Susanne Viktoria Haupt
24. November 2018

„Die Liebe ist ein seltsames Spiel“

Herzlich und mit Humor: Gestern eröffnete im Museum Wilhelm Busch die neue Ausstellung „Alles Liebe?! – Von Lust, Lastern und Leidenschaft“

„Das Schönste aber hier auf Erden, ist lieben und geliebt zu werden“, hat Wilhelm Busch gesagt. Im Museum Wilhelm Busch fühlt die neue Ausstellung dem Thema genauer auf den Zahn

Die Überschrift zu unserem heutigen Tagestipp spendiert diesmal die Sängerin Connie Francis, die ein klares Bild von der Liebe gehabt zu haben scheint. In ihrem Song geht es folgendermaßen weiter: „Sie kommt und geht von einem zum andern“. Es gibt kaum ein Thema, das in Musik, Literatur und Kunst so häufig thematisiert wurde und wird, wie die Liebe. Liebe ist für uns Menschen elementar. Es ist dank wissenschaftlicher Studien sogar bekannt, dass Menschen, die wenig körperlichen Kontakt haben, häufiger krank werden. Dabei wiegen romantische Beziehungen mit ihren Körper-Kontakten genauso viel wie freundschaftliche. Allerdings bieten vor allem romantische Beziehungen einen idealen Nährboden für Komik und dieser wird in der Kunst nur allzu deutlich.

Dabei geht es beispielsweise um unterschiedliche Kommunikationsweisen, um schwindende Anziehungskraft im Alter oder aber um mal mehr und mal weniger anziehende Gegensätze. Mit der Ausstellung „Alles Liebe?! – Von Lust, Lastern und Leidenschaft“ versucht das Museum Wilhelm Busch so viele Facetten wie möglich von diesem großen und komplizierten Thema einzufangen. Unterstützung kommt dabei von Künstlerinnen und Künstlern wie James Gillray, Marie Marcks, F.K. Waechter, Tomi Ungerer, Wilhelm Busch und anderen. Dabei ist der Blick auf die Liebe mal komisch und augenzwinkernd, aber auch mal nüchtern oder ganz rührend.

Parallel zu „Alles Liebe“ läuft derzeit die Ausstellung „Bernd Pfarr – Die wilde Schönheit der Auslegware“. Mit dieser Ausstellung feiert das Museum den 60. Geburtstags des leider bereits 2011 verstorbenen Künstlers, der vor allem durch seine pointierten und selbsterklärenden Cartoons im ZEIT-Magazin bekannt wurde. Die von ihm eingesetzten satten Farben erinnern an die Comics der 1950er-Jahre und brachten ihm 1998 den begehrten Max-und-Moritz-Preis ein.

Samstag, 24. November 2018:
„Alles Liebe?! – Von Lust, Lastern und Leidenschaft“ und „Bernd Pfarr – Die wilde Schönheit der Auslegware“, Museum Wilhelm Busch, Georgengarten, 30167 Hannover, geöffnet: 11 bis 18 Uhr, Eintritt: 6 Euro, ermäßigt: 4 Euro

  • Die Ausstellungen laufen noch bis zum 17. Februar 2019
  • Öffnungszeiten:
  • Di bis So 11-18 Uhr

(Foto: Pressefoto/Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst)

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Kategorien: Kunst, Tagestipps

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