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„Keiner glaubt an uns. Nur wir selbst“

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach

Vorsichtig optimistisch: 96-Chefcoach André Breitenreiter

Es ist gut zwei Wochen her, das letzte Bundesligaspiel von Hannover 96, bei dem die Roten mit dem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg einen kleinen Befreiungsschlag geladet haben. Dann kam die Länderspielpause, und nun geht es in die letzten vier Wochen vor der Winterpause mit Spielen gegen Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC Berlin, Mainz 05, Bayern München, den SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf. Es beginnt sozusagen die „heiße“ Phase der ja noch recht jungen Bundesliga-Saison 2018/2019, an deren Ende man sehen wird, ob sich das Team von Trainer André Breitenreiter dauerhaft mit dem Thema Abstiegskampf anfreunden muss oder ob der Sprung ins sichere Mittelfeld gelingt.

Dortmund-Jäger Nummer eins

Und bei allem Respekt vor den Münchener Bayern, der morgige Gegner aus Mönchengladbach ist der schwerste. Denn die Borussia ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Seit dem 3:0-Sieg bei den Bayern Anfang Oktober haben sich die Fohlen unter Trainer Dieter Hecking zu einem echten Meisterschaftskandidaten entwickelt und sind derzeit der Dortmund-Jäger Nummer eins. Vor allem aber sind die Gladbacher verdammt heimstark: Ihre bisherigen fünf Spiele im Borussia-Park gewannen sie allesamt bei einer Tordifferenz von 14:2.

Angespannte personelle Situation bei 96

Ganz anders sieht die Lage bei Hannover 96 aus: Der letzte Auswärtssieg in der Bundesliga liegt über ein Jahr zurück. Und die angespannte Personalsituation verspricht für morgen wenig Besserung. Ihlas Bebou zog sich bei der togolesischen Nationalmannschaft eine Sehnenverletzung im Oberschenkel zu, was 96-Manager Horst Heldt auf die Palme brachte, weil dort bei 30 Grad auf Kunstrasen trainiert wurde. Und auch Dauerbrenner Walace steht am Wochenende nicht zur Verfügung, da er sich seinerseits einen Streptokokken-Infekt bei den Spielen mit der brasilianischen Nationalelf zugezogen hat. Da auch Mittelfeld-Chef Pirmin Schwegler weiterhin ausfällt, treten die Niedersachsen arg ersatzgeschwächt am Niederrhein an.

Füllkrug ohne Schmerzen

96-Trainer Breitenreiter ist dennoch nicht bange: „Es wird eine schwierige Aufgabe. Keiner glaubt an uns. Nur wir selbst“, sagte der 45-Jährige. Hoffnungsträger ist Top-Stürmer Niclas Füllkrug, der nach seiner Knie-Verletzung wieder in den Kader zurückkehrt und laut Breitenreiter erstmals seit Monaten ohne Schmerzen ist. Ob das reicht, um Borussia Mönchengladbach zu bezwingen, darf bezweifelt werden. Und so bräuchte Hannover 96 morgen wohl einen richtig guten Tag, um in Gladbach zu punkten. Mein Tipp: Trotz eines guten Spieles unterliegen die Roten mit 1:3.

Sonntag, 25. November 2018, 18 Uhr:
Borussia Mönchengladbach – Hannover 96

(Foto: Thomas Rodenbücher/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 2.0 [1])

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