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„Östlich der Berliner Mauer und westlich der Chinesischen Mauer“

Slavs and Tatars sind mit ihrer Ausstellung „Sauer Power“ noch bis zum 27. Januar im Kunstverein Hannover zu sehen. Hin da!

Beim Künstlerkollektiv Slavs and Tartars steht das individuelle Ego weit hinter dem gemeinsamen Schaffensprozess. Das merkt man ihren Arbeiten an

Ja, was liegt denn östlich der Berliner Mauer und westlich der Chinesischen Mauer? Für das Künstlerkollektiv Slavs and Tatars ganz klar Eurasien. Gut, ein geographisch bewanderter Mensch würde nun „Autsch“ sagen, aber die Kunst macht eben, was sie will. Und das ist schließlich auch gut so. Slavs and Tatars werfen mit ihrer aktuellen Ausstellung „Sauer Power“ einen Blick auf ihr Eurasien und stellen dabei sowohl kulturelle Kodierungen als auch Sprache und Auffassungen in Frage. Im Fokus stehen dabei beispielsweise auch vergessene, aber eigentlich wichtige Momente der Kulturgeschichte aus dem kaukasischen Raum.

Um diese Ausstellung angemessen genießen zu können und dabei möglichst auch nichts auszulassen, dürfen sich die Besucherinnen und Besucher durch einen Parcours schlängeln und sich sogar bei einem Getränk ausruhen. Aber hier geschieht natürlich nichts ohne Hintergedanken. „Sauer Power“ steht den bisherigen Ausstellungen des Kollektivs in nichts nach und verleitet auf humorvolle Art und Weise zu einem Nachdenken über Kultur, Sprache und alles, was dazwischen steht. Besser kann man künstlerisch gar nicht in das neue Jahr kommen.

Mittwoch, 2. Januar 2019:
Slavs and Tatars: „Sauer Power“, Kunstverein Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover, geöffnet: 12 bis 19 Uhr, Eintritt: 6 Euro, ermäßigt: 4 Euro

(Foto: Pressefoto/Kunstverein Hannover/Courtesy: Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin/Foto: Raimund Zakowski)

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