus Zucker?” wird auf der Website des Bundesministeriums gefragt.

Wer sich für die Entwicklungen, Fortschritte und vor allem auch für die Details, die hinter dem sperrigen Begriff Bioökonomie verbergen, interessiert, ist heute im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen bestens aufgehoben. Dort wird nämlich nicht nur von den Fortschritten berichtet, sondern auch gleichzeitig die ein oder andere Frage beantwortet. Geladen wurden dazu extra einschlägige Experten aus Wirtschaft und Forschung. Und wie bei fast allen Veranstaltungen im Rahmen des Herrenhäuser Forums fällt auch bei “Bioökonomie – sauber, effizient und günstig?” der Eintritt weg.

Dienstag, 11. September 2018:
“Bioökonomie – sauber, effizient und günstig?”, Vortrags- und Gesprächsabend im Rahmen des Herrenhäuser Forums für Zeitgeschehen, Schloss Herrenhausen, Alte Herrenhäuser Straße 3, 30419 Hannover, Beginn: 19 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Susanne Viktoria Haupt)

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Kategorien: Politik, Tagestipps

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