Jörg Smotlacha
10. Oktober 2018

Jung und ungestüm

Retro-Rock aus den Niederlanden: The Homesick im Kulturpalast Linden

The Homesick

Mit Hang zur Selbstironie: The Homesick

Schrammeliger, minimalistischer Retro-Rock mit einer sehr lässigen Attitüde: The Homesick kommen aus der niederländischen Kleinstadt Dokkum und waren jüngst auf dem Hamburger Reeperbahn-Festival zu Gast, wo sie in der Ankündigung nicht ganz zu unrecht mit der britischen Kult-Combo Joy Division verglichen wurden. Doch wer aus einem 12.000 Einwohner-Kaff kommt und in seinem heimlichen Hit “St. Boniface” gleich die Heimatgeschichte dieses Ortes verarbeitet – in Dokkum wurde im Jahre 754 der Missionar Bonifatius ermordet -, der scheint, nicht nur spielerisch mit seiner provinziellen Herkunft umgehen zu können, sondern auch einen gewissen Hang zur Selbstironie zu haben.

Keine Frage: Elias Elgersma, Jaap van der Velde und Erik Woudwijk sind längst der heißeste Indie-Export der Niederlande – und verdammt jung: Als die Band 2013/14 ihre erste EP rausbrachte, war das Trio noch nicht einmal alt genug, um legal Bier zu kaufen. Doch ihr eleganter und ungestümer Post-Punk ist längst erwachsen genug, um die Welt zu erobern. Zu bestaunen heute Abend im Kulturpalast Linden.

Mittwoch, 10. Oktober 2018:
The Homesick, Kulturpalast Linden, Deisterstraße 24, 30449 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 7 Euro

(Foto: Pressefoto/Kulturpalast Linden)

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Kategorien: Musik, Tagestipps

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