Sebastian Albrecht
17. Februar 2019

(K)ein italienisches Frühstück

Beim Calenberger Literaturfrühstück im Leibniz Theater widmet sich Peter Behnsen heute der italienischen Literatur

Peter Behnsen

Was ist besser als Frühstück und Literatur? Genau: Literaturfrühstück mit Peter Behnsen!

Natürlich kennt man jede Menge deutschsprachige Klassiker, schließlich wurden „Faust“, „Woyzeck“ und „Don Karlos“ in der Schule rauf und runter gelesen. Ebenso wie „Effie Briest“, „Der Tod in Venedig“ und – wen man Glück hatte – „Die Verwandlung“. Auch die moderneren Klassiker kamen nicht zu kurz, allen voran „Die Deutschstunde“, „Katz und Maus“ und „Der Richter und sein Henker“, manchmal „Draußen vor der Tür“. Und wenn der Deutschunterricht nicht allzu schrecklich war, blieb hin und wieder eines der Bücher hängen. Später las man es dann ohne den schulischen Kontext ein zweites Mal.

Wirft man den Blick jedoch über die eigene Sprache hinaus, stellt man fest, wie häufig diese mit bestimmten Eigenschaften verknüpft sind. Spannende Krimis? Klar, die Skandinavier. Die großen Erzähler? Finden sich in den USA. Die philosophischen Denker? Sind die Franzosen. Das große Drama? Gibt es in der Antike. Alles mit einem großen Schuss Melancholie zusammengemischt? Willkommen im Russland des 19. Jahrhunderts.

Aber natürlich gibt es auch große Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in einer der zahlreichen anderen Sprachen geschrieben haben oder schreiben. Ob Lateinamerika, Afrika oder Asien, wer sich intensiv mit der Literatur eines Kontinents auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass selbst zwei Menschenleben nicht ausreichten, all die Kleinode zu entdecken und zu lesen – das fiele selbst bei einem einzelnen Land schwer. Und doch ist manches Land für uns in dieser Hinsicht ein, nun ja, unbeschriebenes Blatt. Zum Beispiel Italien. Klar, Umberto Eco schießt einem durch den Kopf. „Der Name der Rose“, „Das Foucaultsche Pendel“. Hat man vielleicht sogar gelesen. Und natürlich Dantes „Die göttliche Komödie“. Auch Franz von Assisi ist kein Unbekannter, zumindest vom Namen her. Aus der Gegenwart ist womöglich noch Roberto Saviano und sein Buch „Gomorrha“ über die neapolitanische Mafia hängen geblieben. Und ansonsten? Da wird es schon schwerer. Jemand, der sich glücklicherweise besser mit italienischer Literatur auskennt, ist Peter Behnsen. Und weil es da durchaus mehr zu entdecken gibt als nur Eco und Dante, beschränkt sich Behnsen heute nicht nur auf einzelne Autoren, sondern gibt beim Literaturfrühstück einfach gleich einen Überblick über die italienische Literatur. Kann es einen besseren Start in den Sonntag geben?

Sonntag, 17. Februar 2019:
„Rosen für Umberto, Italien erzählt“, Calenberger Literaturfrühstück, Lesereihe von und mit Peter Behnsen, Leibniz Theater, Kommandaturstraße 7, 30169 Hannover, Einlass: 9.45 Uhr, Beginn Lesung: 11 Uhr, Eintritt: 9 Euro, mit Frühstück: 19 Euro

(Foto: Pressefoto/Leibniz Theater)

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Kategorien: Literatur, Tagestipps

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