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Das Doppelleben des Mr. Smith

von Jörg Smotlacha      Montag, 4. Januar 2010

Rasante Farce: “Taxi, Taxi” im Theater für Niedersachsen

“Taxi, Taxi”, Szenenfoto

Versucht wieder einmal alles gerade zu biegen: John (Philip Richert) telefoniert mit seiner Ehefrau

Nein, bei dem Theaterstück “Taxi, Taxi” handelt es sich nicht um eine Adaption der französischen Actionkomödien-Filmserie gleichen Namens. Und das ist auch gut so, geht es in den um die Jahrtausendwende entstandenen relativ debilen Kinostreifen doch fast ausschließlich um schnelle Autos, und wer will die im Theater schon sehen. Die Komödie “Taxi, Taxi”, die zurzeit in der Hildesheimer Dépendance des Theaters für Niedersachsen aufgeführt wird, hat ihrem Titel zufolge natürlich dennoch einen autofahrenden Menschen zur Hauptfigur. Der heißt John Smith, ist Taxifahrer und lebt in London mit seiner Frau Mary. Beziehungsweise er ist Taxifahrer und lebt in Wimbledon mit seiner Frau Barbara. Richtig, der Mann führt ein astreines Doppelleben, welches er aufgrund seiner flexiblen Arbeitszeiten relativ gut zu verbergen weiß. Doch dann hilft er einer alten Dame, die überfallen werden soll, und verletzt sich am Kopf. Aus Versehen bringt er gegenüber der Polizei und dem Krankenhaus seine Adressen durcheinander…

Ursprünglich 1982 unter dem Titel “Run for your wife” uraufgeführt, ist “Taxi, Taxi” inzwischen in über 40 Sprachen übersetzt worden und wurde weltweit erfolgreich gespielt. Kein Wunder, stammt es doch vom britischen Erfolgsautor Ray Cooney, dessen Stücke oft an der Grenze zur Farce konstruiert sind, voller sich fast schon mathematisch präzise anbahnender (klein-)bürgerlicher Katastrophen und absurder Sequenzen. Und so jagen in “Taxi, Taxi” auch die Bühnenfiguren in atemberaubenden Tempo über die Bühne und rasen von einer Notlüge in den nächsten Totalcrash - auch ganz ohne fahrbaren Untersatz.

Montag, 4. Januar 2010:
“Taxi, Taxi”, Komödie von Ray Cooney, Theater für Niedersachsen, Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 7 Euro bis 22 Euro, ermäßigt: ab 3.50 Euro

  • weitere Aufführungen:
  • Sonntag, 10. Januar, 19 Uhr
  • Samstag, 16. Januar, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 17. Januar, 17 Uhr
  • Donnerstag, 18. Februar, 19.30 Uhr
  • Sonntag, 21. Februar, 19 Uhr
  • Montag, 8. März, 19.30 Uhr

(Foto: Theater für Niedersachsen)

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